Die Vulva 1. Teil: Pubertäre Irrungen und Wirrungen – kein Einzelfall!


Posted on März 15th, by Felix in Der Körper, Doch Noch TV, Frau, Liebes-Techniken. 11 comments

Ab heute gehen wir mit 3 Beiträgen auf das „Dort-unten“ bei der Frau ein. Wie wir aus verschiedenen Mails wissen, gibt es zu diesem Thema großen Aufklärungsbedarf.

Eine Zuschauerin unseres Blogs hat uns per Mail anschaulich ihre Erfahrungen mit der eigenen körperlichen Entwicklung geschildert und auch, wie fremd sie ihre Vulva wärend der Pubertät wahrnahm. Wir meinen, dieser Bericht spricht aus, was viele Mädchen in diesem Lebensabschnitt empfinden.
Also, hört was sie zu berichten hat …





11 thoughts on “Die Vulva 1. Teil: Pubertäre Irrungen und Wirrungen – kein Einzelfall!

  1. Liebe Ann Marlen, Team und mutige (verzweifelte) Autorin des verlesenen Textes.

    Ich finde es sehr gruselig so etwas zu hören. Wir leben in einer sexualisierten und doch sexuell verklemmten aber gewalttätigen Welt. Jedes Kind kann (muss) heute jede Menge Gewaltszenen in den Medien ertragen.
    Aber vor der Darstellung von Liebe (Sex) oder das Zeigen der Organe davor muss die Jugend “geschützt” werden.

    Ich bin leider erst jetzt mit anfang 40 darauf gestossen wie widersprüchlich und verklemmt wir hier mit Sex umgehen. Ausgelöst durch dein Interview zu Tantra, siehe in Kürze dort.

    Ich habe vor kurzem das Jungen- Fragebuch von Sylvia Schneider verschenkt, es gibt selbstverständlich auch ein Mädchen-Fragebuch. Die Bücher sind für Menschen ab 12 geschrieben aber auch mit 20 finden sich darin noch viele Interessante Erkenntnisse.

    Lg
    Bernd

  2. Hallo nochmal

    Ich habe noch einige Ergänzungen zu oben.

    Die Autorin des Textes hat viel Glück gehabt das sie sich ein deutlich besseres Selbstbild hat aneignen können.

    Ich habe mal bei Amazon gestöbert, es gibt noch eine ganze Reihe weiter Bücher die die Vulva zeigen.

    Bei dem folgenden liegt eine DVD bei die unter anderem Interviews mit den fotografierten Frauen beinhaltet. Vielleicht sind es die gleichen die gesendet wurden.

    Das weibliche Geschlecht: Eine ziemlich ungenierte Bildersammlung

    ISBN-13: 978-3807710600

    Eventuell ist auch dieses Buch von Interesse:

    Auf den Schwingen weiblicher Sexualität

    ISBN-13: 978-3492257459
    Ein Buch, das vor allem in die Hand junger Frauen gehört, bevor diese ihre eigene Sexualität von gesellschaftlichen Konventionen unterdrücken lassen. –Manuela Haselberger — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
    Pressestimmen
    »Obwohl sich Doris Christinger in erster Linie an sexuell erfahrene Frauen richtet, wäre es jedem Mädchen zu gönnen, auf diese unbefangene Weise mit der Erotik vertraut zu werden.« Bücherpick

    Lg Bernd

  3. Hallo Ann-Marlene, hallo junge Schreiberin der E-Mail,

    ich hatte am 27.02.2012 einen Kommentar über den Video-Blog “Tandra-Massage” geschrieben und wollte eigentlich einen neuen Kommentar zu diesem Thema abgeben, da ich gestern erneut das Tandra-Institut AnandaWave in Köln besuchte.

    Aber für das Thema “Die Vulva 1″ ist das, was ich berichten möchte, vielleicht zutreffender.

    Die E-Mail der jungen Frau könnte ich mit meiner Vita (bin 48 Jahre) genauso geschrieben haben, ergänzend noch, dass ich, gerade 9 Jahre alt geworden, meine Periode bekam, meinen weiblichen Körper zutiefst haßte, und mich sehr selbstzerstörerisch behandelte. So etwas wie Pubertät, ausprobieren mit allen Facetten, fand nicht statt. Ich stürzte mich in den Sport, ins Lernen und in die Arbeit, nur um nicht fühlen zu müssen. Meinen ersten und einzigen Partner lernte ich mit 26 Jahren kennen, 2 Jahre später kam der 1. Sohn zur Welt. Ich und mein Körper “funktionierten”.

