Von Vaginismus und Dilatoren: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr


Posted on Dezember 5th, by Felix in Doch Noch Blog, Doch Noch TV. 13 comments

Eine echte Erfolgsstory, zu dem schmerzhaften Thema „Vaginismus“, erreichte Ann-Marlene kürzlich per Mail. Was betroffene Frauen eventuell selbst tun können, sowie eventuelle Gründe für einen angespannten Beckenboden, erfahrt Ihr im folgenden Blog.





13 thoughts on “Von Vaginismus und Dilatoren: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

  1. Hallo Ann-Marlene,
    Ich finde deinen Blog wunderbar und gerade auch das Thema Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Ich habe eine Bitte an dich: Kannst du vielleicht auch noch etwas zum Thema Vulvodynie erzählen? Ich bin jetzt 30 Jahre alt und habe seit meinem ersten Geschlechtsverkehr mit 21 Schmerzen beim Sex. Bei mir ist es nicht so, dass ich zu wenig feucht werde, ich habe auch mehrfach mit Gleitgel herumexperimentiert, aber das hilft nichts. Auch die Anspannung per se ist nicht das Problem (generell geht das Einführen schon, es tut halt nur weh). Meine Schmerzen entstehen anscheinend nicht direkt durch die Muskulatur (also kein Vaginismus), sondern eher durch die sehr empfindliche Haut direkt am Scheideneingang. Irgendwann bemerkte ich, dass ich auch Schmerzen habe, wenn ich mich selber in diesem sehr begrenzten Bereich direkt am Vestibulum berühre, selbst wenn ich dabei praktisch keinen Druck ausübe. Die Haut ist dort einfach so empfindlich, dass es sich anfühlt, als würde man über eine ganz frisch verheilte Wunde streichen, es brennt und fühlt sich sehr gereizt an. Am schmerzhaftesten ist es aber beim Sex, wenn diese Region durch den Penis beim Eindringen und Hin- und Herbewegen permanent gedehnt wird, dann ist es ein ganz schrecklich brennend-stechender Schmerz. Der Frauenarzt findet aber keine körperlichen Probleme (höchstens eine ganz schwache Rötung).
    Irgendwann bin ich im Netz auf den Begriff vestibuläre Vulvodynie gestoßen und die Symptome, die dafür beschrieben werden, passen so stark auf mich, dass ich mich quasi selbst diagnostiziert habe. Alle Frauenärzte, bei denen ich bisher war, kennen diese Symptomatik aber gar nicht, es ist wie ein Anlaufen gegen Windmühlen. Dennoch gibt es sehr unterschiedliche Forschung zu dem Thema, z.B. die Ansicht, dass Frauen mit solchen Schmerzen vermehrte Nervenendigungen in den betroffenen Bereichen haben, also wirklich real mehr wahrnehmen und sich das nicht nur einbilden. Ich schreibe das alles hier, weil ich glaube, dass es noch viel mehr Frauen da draußen gibt, die mit so etwas leben müssen und niemanden finden, der ihnen zumindest einen Tipp gibt, in welche Richtung sie denken könnten. Kannst du vielleicht noch etwas dazu sagen? Welche Therapiemöglichkeiten es zum Beispiel gibt? Kennen Sexualtherapeuten diese Symptomatik? Was würde denn in so einer Therapie zum Beispiel für ein Ansatz in Frage kommen?
    Danke für deine tolle und erfrischende Art mit Sexthemen umzugehen!

  2. Liebe Juliane,
    danke für diesen Beitrag! Ann-Marlene findet das Thema sehr wichtig und wird einen eigenen Blog dazu drehen – allerdings kann das noch etwas dauern. Bis dahin könntest Du unter https://www.lilli.ch vielleicht noch mehr Information über Vulvodynie finden.
    Alles Gute und herzliche Grüße, auch von Ann-Marlene.

