Verlangen und sexuelles Verhalten gegenüber dem Partner


Posted on August 15th, by Felix in Bücher, Der Tägliche Umgang, Doch Noch TV, Liebes-Techniken. 13 comments

Wer hat wann, warum und wieviel Verlangen? Gibt es Mehr- und Wenigwoller? Wenn ja, was resultiert daraus?

Fragen über Fragen … Schnarch …

Nein, ich meine damit nicht, dass ich hier beim Schreiben gleich einschlafe! Ganz im Gegenteil – „Schnarchen“, bzw. Schnarch macht müde Männer (und Frauen) munter.

Wie? Schaut es Euch einfach an!





13 thoughts on “Verlangen und sexuelles Verhalten gegenüber dem Partner

  1. Verlangen bei Frau und Mann – Verstehen und Akzeptieren

    Meines Erachtens und ich kennen nun keine aktuellen Zahlen der Forschung, ist es doch eines der größten Probleme, warum Beziehungen auseinandergehen. Das Verlangen seitens der Partner wird nicht beachtet oder thematisiert. Selbst im Freundes- und Bekanntenkreis verließen viele Männer ihre Frauen. Warum? Weil eine neue Partnerschaft aufregend ist, neu und prickelnd! Mir sagte einmal ein Mann, mitte 30:”Wenn meine Frau mal wieder so wäre wie am Anfang…” Da haben wir einen Grund! Die Beziehung schläft ein, aber keiner traut sich etwas zusagen! Wie oft kommt es schätzungsweise vor, dass der Mann zu seiner Frau sagt: Schatz, bitte besorg es mir mal schnell oral oder lass mich kurz auf deine Brüste onanieren! Die Schamgrenze und die tägliche innere Vertrautheit hindern oftmals dieses auszusprechen. Klar, dass es für den Mann einfacher ist, sich eine andere Frau zu suchen! Obendrein bemerkt kaum ein Mann, dass sein Bierbauch über die Jahre nicht viel zum Verlangen der Frau beigetragen hat! Männer MÜSSEN lernen, Frauen in Ihrem Wesen und ihrer Sexualität zu verstehen, auch wenn es schwer fällt und oftmals unverständlich ist! Frauen sollten ebenso versuchen, die Gedanken des Mannes zu verstehen. Dies gelingt jedoch nur, wenn eine Partnerschaft auf Vertrauen, Ehrlichkeit, Schamlosigkeit und völliger Offenheit basiert. Probierts aus! Wir sind alle nur Menschen! In diesem Sinne!

  2. Man kann alles Mögliche versuchen in Gang zu setzen innerhalb einer Partnerschaft….so wie Du es auch beschreibst. Aber am Ende bleibt doch das wahre natürliche Verlangen nach einem “neuen” Menschen der deutliche Sieger.

  3. Ich habe das wahre natürliche Verlangen nach meinem “alten” Partner. Alleine der Gedanke mich auf jemand neuen einzustellen, alles nochmal zu durchleben und erst kennzulernen (hoffentlich passt es!) turnt mich ab, macht mich müde. Bei mir ist mein aktueller Partner der deutliche Sieger mit dem ich immer schlafen kann, auf den ich fast immer Lust habe! Erregen tut jeder immer sich selbst, nicht der Partner. Man erregt sich am Partner, nicht der Partner erregt einen.
    Ann-Marlene

  4. Wenn dem Wenigwoller das Initiative ergreifen überlassen wird, hätte der Mehrwoller ja nicht das Problem des sich zurückgewiesen fühlens…allerdings funktioniert das wohl nur, wenn der Mann der Wenigwoller ist, sofern man die Katze-Maus-Spielregeln in Partnerschaften für wichtig hält…

    Was mich aber sehr interessieren würde, ob es Erfahrungswerte o.ä. gibt, die sagen, wie häufig sexuelles Verlangen natürlicherweise bei Männern/Frauen auftritt wenn keine Störfaktoren wie z.B. Stress im Job, Probleme in der Partnerschaft, ungünstige Erziehung, Schwangerschaft, Medikamenten-/Pillen-Nebenwirkungen, Krankheiten oder sonstwas vorliegen. Kann natürlich sein, dass es individuell sehr verschieden ist, aber am Anfang der Beziehung ist das Verlangen wohl auch recht ähnlich oder gleich, also könnte es ja auch sein, dass das Verlangen auch weltweit in jeder Beziehung gleich wäre, wenn da nicht diese Umwelteinflüsse wären – oder?
    Also wie oft “Wenigwollen” deutet auf irgendwelche Problem hin?
    Und welche Erfahrungen habt ihr anderen Blog-Kommentar-Leser gemacht?

    LG Kiwi

  5. Hallo zusammen,

    ich weiß, der Blog-Beitrag ist schon recht alt, ich bin allerdings jetzt erst darauf gestoßen .

    Ich habe erst einmal bei Amazon Teile des Buches mit ‚Blick ins Buch‘ quer gelesen.

    Ich muss gestehen, die Sprache, die der Autor nutzt, ist manchmal für mich verwirrend. Vielleicht auch, weil es anscheinend eine Übersetzung ist, oder ? Die Namen seiner Klienten legen bei mir die Vermutung nahe.

