Onanie Oh, Onana



Ist die Selbstbefriedigung, auch Onanie genannt, nun gut oder nicht? Fallen einem dabei z.B. die Haare aus, oder verbraucht und verschwendet man damit gar seine „Lenden-Kräfte“? Tja, da stellen sich Fragen über Fragen! Schauen wir doch mal genauer was uns die Fachliteratur für die gebildete Hausfrau aus dem Jahre 1911 dazu zu sagen hat. Also, bitte anschnallen und gaaanz aufmerksam zuhören – da kann man (oder auch Frau) noch richtig was falsches lernen!





27 thoughts on “Onanie Oh, Onana

  1. … warte ab, vielleicht sprießen die ja beim Befolgen der A-M. Ratschläge ganz besonders gut!

  2. Das mit dem Haarausfall muss ich ja leider bestätigen. Ich habe im Alter von 15 Jahren angefangen zu onanieren und habe sofort festgestellt, dass ich das sehr gut kann…….jedenfalls bin ich immer gekommen. Ich mache es jetzt seit 35 Jahren und leider fallen mir mittlerweile tatsächlich die Haare nach und nach aus. Und nicht nur das, sie sind sogar ganz grau geworden davon.

    Onanieren ist gut für die Entwicklung deiner Fantasie und ist ein Mittel in den hektischen Zeiten zur Besinnung zu kommen.

    Für Männer sollte es eigentlich sogar ein Pflichtprogramm sein zu onanieren. Der sich stetig aufbauende Druck im Körper des Mannes führt leider immer wieder dazu sich potenziellen Sexpartnern balzend aufzudrängen. Je mehr Druck sich aufbaut, desto mehr potenzielle Sexpartner gibt es auf einmal. Dieses oft unangebrachte Balzgetue stört eine normale Kommunikation zwischen Mann und Frau, denn die Frau stellt oft genervt fest, dass der Mann die meisten Funktionen seine Gehirns runtergefahren hat und nur noch vom Druck gesteuert wird. Wenn der Mann sich jedoch den Druck nimmt indem er onaniert, dann stellt er vielleicht verblüfft fest, dass man sich mit Frauen auch sachlich entspannt unterhalten und trotzdem Erfolg haben kann.
    Also abgesehen vom Spass, hat onanieren auch eine Ventil-Funktion und fördert die Reife.

    Das Buch von 1911 hat übrigens recht, denn onanieren kann tatsächlich ermüden.

  3. Das sehe ich ähnlich und kann es jedem Menschen nur empfehlen.
    Selbst in einer Beziehung wird die Selbstbefriedigung für positive Abwechslung sorgen, da man eben seinen Phantasien freien Lauf lassen kann und dabei nicht auf die Bedürfnisse des Partners achten muss. Wenn dieser dabei ist, sollte man aber doch vielleicht schon vorher irgend wie klären, ob ihn das stört.
    Wie man das am besten macht weiß ich allerdings auch nicht so genau. Ich denke das hängt von der jeweiligen Persönlichkeit ab.
    Vielleicht kann ja Ann-Marlene da noch einen Tip geben wenn sie gerade ein wenig Zeit zwischen ihren Beratungsstunden hat.
    Oder es gibt sogar noch einen weiteren Beitrag von ihr dazu. Warten wir mal ab, was da noch alles so kommt.

    Ach ja, das mit dem Ermüden ist abends besonders gut – man schläft danach einfach noch besser und entspannter.

  4. Trockene Fakten aus der SEXOLOGIE?!

    HOHES Testosteron-Level = mehr Haarausfall!
    Tatsächlich! Männer mit sehr viel Testosteron haben oft sogar eine Glatze.

    MÜDE nach dem Orgasmus: Ja!
    Dafür ist das Hormon Oxytocin zuständig und übrigens auch für die wohltuenden „Zuckungen“ während des Höhepunktes. Man nennt es oft „das Kuschel-Hormon“: Es macht nämlich nach den „Zuckungen“ kuschelig müde!

    Testosteron steigt bei Sex. Oxytocin steigt bei Sex.
    Und beide Hormone, SENKEN das Cortisol; das böse STRESS-HORMON!