  3. Liebe Juliane,
    ich kenne die Problematik und sie ist bestimmt nicht selten. Viele Frauenärzte kennen die Symptomatik nicht oder sehen die Diagnose so spezialisiert, dass es auf keine Frau zutrifft. Du solltest schon versuchen, Dir deine Diagnose von ärztlicher Seite aus bestätigen zu lassen. Aber man kann immer schon vorher was machen.

    Da ich selber sehr lange nach Hilfe gesucht habe, hier nun ein kleiner Einblick in meine Erfahrungen: es gibt einige Therapien um die Schmerzen erträglicher zu machen. Allerdings sind diese Therapien an sich auch schmerzhaft, sehr langwierig und nicht immer einfach durchzuhalten. Daher würde ich auf jeden Fall empfehlen, es nicht alleine zu versuchen, sondern zu einem Sexualtherapeuten zu gehen. Man braucht einfach etwas Erfahrung und Unterstützung dabei.

    Was die Therapien angeht: es hat sich wohl eine Kombinationstherapie bewährt.
    Zum einen eine Gesprächstherapie als begleitende Maßnahme – die Therapeuten können aktive Tipps geben (da hilft vielleicht in DE der Hinweis von Ann-Marlene Henning zu der sexocorporel Methode – es braucht jemanden, der nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper behandeln kann/wird/möchte). Falls man in einer Partnerschaft ist, geht es zunächst darum andere nicht-penetrativen Formen der Intimität und Sexualität zu erforschen. Die eigentliche Behandlung beginnt mit einer vorsichtigen Erforschung deiner Vulva/Vagina. Da die Nerven das Problem sind – eine Überreizung – musst du regelmäßig die Berührung üben. Gleichzeitig aber alles meiden, was den Zustand im Alltag verschlimmern kann – keine Parfums oder Zusätze in Duschmitteln, keine Badezusätze, kein Fahrradfahren (nur Liegefahrrad) und keine zu engen Hosen tragen.

    Im zweiten Schritt kann mit Medikamenten gearbeitet werden – lokale Anästhetika z.B. – das hat bei mir aber nicht gut funktioniert, da ich allergisch darauf reagiert habe. Außerdem sind sie üblicherweise verschreibungspflichtig – also auf ärztlichen Rat hin anzuwenden.

    Drittens helfen auch die hier im Video erwähnten Dilatoren – mit ganz viel Gleitgel, auf Öl-Basis.Wie gesagt, Gewöhnung ist alles. Die Dilatoren möglichst ein bis zwei Mal täglich eine halbe Stunde ungefähr anwenden. Immer nur soweit wie es geht, eventuell mit den Fingern beginnen. Lilli.ch hat ein paar gute Tipps, aber die sind nicht immer leicht zu finden. Hangel dich durch die Schmerzartikel durch. Wichtig ist bei der Einführung immer das An- und Entspannen. Sobald es nicht mehr weitergeht, einfach eine Weile aushalten, dann vorsichtig auf gleichem Wege entfernen. Letzteres ist meiner Erfahrung nach das Schwierigste – man ist ungeduldig und möchte, dass es vorbei ist, aber zu schnell erzeugt wieder Schmerzen. Und immer mit einem Erfolgserlebnis enden (also später immer ein oder zwei Stufen zurückgehen, falls die schon besser klappen).

    Außerdem sollte man auch Entspannungsübungen machen, selbst wenn die Muskeln nicht das (Haupt-)Problem sind. Also mehrmals täglich im Sitzen und Stehen Beckenboden anspannen, halten und nach einer halben oder einer Minute wieder entspannen. Am besten lernt man dies bei einer Bio-Feedbacktherapie.

    So, das ist denke ich erstmal ein erster Anhaltspunkt. Ich überlege schon länger, wie man auf dieses Problem mehr Aufmerksamkeit lenken kann. Ganz wichtig fände ich Kontaktadressen von Ärzten und Therapeuten, die sich damit auskennen. Eine eigene „offizielle“ Webseite zu dem Thema wäre toll, allgemein mehr Aufmerksamkeit auch. Und vielleicht könnten die Krankenkassen die Vermittlerrolle übernehmen – die Ideen sind aber alle noch nicht ausgereift (meine ganz eigene Wunschliste an den Weihnachtsmann/-frau).