    Wahrscheinlich möchte der Autor wichtige Aspekte rüberbringen, allerdings erscheint mir seine teilweise ‚wissenschaftliche‘ Schreibweise manchmal als ‚Blendwerk‘, anstatt einfach Leser freundlicher zu schreiben. Wäre der Text für mich verständlicher geschrieben, würde ich mir vielleicht sogar das Buch kaufen. Die Textpassagen, die man so lesen kann, schrecken mich eher ab, obwohl die Aspekte, die ich verstanden habe, für mich interessant erschienen.

    Naja, man kann es nicht jedem recht machen ;-)

    LG Toni

  6. Ich bin eindeutig die „Wenigwollerin“. Schnarchs Buch habe ich gelesen, war davon jedoch wenig begeistert. Am Anfang gibt es noch viele interessante Erklärungen, die ich durchaus nachvollziehen kann. Aber leider habe ich für meine eigene Partnerschaft keine Lösungsansätze gefunden. Später wird mir das Buch auch einfach zu vulgär! Die detaillierten Beschreibungen der Paare erschienen mir doch sehr unglaubwürdig. Er schreibt ja, als wäre er dabei gewesen. Also meine Erregungskurve nahm im Verlauf des Buches eindeutig ab. ;-) Und Hilfe konnte es mir nicht bieten.

  7. Ich bin total froh, dass Schnarch seine Erfahrungen in seinen Büchern aufgeschrieben hat, denn das Geld für den Bibliotheksausweis kriegt man auch als Studi schon irgendwie zusammen.

    Mein Freund und ich haben begonnen, das Buch zusammen zu lesen. Ich hatte schon vorher die ersten gut 100 Seiten durch, aber beim langsameren, gemeinsamen Lesen von nur dem Beginn des 2. Kapitels und dem Teil über die 4 Aspekte und vor allem durch das Darübersprechen konnten wir unsere Beziehung und unser Verhaltensmuster schon besser einordnen. Und ich glaube, es wird uns noch viel helfen.

  8. Lieber Toni!

    Ich muss dir leider Recht geben. Das Schnarch-Buch ist eh kompliziert (wissenschaftlich) geschrieben und dann auch noch knöchrig übersetzt! Also nicht für jeden geschrieben. Und nicht zum entspannen. Gut, dass du vorher bei Amazon geschaut hast.
    Wenn man das Buch aber wirklich liest, lernt man was, es kommt einem aber vor, wie ein „Studium“ = Anstrengend!
    Für mich als Therapeutin ein MUST HAVE. Für andere zum Glück FREIE WAHL.

    Danke für deine Meinung!

    Ann-Marlene

  9. Das finde ich auch, es ist tatsächlich kompliziert.

    Ich habe fast das ganze Buch gelesen (aber auch einiges quegelesen) und bin bei vielen Themen nicht sicher, was er meint, zB. wie man konkret „den Geist des aderen spiegelt,“ oder was genau selbst- oder fremdbestätigite Intimität ist.

    Bedeutet Intimität vielleicht „einfach“ sich selbst gegenüber ehrlich sein, also zu zeigen oder sich dessen bewusst zu sein, was man im Moment fühlt?

    Kann mir da jemand weiterhelfen?

  10. Ich bin total froh, dass ihr diesen Block über diesen genialen Menschen gedreht habt und habe dann auch einiges von ihm gelesen und auf seiner Homepage die Interviews gehört. Die Übersetzung (Intimität und Verlangen) fand ich aber auch nicht leicht zu verstehen… vielleicht ist die neue Auflage besser? Das ältere Buch „die Psychologie sexueller Leidenschaft“ lässt sich angenehm lesen, ist zwar auch wissenschaftlich aber gut formuliert.

    @Lina
    wenn ich mich richtig erinnere ist:
    fremdbestätigte Intimität, wenn der Partner durch Komplimente o.ä. einem bestätigt wie „toll“ man ist und sich davon abhängig macht in seinem Selbstwertgefühl.

    und selbstbestimmte Intimität, wenn man sich auf die eigenen Füße stellt und den Halt, die Bestätigung in sich selbst sucht und findet und man dadurch nicht so leicht aus dem eigenen seelischen Gleichgewicht gerät, falls mal kein Kompliment von anderen kommt oder gar Kritik.

    LG

  11. danke Kiwi!

    Vielleicht hast Du auch noch eine Idee, wie Du das Spiegeln so einfach und anschaulich erklären kannst? Das wäre super.

  12. Hallo Lina,

    das wusste ich jetzt nicht mehr, habe aber eben noch ein bisschen auf google books in „Intimität und Verlangen“ nachgelesen und damit ist wohl gemeint, wenn man das Verhalten des Anderen beobachtet und dann quasi die Gedanken und Beweggründe an dem was er/sie tut abliest, wie Gedankenlesen oder Körpersprache lesen. Und das soll am besten funktionieren, wenn man bereit ist auch unangenehme Gefühle zu ertragen, also da ganz ehrlich zu sich selbst sein kann…

    LG

  13. Ein Aspekt, der hier zu kurz kommt, ist das bloße Hinhalten des eigenen Körpers. Oft ist es doch so, dass der Wenigwoller seinen Körper zur Triebabfuhr des Vielwollers hinhält. Bzw. bei uns den muslimischen Familien ist die sexuelle Verweigerung gegenüber dem Ehepartner sowieso verboten. Außer man hat Schmerzen oder ähnliches.

    Ich vermute, dass es bei vielen Paaren auch so ist.

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