    Und noch ein letztes:
    NEUSTE UNTERSUCHUNGEN zeigen:

    „Je mehr, Männer zwischen 20-50 onanieren, desto niedriger ist das Risiko Prostata Krebs zu entwickeln.“

    „20 jährige, die mehr als 5 x pro Woche ejakulieren können das Risiko für Prostatakrebs um 1/3 reduzieren.“

    Herzlichen Glückwunsch dazu, HARTI! Genau richtig gemacht!

  5. Also in der Partnerschaft kann es vielleicht auch wichtig sein einen Freiraum für die Selbstbefriedigung zu haben. Ich kann das immer nur aus der Sicht eines Mannes beurteilen, denn wie Frauen hier ticken kann ich schwer nachvollziehen. Als Mann kann ich männliches Verhalten wohl besser beobachten und auch einordnen. Oft kann ich beobachten wie Männer die eigentlich scheinbar in gut funktionierenden Beziehungen zu ihren Frauen und den Kindern leben, trotzdem bei sich bietender Gelegenheit jedem heissen Frauenrock nachjagen um kein mögliches Abenteuer zu verpassen. Das ist aus meiner Sicht ein recht trauriges Verhalten, zeigt aber auch das große Bedürfnis nach aufregender Abwechslung in einer länger währenden Beziehung. Dieses Thema der Abnutzung der Leidenschaft in der Beziehung ist sicher ein schwieriges Thema für Paare.
    Für Männer bietet es aber meiner Meinung nach auch die Chance, diese kleinen Seitensprunggelüste durch onanieren zu kompensieren. Man kann seinen Seitensprung in der Fantasie durchziehen und wenn der „Anfall“ vorüber ist, dann kann man sich wieder auf seine Beziehung besinnen. Das greift natürlich die Idealvorstellungen einer Partnerschaft ein wenig an, aber sind wir ehrlich, es ist besser dem Partner hier Freiraum zu geben, anstatt eine gut laufende Beziehung nur wegen kurzzeitiger Abenteuerlust zu riskieren.

  6. Ja, Harti, würde mich als Mann auch mal interessieren wie Frauen das alles so sehen.
    Also, falls hier eine Frau liest – bitte mal ein wenig ausplaudern.

  7. Also…

    Ich habe zwei feste und lange Partnerschaften geführt! Beide meiner Ex-Freunde hatten sozusagen „freie“ Hand für die Onanie in der Partnerschaft!
    Außerdem kann man dem Partner doch nichts verbieten, was man selbst so gerne macht!!!

  8. Hallo Deonia,
    schön, dass sich auch eine Frau dazu äußert! Ich finde, Deine Freunde hatten und haben es gut – so sollte es immer sein.
    Viele Grüße

  9. Definitiv freie Hand beim onanieren! Bin froh wenn mein Mann mich nachts schlafen laesst… Haha
    Harti, den gejagten Frauenroecken habe ich auch nichts weiter hinzu zufuegen, allerdings den Anfall mehrmals taeglich aus zu halten ist nicht einfach. Habt ihr Maenner da mal nen Tipp??

  10. Hallo Kathrin, ich würde ja gerne als Mann einen Tip geben,- habe aber leider die Frage nicht richtig verstanden.
    Stört es Dich wenn Du gejagt wirst oder wenn Dein Mann mehrmals täglich entsprechende Anfälle hat?

  11. Kathrin,

    lass es mich mit Bienchen und Blümchen erklären ;-)

    Es scheint von der Natur vorgesehen, dass die Männer wie fleißige Bienchen ihren Rüssel in jede Blüte stecken müssen die sich um sie herum öffnet.

    Es hängt wohl nur davon ab, ob Du ein Bienchen an Deine Seite geholt hast, dass die Reife erlangt sich über diese natürliche Vorgabe zu erheben und zu erkennen, es hat ja bereits eine ganze Blume für sich allein.

    Dem Reiz der vielen Blüten um sich herum wird es sich nie ganz entziehen können(zumal heutzutage viele Blüten auch noch mit künstlich vergößerten Pollen arbeiten), aber die Reife hilft ihm seinen Rüssel nicht mehr in jede Blüte stecken zu müssen. So lange Du also keinen frischen Blütenstaub an seinem Rüssel entdeckst………….