    Mir hat damals meine Ärztin zu einer Sexualtherapie geraten, da ich ja aus ihrer Sicht körperlich keine Problem habe/hatte. Somit habe ich den Sexualtherapeuten quasi als Psychotherapeuten aufgefasst – dies stimmt aber nicht, zumindest nicht allein. Lass Dir aber nicht einreden, dass du Dir die Schmerzen nur einbildest. Es gibt eine körperliche Ursache, aber sie lässt sich weder einfach nachweisen, noch ist bekannt wodurch sie erzeugt wird. Allerdings stehen Operationen, Pilzbehandlungen und ähnliches im Verdacht, Vulvodynie zu erzeugen oder zu verstärken. Und ganz egal warum, du hast Schmerzen und brauchst auf jeden Fall qualifizierte Hilfe. Viel Glück bei der Suche! Eines ist auf jeden Fall sicher, es kann und wird besser werden. Und falls noch Fragen sind, ich schaue demnächst noch mal vorbei – auf den speziellen Beitrag von Frau Henning freue ich mich jetzt schon.

  4. Hallo Ann-Marlene,
    danke, dass du aus meinem Kommentar einen Beitrag gemacht hast. Ich bin der Meinung, dass über das Thema Vaginismus noch viel zu wenige Leute reden und dass es viel zu wenige Informationen darüber gibt, wenn selbst viele Gynäkologen nicht darüber Bescheid wissen. Mein Problem war damals nämlich, dass ich einfach noch nie etwas von Vaginismus gehört hatte und meistens Vaginismus im Zusammenhang mit psychischen Problemen genannt wird, was mich zuerst abgeschreckt hatte, mich damit zu beschäftigen. Ich persönlich kann sagen, dass man nicht unbedingt schlimme psychische Erlebnisse gehabt haben muss, um Vaginismus zu bekommen. Darauf wollte ich nochmal hinweisen, da viele Betroffene sofort zum Psychologen geschickt werden. Meistens funktioniert die Therapie aber nur, wenn sie in Verbindung mit Entspannungsmethoden und den Dilatoren stattfindet. Man kann das Problem auch ohne Therapie lösen, wie mein Bespiel zeigt, die Gründe, warum man Vaginismus hat, sind eigentlich nicht wichtig für die Behandlung. Bis heute ist mein Beckenboden noch sehr angespannt, der Unterschied ist einfach, dass ich nun weiß, wie ich ihn entspannen kann. Mir hat außerdem das Buch von Claudia Amherd „Wenn die Liebe schmerzt“ sehr viel geholfen.
    Von mir ist eine Last gefallen, als ich einfach wusste, was mein Problem ist. Es ist sehr schlimm nicht zu wissen, was mit einem los ist. Deshalb hoffe ich, dass durch deine Beiträge vielen Frauen und Männern mit ihren Problemen geholfen werden kann.

  5. Vielleicht kann Johanniskraut-Öl helfen? Es wärmt und entspannt die Haut. Die Hebamme hat es mir zur Geburtsvorbereitung empfohlen, zur Damm-Massage, und es hat gut geholfen. Ich kann mir vorstellen, dass es auch gegen Vaginismus und Vulvodynie helfen könnte.
    @ Ann-Marlene, Dein Blog ist toll. So viele gute Infos zu einem immer noch heiklen Thema. Und Du bringst sie echt entspannt und unverkrampft rüber. Ich wünschte, es hätte Dich schon viel früher gegeben! Und auch Kameramann Felix. Es macht Spaß Euch zuzuhören. Alles Gute weiterhin!

  6. Hallo Frau Henning,

    toll, dass es jetzt zu diesem Thema einen Blog gibt. Ich war bis vor ein paar Jahren selbst vom Thema betroffen und auf Dauer so verunsichert, dass ich, da ich mit 22 Jahren immer noch Jungfrau war, auch Angst hatte, eine neue Pqrtnerschaft zu beginnen.