    Ich wähle bewusst dieses Wort, weil es kein Spüren, kein Erleben meiner Weiblichkeit, meiner Sexualität gab, obwohl mein Mann sehr einfühlsam war.
    Die 1. Geburt war ein Kaiserschnitt, weil es Komplikationen gab. Die 2. Geburt, ein Albtraum. Da der Chefarzt einen Kaiserschnitt nicht wieder machen wollte (wegen “Negativstatistik” des Krankenhauses), wurde das Kind mit der Saugglocke geholt. Dabei bin ich fast verblutet. Zitat Arzt: “Ihre Scheide ist total zerfetzt!”

    Die Folge: Ich durfte keine Kinder mehr bekommen, Inkontinenz, körperliche Schwäche und … Schuldgefühle und noch mehr Ablehnung der eigenen Weiblichkeit, vor allem meines Unterleibs, der mich ja “im Stich” gelassen hatte. Der seelische Leidensdruck war unbeschreiblich.

    Warum ich das alles erwähne: Es wird mit zunehmenden Alter nicht besser oder leichter oder gleichgültiger. Das Gegenteil ist der Fall und der Körper reagiert mit zum Teil schlimmen Symptomen.

    Um endlich mich in meinem Körper anzunehmen und lieben, lerne ich, im Gespräch mich zu öffnen, (und jetzt der Übergang zur Tandra-Massage), meine Vulva kennenzulernen, zu erfahren und … zu spüren.

    Ich war jetzt einige Mal bei AnandaWave in Köln. Ich erfahre ein langsames, einfühlsames, liebevolles Herangehen an meinen Unterleib. Gestern habe ich dabei das erwähnte Buch “Das Tor in Leben” gekennenlernt. Von den beeindruckenden Bildern des Buches hin zur Massage der Vulva. Es geht um das körperliche Erfahren und Spüren im Genitalbereich. Auch habe ich praktische Hausaufgaben aufbekommen. Das sexuelle Erleben spielt bei diesem Lernprozess (noch) keine Rolle. Wer Anrüchiges hierbei denkt, dem sei gesagt:”Er irrt total!”

    Ich hoffe, dass ich einen guten Weg gefunden habe, meine Vulva (und damit auch mich mit allem, was mich ausmacht) liebevoll anzunehmen.

    Es ist nie zu spät!!!

    Einen lieben Wochenendgruß von IngA

    P. S. Ann-Marlene: Darf ich noch etwas unter “Unterhaltendes” einstellen, denn auch ich habe eine Schwester?!

  4. Hallo zusammen

    Ich werde die Autorin des verlesenen Textes fortan einfach

    EVA

    nennen.

    Ich hoffe ihr könnt euch anschliessen und die junge Frau hat nichts dagegen.

    Lg Bernd

  5. Hallo EVA, Ann-Marlene und Gäste

    Ich wollte jetzt viel über die Bücher

    Das Tor ins Leben
    und
    Das weibliche Geschlecht

    schreiben.

    Beindruckende schöne Bilder.
    Mir ist nicht einsichtig was an diesen schönen Bildern jugendgefährdend sein soll ist aber wohl Rechtslage.

    In dem zweiten Buch habe ich einen hinweis auf die Seite

    All about my Vagina

    gefunden.

    Bei You Tube gingen dann auch hinweise auf auf ähnliche Videos
    u.a zu

    Labiaplasty Information (Vagina exam and info)

    Noch deutlicher kann das Tor kaum gezeigt werden.

    Das Video wurde bislang 30000 mal angesehen ich hoffe es steht noch eine Weile auf You Tube.

    Ich hoffe das die Bilder niemandem zu deutlich sind. Wer Zweifel hat sollte sich das vorher überlegen.

    Lg Bernd

  6. Hallo zusammen,

    EVAs Bericht fand ich erschütternd, da sie wohl um die 20 Jahre jünger sein wird als ich. Bei vielen Dingen, die vorgelesen wurden dachte ich, es sei aus meiner Geschichte. In diesen ca. 20 Jahren, die zwischen uns liegen hat sich anscheinend nichts in Hinsicht auf geschlechtliches, weibliches Selbstverständnis geändert.
    Schon als ich das Video gesehen habe schoß mir das Buch “Vulva: die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts” von Mithu M. Sanyal durch den Kopf, das ich vor ca.einem Jahr gelesen habe. Hätte ich es zu Beginn meiner geschlechtlichen Bewußtseinsphase gelesen, hätte ich wahrscheinlich ein anderes Selbst -verständnis/-gefühl zu mir und meinem eigenen Geschlecht entwickelt.
    Aber, wie IngA schrieb: Es ist nie zu spät!
    Lg
    Li-Li