    Wenn es die eigene Blume unseres fleißigen Bienchens nun auch noch schafft von Zeit zu Zeit zu blühen, dann ist die Natur befriedigt.

  12. Lieber Felix, lieber Harti,
    danke fuer eure tollen Kommentare. Also um Klarheit zu schaffe.: Ich bin eine Blume die nicht gern andauernd die Verantwortung fuer das Wohl des Ruessels uebernehmen will… und da bin ich wohl nicht allein, wenn Frau sich mal so umhoert :-). Mir ist bewusst, dass Maenner allein hormonell bedingt ein groesseres Beduerfnis nach Sex haben, ganz besonders wenn sie gestresst sind.
    Meine Frage nun ist, wenn ich so einen potentes Bienchen an meine Seite geholt habe, dass so ’needy‘ ist, dass es mich gar nicht in Ruhe lassen kann und ich schon gaaaanz viel ausprobiert habe um einen Balnace zu finden, es sich aber trotzdem nicht aendert…was kann ich tun??? (Ja, Felix, es stoert mich, dass ich so viel gejagt werde). Ich mache mir keine Sorgen, dass er andere Blueten ruesseln will, ich mache mir Sorgen dass meine Bluete sich vor lauter Abwehr und Aerger und Traurigkeit eingeht…
    Ach ja und die kuenstlich vergroesserten oder dargetellten Pollen bieten auch noch Reize die die Fantasie ankurbeln, die ich nicht ausleben moechte. Denn da fuehle ich mich wie selbst wie eine Kunstblume, wo ich doch des Bienchens Rose bin…
    So, und unter solchen Voraussetzungen schafft es meine Bluete nicht mehr von selbst zu bluehen und die Natur ist alles andere als befriedigt :-(

  13. Wahrscheinlich eine gute Frage für Ann-Marlene, denn die verfügt über gute klassische Fachliteratur in der dem Trieb entgegenwirkende Unterwäsche als Lösung präferiert wird.

    Kathrin,

    das ist natürlich ein forderndes Problem. Ich kenne Dauersex nur aus der Situation des frisch verliebt seins, wo man erstmal garnicht mehr aus dem Bett herauskommt. Wenn sich für den einen denn kein „Alltag“ mehr einstellen mag, dann nervt es natürlich mit der Zeit. Das kann ich gut verstehen.

    Es ist natürlich so eine Sache mit der Potenz. Wenn ich nach kurzer Zeit schon wieder könnte, dann heisst es ja nicht automatisch das ich auch muss. Wenn er keine Frau hätte, dann müsste er ja auch onanieren oder irgendwie anders kompensieren. Einfach verzichten wäre eine Möglichkeit, oder sich anderweitig beschäftigen.
    Hier müsste man vielleicht einhaken und aus meiner Sicht ist der Fall klar……..der Mann braucht einen anderen Sport ;-)

    Das klingt vielleicht platt, aber ich weiss wovon ich rede. Bereits das Zeitproblem würde schonmal zwangsläufig die Häufigkeit verringern. Es sollte natürlich schon ein den ganzen Körper fordernder Sport sein. Nicht Eisen biegen in der Muckibude.

    Vielleicht solltest Du ihm den Radsport näher bringen, denn da hat er auch noch die Zeit zu meditieren während er sich den Penis lahm fährt.

  14. Hi Kathrin,

    da fällt mir auch nicht wirklich eine gute Lösung ein. Ein Nymphoman und ist mir noch nicht wirklich begegnet, bzw. eine Frau die meint ihr Mann wäre einer und damit ein Problem hat.
    Er, genau so wie die Nymphomanin, kann ja nicht einfach beschließen keine Lust zu haben. Er/Sie kann sich höchstens beherrschen – aber wie lange?
    Die meisten theoretisch funktionierenden Tips, die mir in den Kopf kommen (außer der von Harti), werden wohl bei Dir keine große Begeisterung auslösen und ich erspare sie mir einfach mal.

    Bleibt mir nur, Dir zu wünschen, dass Ihr eine gute Lösung findet. Vielleicht schreibt hier ja auch noch jemand, der damit Erfarung hat und dazu etwas produktives sagen kann.