    Damals bin ich dann, nachdem auch meine Frauenärzte nichts mit dem Thema Vaginismus anfangen konnten, zu einem sehr teuren Spezialisten gegangen. Es stellte sich dort schnell heraus, dass ich zum Glück nur eine leichte Form des Vaginismus hatte und ich bekam ein Privatrezept für einen Blasebalg, mit dem eigentlich sehr kleine Frauen vor ihrer ersten Geburt üben können, die Scheide noch mehr zu weiten. An diesem kleinen Ballon, den ich in mir auf eine aushaltbare Größe aufpumpen konnte, war eine Art „Druckanzeige“, die sich einerseits erhöhte, wenn man den Ballon weiter aufbließ, andererseits aber auch, wenn man von außen auf den Ballon drückte. Mit dieser „Druckanzeige“ konnte ich nach einiger Zeit zumindest den Druck um einiges abbauen und konnte dann mit meinem nächsten Freund auch endlich schlafen.

    Bis heute ist es so, dass mir das Eindringen in 70% der Fälle wehtut, danach muss ich sehr bewusst „loslassen“ und dann ist der Sex danach sehr unproblematisch. Leider ist mir jedoch aufgefallen, dass ich bei immer weiter zunehmenden Entspannung nicht mehr ansatzweise so einfach zum Orgasmus komme wie früher. Das ist spannenderweise sogar bei der Selbstbefriedigung so und mir kommt es immer anstrengender vor, die nötige Spannung aufzubauen (das bedeutet besonders bei „hochfrequentem Sex, also einem schnellen Rein-raus sehr viel anstrengende Konzentration). Deshalb direkt nach dem Erfahrungsbericht auch direkt eine Frage: kann man auch ohne diese Anspannungblernen, zum Orgasmus zu kommen? Das wäre spitze ☺

    Und nun noch für meine Leidensgenossinnen: das oben beschriebene Produkt heißt Epi-No Plus und ist glaub ich frei verkäuflich. Obwohl ich kie Dilatoren benutzt hab, kommt mir diese Methode sinnvoller vor!
    Und noch ein Trostpflaster: Ist euch schonmal aufgefallen, was für einen tollen flachen Bauch man durch dieses ständige Anspannennhat? vielleicht stimmt das nicht, aber ich sehe da bei mir heutzutage nen Zusammenhang ☺

    Allerliebste Grüße!

  7. Sehr geehrte Frau Henning,

    ich bin über die letzte NDR-Talkshow auf Ihre ZDF-Serie und Ihre Bücher sowie jetzt auf diesen Blog Ihrer Homepage gestoßen. Herzlichen Dank für Ihr lebens-notwendiges Engagement!

    Ich leide offensichtlich seit ca 24 Jahren an Vaginismus. Seit fast 26 Jahren bin ich in einer festen Partnerschaft. Die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr tauchten plötzlich einige Monate nach einer Konisation auf. Bis dato hatten mein Lebenspartner und ich regelmäßigen, abwechslungsreichen, überwiegend lustvollen und leidenschaftlichen Sex, bei welchem ich allerdings nicht zum Orgasmus kam.

    Dies gelang und gelingt mir nach wie vor nur durch die Masturbation – auch ohne Schmerzen im vaginalen Bereich.

    Da mein Partner mir nicht weh tun wollte, zog er sich mehr und mehr zurück – er ist 10 1/2 Jahre älter als ich, beruflich extremst eingespannt und arbeitet und lebt inzwischen mehrere 100 Kilometer entfernt.

    Unsere Partnerschaft hat viele Höhen und Tiefen erlebt, doch letztlich lieben wir uns und halten zusammen. Nur die gemeinsame Sexualität liegt seit dem – zugegeben: bereits viel zu früh und sowieso viel zu lange – brach. Nun kommt unser mittleres bis fortgeschrittenes Lebensalter hinzu und die Lust ist bei beiden merklich abgeebbt, wenngleich wohl bei beiden noch nicht versiegt – aufeinander allerdings schon viel mehr als generell.