  7. Hallo Bernd und andere Leser,

    dieses Video “Labiaplasty Information” (was Bernd da anpreist), zeigt die Möglichkeiten der Schönheitschirurgie…und geht damit vollkommen vorbei am Ziel, meiner Meinung nach!!! Ich bin überzeugt davon, dass alles was am Körper dran ist, deswegen da ist, weil es einen Sinn hat, diese Haut gehört da hin und hat eine Funktion, auch wenn diese der Wissenschaft bisher nicht bekannt ist. Aber wo ist die Wissenschaft überhaupt, wieviel wissen wir von der Wirklichkeit, und wieviel kann der Mensch/die Menschen überhaupt jemals von der Wirklichkeit begreifen? (in Anlehnung an Zitate von Paul Watzlawick).

  8. Hallo,

    zunächst möchte ich mich gerne dazu äußern, dass ich das Video auch als unangemessen erachte..
    Heute stehe ich zu diesem Thema ganz anders, ich denke es ist wichtig seinen Körper zu akzeptieren. Schneidet man einfach etwas ab, führt dies über kurz oder lang zu psychischen Problemen bzw. löst diese nicht wirklich!
    Der Prozess meinen Körper zu akzeptieren und kennzulernen gehört für mich zu einer der wichtigsten und wertvollsten Erfahrungen, die ich bisher sammeln konnte – so suspekt das auch für den ein oder anderen klingen mag. Heute verfüge ich über ein besseres Selbstempfinden denn je! .. und vor allem über einen Zugang zu dem Thema Sexualität, den (denke ich) nicht viele in meinen Alter haben. Ich kann die Verbindung zu meiner “Psyche” oder meinen Innenleben nutzen, um Sex intensiv zu erleben. Ich habe meinen Körper verstehen gelernt. Hemmungen oder Scham spielen für mich heute kaum noch eine Rolle.
    Trotzdem war das natürlich nicht der optimale Start zum Thema Sexualität und ich wünsche niemanden, dass ähnliche Erfahrungen sammeln muss.

    Es freut mich, dass es so viele Rückeldungen zu dem Thema gibt und die Geschichte von IngA hat mich sehr bewegt!

  9. Hallo EVA, Kiwi und Li-Li

    Vielen Dank das du meine Namensgebung gut findest und sie übernommen hast.

    Obigen hinweis auf das Video habe ich etwas unüberlegt eingestellt.
    Auch ich bin der Meinung das jede medizinisch nicht notwendige Op zu unterbleiben hat. (Cora bei der 3. oder 4. Brustvergrösserung mit mitte 20 verstorben.)
    Es war nicht mein Ziel die “Schönheitsop” anzupreisen. Ich habe mich in dem Moment darüber geärgert das Ann-Marlene sperren auf YT für vage verbale Andeutungen bekommt und ich dann ohne weiteres so ein Video finde.

    Erschütternd ist das Wort welches mir zu deiner als auch zu IngAs Geschichte fehlte.
    Umso schöner jetzt zu hören und zu lesen das ihr ein positives Gefühl zu eurem Körper habt.
    Ich denken du hast sehr viel Glück gehabt das du dich jetzt schon von vielen unnötigen Hemmungen und Scham gelöst hast.
    Sie sind leider noch sehr verbreitet.

    Lg Bernd

  10. Leider wird das Thema in unserer doch angeblich so aufgeklärten Gesellschaft immer noch vielfach tabuisiert, bzw. verdrängt.
    In dem Blog „Viva la Vulva“ verweise ich auf mein gleichnamiges Projekt. Es geht dabei um eine etwas andere Sichtweise auf die menschliche Vulva – mit Beispielen für ihre Schönheit, Vielfalt und Einzigartigkeit in Verbindung mit Bildern aus Fauna & Flora. Angeregt dazu wurde ich u.a. beim Betrachten der wunderschönen Bilder des Fotografen H. Försterling in seinem Buch „VulvaMagica“ und der Lektüre des Buches „Das unsichtbare Geschlecht“ von Dr. Mithu Melanie Sanya sowie das Buch „Tor ins Leben“ von Grit Scholz.

    LG Fred
    http://www.fred-lang.de

  11. Schade, dass hier seit langer Zeit keine weiteren Kommentare zu diesem doch sehr komplexen Thema geschrieben wurden.
    Fred

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