  15. „…Frauenrock nachjagen um kein mögliches Abenteuer zu verpassen. Das ist aus meiner Sicht ein recht trauriges Verhalten, zeigt aber auch das große Bedürfnis nach aufregender Abwechslung in einer länger währenden Beziehung….“
    Hat es nicht eher damit was zu tun, dass ER es genießt von anderen Frauen angesehen und angeflirtet zu werden? Dies passiert meiner Meinung nach nur, wenn der Mann vernachlässigt wird. zB nach der Geburt oder weil SIE gestresst ist oder weil SIE wütend, traurig, unzufrieden, etc. ist. Gerade dann passiert es, dass der Mann sich nach mehr Sex in der Beziehung sehnt und tendiert häufiger zum Fremdgehen. Reine Selbstbestätigung. Wichtig für das männliche Ego ist halt Sex.
    Unbedingt lieber onanieren als Fremd zu gehen! Keine Frage! Ist die Partnerin nicht da oder hat keine Lust auf Sex heißt es ja nicht direkt, dass der Mann –wenn er sich selbst befriedigt- sich nach einem Seitensprung sehnt. Also, denkt an eure Partnerin und legt los! Wenn ihr euch an eurer Liebsten befriedigt ist es gut. Schickt uns gern zum sexy Fotoshoot oder Ladies, schenkt eurem liebsten ein heißes Foto von euch. Alle anderen Gedanken, die nicht um uns kreisen, sind ganz fruchtbar für uns! Ja zum onanieren in der Partnerschaft! Nein zu Gedanken an andere Frauen!
    Was kann Frau dagegen tun, nach einer langen Beziehung trotzdem selbst die aufregende Abwechslung zu sein? Jeden Tag eine neue Perücke tragen? Erzählt doch mal, was ihr dazu meint, liebe Männer.

  16. Hallo Katrin, willkommen in unserem Blog! Ich dachte zuerst, Du wärest die andere Kathrin mit h.
    Tja, was kann Frau machen um selbst die Abwechslung zu sein? Eine sehr schwierige Frage, die wohl alle Menschen in einer längeren Beziehung beschäftigt – sicher auch den einen oder anderen Mann.
    Ich hätte da zumindest 1-2 Ansätze:
    Das Aussehen, den Typ ab und zu mal ändern (mal die Haare färben oder Perücke, wie Du sagst) kann zumindest nicht schaden und erregt Aufmerksamkeit. Auf abwechslungsreiche Art sexy Kleidung anziehen dürfte auch was bringen.
    Ich denke, dass z.B. auch die Frau mal eine neues Sex-Toy einbringen oder vorschlagen könnte. Das wird wohl meist eher vom Mann gemacht, falls der sich tatsächlich traut. Wenn nicht – überwindet und traut Euch – Mann wie Frau!
    Das Gleiche gilt sicherlich auch für Sex Praktiken. Ich habe im Laufe der Zeit für mich festgestellt, dass mir die eine oder andere Praktik, die ich vorher im Geiste nicht so toll fand, auf einmal in der Realität doch Spass gemacht hat.
    Bei meiner Partnerin kann ich das auch feststellen. Ich habe mich (vorsichtig) getraut und siehe da, auch Sie mag jetzt mehr als vorher gedacht.
    Ich empfinde andauernde Entwicklung und Experimentierfreude im Bett sogar als einen großen Vorteil in einer langen Beziehung.
    Wenn das, aus welchem Grund auch immer, nicht geht, wird es natürlich schwierig.
    Ich vermute, dass eigentlich jeder irgend welche gelernten oder anerzogenen Schranken im Kopf hat, die in machen Fällen dann eher störend wirken können. Das Thema Sex war und ist ja immer eine umstrittene Sache, wenn ich da an z.B. religiöse Meinungen und Prägungen zu dem Thema denke.
    Aber, vielleicht findet ja Ann-Marlene, als Fach-Frau, die Zeit etwas dazu zu sagen.

  17. Katrin ohne h,

    ich glaube in Punkto „Bestätigung suchen“ geben sich Frau und Mann nichts. Sowohl Frauen als auch Männer suchen permanent durch z.B.Augenkontakte zu Fremden, oder auch sogar Flirterei, die Bestätigung ihrer Attraktivität. Das ist menschlich und sollte eigentlich garnicht beanstandet werden….bringt eh nichts.