    Bei meinen Gynäkologinnen kam und komme ich mit dem Thema „Vaginismus“ nicht zum Zug – das Einzige, was sie entgegenkommender Weise tun, ist, mich gelegentlich mit einem kleineren Spekulum vorsichtiger zu untersuchen, wenn sie den Abstrich nehmen.

    Auch meine Psychotherapeutin (ich bin zugleich Psychiatriepatientin) vermag mir diesbezüglich keinen Rat zu geben – außer, dass sie sieht, wie eng gerade bei mir Körper und Seele miteinander verknüpft sind (Anfang des 20. Jahrhunderts entstand im Rahmen der ersten ganzheitlichen Strömungen in der Pädagogik, im Sport etc auch die Vorstellung von und der anschauliche Begriff der „Körperseele“, so dass sie mir empfiehlt, lieber – auf quasi enthaltsame Art und Weise – meinem Partner treu zu bleiben, da er mich psychisch stabilisiert, als anderweitig Sexualpartner zu suchen, was ich bereits versuchte, die meine langjährige gute und stabile Partnerschaft gefährden und mich seelisch-emotional zerreißen.

    Das Vaginismus-Problem wäre dadurch, wie ich einmal ansatzweise erlebte, wohl auch nicht gelöst.

    Was mir positiv auffällt ist, dass, sodenn mein Partner und ich wirklich einmal entspannt freie Zeit miteinander verbringen und genießen können, was sehr sehr selten vorkommt, unsere Umgangsweise vom Grundtenor her wieder zärtlicher wird.

    Dennoch unter all unseren nicht leichten Lebensumständen uns bei den wenigen Begegnungen, die sich – zumindest derzeit – nur schwer von der Anzahl erhöhen lassen, uns einfach und ad hoc fallen zu lassen und uns hinzugeben, ist so gut wie nicht möglich…

    Daher warte ich momentan tatsächlich darauf, dass er mit mir gesundheitlich bedingt Frühberenteten in einigen Jahren in seinem Ruhestand endlich den Weg zu mehr Gemeinsamkeit findet, sodenn dies dann überhaupt noch möglich sein kann.

    Ich sehe also summa summarum meinen Vaginismus auch auf dem Hintergrund all unserer widrigen Lebensumstände begründet, gebe aber die Hoffnung auf zukünftige Erleichterung bzw Erlösung nicht auf, weil ich genau weiß, was ich an meinem Lebenspartner habe und dass mir dies kein anderer bieten kann.

    Liebe Grüße

    P.S. Danke für Ihre (auch Literatur-)Tipps sowie für die anderen Beiträge der Blog-Teilnehmer.

  8. Nachtrag:

    Bei meinem ersten „fast richtigen“ Geschlechtsverkehr machte ich wunderbare Erfahrungen mit dem Cunnilingus meines damaligen Partners. Das zärtliche, vorsichtige und behutsame Spiel mit seiner Zunge in meiner Vagina empfand ich als wunderbar feinfühlig stimulierend. Daher kann ich mir sehr gut vorstellen – obwohl ich es mit meinem jetzigen Partner bislang nie praktiziert habe, weil wir auch gerade wegen meiner Vaginismus-Probleme sehr zurückhaltend bis enthaltsam wurden, obwohl wir vorher den „richtigen“ Koitus selbstverständlich ausübten -, dass der Cunnilingus für viele von uns Betroffenen eine phantastische Alternative darstellen kann.