    Die von Dir angesprochene Vernachlässigung durch den Partner´, ist für mich nicht der alleinige Grund dafür. Es schwächt oder stärkt lediglich das Bedürfnis nach Bestätigung.

    Du wirst wahrscheinlich keinen Mann finden, der beim onanieren an seine Frau denkt. Das Neue, Unerforschte, Aufregende ist das was beim onanieren ausgelebt wird. Genau in diesem Bereich sollte die Freiheit innerhalb der Partnerschaft gewährt werden. Wenn Du 100%ige Treue sogar im Fantasie-Bereich verlangst, dann arbeitest Du bereits an einer Zeitbombe.

    Das sich Männer ständige Veränderung ihrer Partnerin wünschen, zweifle ich persönlich an. Männer möchte die Frau für die sie sich entschieden haben eigentlich in der Form in der sie war, als sie sich für sie entschieden. Meiner Meinung nach ist evtl. verlorene Leidenschaft nicht durch neue Techniken zu ersetzen, sondern durch Wiederbelebung der Leidenschaft.

  18. Das Gespräch, das sich aus dem Thema Onanie gerade entwickelt ist wunderbar!

    Ich finde genau wie Harti, dass Treue in der Fantasie vielleicht sein kann, aber in keinem Fall sein muss! Manchmal kann etwas Simples – sei es Fantasie-Fremdgehen – eine besonders schöne Erregung auslösen. Und so lange es nur Kopfkino ist, sollte jeder ganz frei und völlig ohne schlechtes Gewissen den Film wählen und geniessen können! Sex findet immer erst im Kopf statt! Sollte man irgendwann Lust kriegen, den anderen mit „ins Kino“ einzuladen kann man ja vorsichtig den „Filmgeschmack“ abchecken wie es Felix schon vorschlägt. Vielleicht stehen beide ja auf Krimi = Fremdgehen und man spielt demnächst verschiedene Rollenspiele. Kann ich nur empfehlen :-) Nebenbei entdeckt man dann Neues oder Unerwartetes.

    Im Alltag hat „Neues“ große Bedeutung. Wenn ein Paar, viel Zeit miteinander verbringt und alles nur zusammen macht, lebt es irgendwann wie Bruder und Schwester, ja, fast wie in Symbiose.
    Beziehung, Liebe und Sex aber, lebt von Bewegung und Entwicklung, wie Felix schon schrieb. Also, von immer neuen Inputs.

    Wenn beide Partner – jeder für sich – dafür sorgt, Dinge zu erleben, dann hat auch jeder was zu erzählen. Vielleicht spürt der Partner sogar, dass der andere „draußen“ noch gut ankommt! Und sieht die Beziehung weniger als Selbstverständlichkeit.

    Das leitet automatisch zu noch einem Faktor:
    Man sollte nie aufhören sich Mühe geben, sich für den anderen interessant zu machen! Weg mit der Jogginghose für beide! Und nebenbei bemerkt: Immer weiter KÜSSEN!
    Toll ist es auch, mit Weiblichkeit und Männlichkeit zu spielen. Und diese Gegensätze quasi zu „züchten“. Deswegen haben wir uns doch damals in den anderen verliebt!

    Sexualität braucht Pole, die dann ein Feuerwerk zünden können.

    Als letztes: Immer noch um den anderen werben. Vielleicht sogar wieder auf ein Date gehen. Es gibt viele Möglichkeiten sich gegenseitig immer wieder neu zu entdecken.

    Das wird jetzt aber ein Buch … Ich höre auf!

    „Die Fachfrau und der Mensch“

    P.S. Ich übe auch immer weiter!

  19. Ann-Marlene,

    es ist auch meine Meinung, dass es wichtig ist, sich für seinen Partner(nicht unbedingt für andere) attraktiv zu halten. Es gibt kaum etwas liebestötenteres als sich in der Partnerschaft gehen zu lassen. Wobei ich übrigens Frauen durchaus sexy finde, wenn sie nur mit einer Jogginhose bekleidet sind. Es ist viel schöner seine Fantasie dort kreisen zu lassen, als die klischeemässige Kleidung der Allgemeinheit als das „erotisch“ verkaufte StrapseStökelschuhPushupsFirlefansZeugs zu ertragen.

    Das mit dem werben, ist immer so eine Sache. Meist umwerben ja Männer die Frauen. Wenn das einmal mit Erfolg gelungen ist, dann sollte auch gut sein. Es wird geworben und darauf folgt die Entscheidung. Zeitgemässerweise, sollten Bewerbungen unbedingt von Beiden eingereicht werden, denn das Mittelalter ist überwunden. Wenn die Frau auf meine Bewerbung positiv reagiert, dann ist das nur die halbe Miete. Wenn die Frau mich im gleichen Maße umwirbt wie ich sie, dann ist es bereits eine Basis.

    Wie auch immer es sich gestaltet, ich bin halt der Meinung, dass eine gute und andauernde Partnerschaft nur durch absolute Gleichberechtigung leben kann. Beide sollten immer davon ausgehen, dass der Partner selbstverständlich den gleichen Wert hat wie ich selbst. Wenn Pole also die Sexualität erzeugen, dann sollten sie idealerweise von gleicher Stärke sein. Ansonsten brennt einer von beiden nur seine Raketen ab, während der andere nur die Abschussflasche ist.

  20. Moin

    Onanie – Masturbation = Selbstbefriedigung = krankhaft = abartig = zerstört das Rückenmark = macht blöde – usw. usw.usw. ….. ja richtig – völlig richtig – ABER leider nur bei Nichtanwendung der angeprangerten Tätigkeit !!!! ;-)

    Ist schon sehr faszinierend , solche Thesen zu hören oder zu lesen.
    Wer hat sich diese ausgedacht ? Wer hat etwas davon , solches zu verbreiten?
    Wem tut das Ausüben weh? Belästigt es andere in ihrem persönlichen Freiraum ? Oder ist es einfach Neid?
    Ist es nicht so , das die Sexualität eines , wenn nicht das Schönste in unserem Leben ist?
    Da unser Leben endlich ist , sollte man diese schöne Sache nicht so oft und häufig ausleben, wie es möglich ist?
    Übrigens .. es ist auch zu zweit eine schöne Sache – man muss nicht immer alleine sein dabei. :-)

    LG B.H.

  21. Jaaah!

    Geschrieben hat das Buch, aus dem ich vorlese, eine Ärztin, aber sie hat es sicher nicht selbst erfunden!

    Und Sie würden sich wundern, wie hartnäckig sich dieses Gerücht hält: „Onanieren ist schädlich!“

    Jede Woche habe ich Menschen in der Praxis, die sich selbst nicht gut kennen, weil sie nie onaniert haben. Zum Glück lässt sich das aber schnell ändern … Hausgabe: Onanieren! Gesagt! Getan! Sehr gut.

    Ann-M.

  22. Das letzte gesagte ist vermutlich volkommen richtig. Manchmal ist es so eine Verkettung von Gesagtem und Erlebtem, was uns denken läßt das Onanie nicht gut sei. Und das wird dann zu so einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung.
    Mit anderen Themen läufts häufig ähnlich.
    Das mit dem Haarausfall hab ich auch mal geglaubt.
    Und das war gar nicht einfach.

    Schöne Grüße Sven

  23. Die römisch-katholische Kirche brandmarkt Selbstbefriedigung als eine „in sich schwere ordnungswidrige Handlung“ (Katechismus der Katholischen Kirche, KKK, Nr. 2352), also Sünde. Lange Zeit führte sie als „Beweis“ die alttestamentarische Onan-Geschichte an. Onan jedoch vollzog gar keine Selbstbefriedigung, sondern Coitus interruptus, also Empfängnisverhütung. Er wollte seinem verstorbenen Bruder und dessen Witwe keine Nachkommen hinterlassen und verstieß damit gegen das jüdische Gesetz und das Gebot Gottes. Für seinen Ungehorsam wurde er von Gott mit dem Tode bestraft. SB kommt in der Bibel gar nicht vor. Die Meinung, SB sei Sünde, ist reine Willkür und biblisch nicht belegbar.
    Nach Erkenntnissen der heutigen Medizin, Psychologie und Sexualwissenschaft ist SB eine eigenständige und wertvolle Form der Sexualität. Der Sexualtrieb ist uns Menschen angeboren und wir behalten ihn ein Leben lang. Er ist nicht auf den ehelichen Geschlechtsverkehr beschränkt! Schon Embryos im Mutterleib berühren ihre Geschlechtsteile. Das beweisen Ultraschallaufnahmen. Für Jugendliche ist SB willkommene Triebabfuhr und Einüben ihrer Sexualität. Erwachsene können durch SB ihr Sexualleben bereichern, und für viele, vor allem Frauen, ist sie ein gutes Orgasmustraining. Sexualtherapeuten verordnen SB gegen Orgasmusprobleme und vorzeitige Ejakulation.