    Und schon bin ich quasi „ganz von selbst“ auf eine „Problem-Behebung“ gekommen… :-D

    Liebe Grüße

  9. Hier ein etwas ungewöhnlicher, aber ebenfalls effizienter Tipp:
    Ich bin 66 und habe Sex mein Leben lang genossen. Dann aber kam es zuletzt zu einer „Zwangs-Pause“, weil mein Partner, von dem ich nach 9 J. jetzt (vor allem aus anderen Gründen) getrennt bin, komplett impotent war.
    Als ich dann endlich Gelegenheit war, eine alte und sehr sinnliche Liebe wieder aufzufrischen – Peng – da ging das, was vorher so viel Spaß gemacht hatte, einfach nicht mehr! Schmerzen! Vaginismus,
    wie sich herausstellte!
    Der Rat einer Freundin kam mir da gerade recht: „probiers doch mal mit so einer kleineren Sorte Gurke, mit Zucchini, Möhren“…
    Gesagt, getan … Manchmal greift Frau im Notfall halt auch zu Strohhalmen. Und siehe da – üben kann man den Koitus (für sich allein) ja auch mit Gartenfrüchten, vorher geschält und in warmem Wasser angewärmt – und gleitfähig gemacht mit Targan- oder einem sonstigen geeigneten Öl/Gleitmittel. So bin ich mit ungewöhnlichen Mitteln jetzt auf einem ziemlich guten Weg – und es wird zu-se-hends besser!

  10. Wow, dieser Blog ist echt klasse. Ich bin Betreiberin eines Orion Erotkfachgeschäftest und seit gut 13 Jahren habe ich immer wieder Frauen mit Problemen die sich mir anvertrauen. Da ich aber weder medizinisch oder psychologisch geschult bin, weiß ich oft nicht was ich raten, oder wie ich helfen soll. Manche glauben, ich muß doch Expertin auf diesem Gebiet sein. Durch den Austausch hier habe ich viel gelernt, was ich nun an meine oft verzeifelten Kundinnen weiter geben kann.Danke und weiter so!

  11. Hallo!

    Ich hab in einem Kommentar von 2013 gelesen, dass es zum Thema Vulvodynie ein Video geben wird. Gibt es das nun mittlerweile? Ich kann es mit dem Suchfeld leider nicht finden. Das Thema würde mich sehr interessieren, da ich vermute selber betroffen zu sein…

    DANKE!

  12. Hallo!

    Das Problem kenne ich auch und schleppe es schon jahrelang trotz Beziehungen mit mir herum und hoffe, dass mir bald geholfen werden kann. Ich war vorhin auf der Website http://www.vaginismus-besiegen.com und hab mir erstmal solche Dilatoren geholt….werds erstmal damit probieren. Bin zumindest froh, dass ich nicht alleine bin.

    Liebe Grüße,

    C.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Mein Blog »

Aktuelle Beiträge rund um Themen wie Männer und Frauen, Sexualität sowie Aufklärung finden Sie in meinem Sexologie-Video-Blog. Über Ihre Themenwünsche und Kommentare freue ich mich – Sie können sie gern auch anonym einreichen. Zum Blog »

Seins Momente
"Seins Momente" von Verena von Harrach: Ein kleines Büchlein zum Aufblättern und Zulassen. Ann-Marlene hat es buchstäblich erwischt, aber seht selbst.
Kondom-Fragen 3. Teil
Vorhang auf für den letzten Teil unserer Kondom-Fragerunde mit Gummi-Experte Marco!
Kondom-Fragen 2. Teil

Ihr stellt Fragen rund ums Kondom und unser Kondom-Experte Marco antwortet. Und auch die Sexologin ist begeistert von den tollen Fragen. Eines ist sicher:...

Kondom-Fragen 1. Teil

Vor einiger Zeit haben wir Euch gebeten, uns Eure Fragen zum Thema „Kondome“ zu schicken.
Vielen Dank erst einmal an alle, die dieser Bitte...

BDSM mit Maxim Barchand die 3te

Vorhang auf für den dritten Teil „BDSM mit Maxim Barchand“, heute mit dem Thema „Spanking“! Um so einen Flogger richtig schwingen zu können, braucht...

DOCH NOCH – Das Spiel

Einige von Euch haben vielleicht schon in Ann-Marlenes Newsletter von dem erotischen Kartenspiel gelesen, das Ann-Marlene und „ihre Jungs“ realisieren wollen. Hier könnt ihr...