  24. Ich mag den Ton bei 1:41. :-)) Kenn ich von einer Website :)))) Süß
    Als ich den gehört habe, hab mich gewundert was los ist, da ich nur 5 min davor bereits offline gegangen war…. dann hab ich das Video zurückgespurt und…. :D witzig

    Inhaltlich: Onanieren ist gut! Man sollte aber vielleicht nicht übertreiben, denn sonst geht oft die Lust auf realen Sex weg.

  25. Ich wuerde gerne die Diskussion noch einmal entfachen; es gab hier sehr gute Beitraege u.a. von Harti, Deonia, Kathrin (mit und ohne h), Felix, Ann-Marlene und ganz besonders der Religionslehrer‘.

    Meine Eltern waren protestantisch, aber ich musste aus mangelnder Alternative im Jahre 1950 eine Katholische Grundschule besuchen und dort von Ostern bis Ostern den Katechismus auswendig lernen (ohne Noten zu bekommen). Das hatte meine Mutter so mit dem Lehrer vereinbart. Ich hatte sozusagen‚ Beobachter-Status‘. Wofuer ich heute ganz besonders dankbar bin. So konnte ich diese abartige Organisation und ihre menschenverachtende Doktrin aus naechster Naehe betrachten, ohne selbst Schaden zu nehmen.

    Im Alter von 14 ‚erwischte‘ ich mich, dass ich beim Onanieren auf der Toilette nach oben schaute und zu mir sagte: „Du tust hier etwas verbotenes und Gott kann es sehen, denn er kann durch alle Waende hindurchschauen.“ Darueber wurde ich dann so sauer ueber mich selbst, dass ich anfing mich mit dem Sinn von Religionen zu beschaeftigen. Nach 2 Jahren war dieser Prozess abgeschlossen und ich hatte mit ALLEN Religionen gebrochen (bis heute). Mir war klar geworden, dass sie nur auf Macht ueber Menschen aus waren. Sie wollten mir meine Sexualitaet erst wegnehmen, um sie mir dann scheibchenweise und nach ihrem Gusto teilweise zurueckzugeben. Ausserdem sah ich die Widersprueche zur Natur um mich herum. Waehrend bei den Katholiken Sex als unanstaendig, dreckig und moderig dargestellt wurde, sah ich in der Natur nur unschuldige Schoenheit. Die Katholiken konnten nicht Recht haben. Die Natur ist staerker.

    In den 80er Jahren sah ich mit Genugtuung, als Professorin Uta Rancke-Heinemann, Studienkollegin vom spaeteren deutschen Papst die Katholische Kirche massiv angriff und dafuer exkommuniziert wurde. Sie hatte sich u.a. gegen die Praxis der Beichtstuehle aufgeregt, in denen die ‚Suender‘ ueber ihre sexuellen ‚Verfehlungen‘ berichteten. Sie bezeichnete die Beichtstuehle als Brutstaetten des Kindesmissbrauchs. Und in den weltweiten sexuellen Uebergriffen der letzten Jahre von Priestern auf Kinder und Jugendliche, sehe ich mich in meiner Einschaetzung weiter bestaetigt.

    Zusammenfassend moechte ich sagen: Volle sexuelle Befreiung geht nicht ohne kritische Auseinandersetzung mit den Religionen. Sie sind es, die uns sexuell einengen, Schuldgefuehle einreden und Verklemmungen installieren wollen. Unsere Koerper gehoeren uns, nicht der Religion und was unser Koerper an Signalen sendet, Beduerfnisse artikuliert, das ist die reine Natur – und nur das ist wahr, sauber, korrekt, schoen und unschuldig.

    Henry

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