Aids und Engel

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Bevor wir zu dem 3ten, und letztem Beitrag der Reihe „Sex im Alter“ kommen, möchten wir uns noch einem, gerade mal wieder aktuellem Thema widmen: Aids.

Nadja Benaissa, von den „No Angels“ hat in dieser Sache ja dem Band Namen alle Ehre gemacht – wahrlich kein Engel, die Gute. Wir fragen uns, ob eine Bewährungsstrafe hier wirklich angemessen war und das Urteil nicht härter hätte ausfallen müssen. Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) hingegen hält das Urteil für zu streng, meint, es schade der HIV-Prävention.

Ganz ehrlich, deren Argumenten können wir nicht folgen und meinen, dass es Pflicht für jeden Infizierten ist, der von seiner Infektion weiß, vorbeugende Maßnahmen zu treffen und den Partner zu warnen. Wir empfinden das nicht als diskriminierend, sondern als eine Selbstverständlichkeit!

Das sich ansonsten jeder, grundsätzlich immer selbst schützen, – und auf ein Kondom bestehen muss, ist noch eine ganz andere Sache und sollte spätestens jetzt jeder kapiert haben.

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13 Kommentare zu „Aids und Engel“

  1. Das Gericht hat so entschieden, nachdem es alle relevanten Umstände zu dem Fall betrachten konnte. Diese genaue Umstände zum Fall Nadja Benaissa kennen wir nicht, deswegen können wir das Thema nur grundsätzlich erörtern.
    Das aufhängen des Themas an der Person Nadja Benaissa, ist aus diesem Grunde nicht fair!
    Ich persönlich habe vertrauen in die Gerichttsbarkeit hier im Land und halte nicht so viel davon Personen nochmals an den Pranger zu stellen, die bereits verurteilt und bestraft sind.

    1. @Harti:
      Da gebe ich Dir in einem Punkt Recht – was das an den Pranger stellen bereits verurteilten Personen anbelangt – aber in diesem Fall sieht die Sache doch wirklich etwas anders aus.
      N.D. musste nun mal erwähnt werden um den thematischen und aktuellen Bezug her zu stellen, zumindest im Text. Wir wollen niemanden an den Pranger stellen und der Nicht-Engel wird im Film dann auch nicht erwähnt.
      Und, ich bin in keinster Form mit den Statements der DAH einverstanden, die sich nun mal an diesem Prozess, bzw. dem Urteil gegen N.D. orientieren.
      Die DAH ist der Meinung, N.D. hätte frei gesprochen werden müssen weil HIV Infizierte, die wissentlich kein Kondom benutzen, generell nicht mehr oder weniger Schuld an der Ansteckung eines, vorher nicht infizierter Mensch haben, der auch kein Kondom benutzt. Beide wären in gleicher Form verantwortlich für die Sicherheit. Zudem würde das Urteil die Aids Prävention behindern.
      Das sehe ich wirklich komplett anders und meine, eine Strafe zu verhängen war zumindest mal berechtigt. Ob diese nun tatsächlich berechtigt und zu hoch oder zu niedrig war, muss unbedingt diskutiert werden dürfen.
      Wir haben hier nur die verschiedenen Meinungen angeführt und hoffen auf regen und auch erhellenden Meinungsaustausch.

      Ach ja, auch wenn ich den deutschen Gerichten im Großen und Ganzen durchaus vertraue, wird mich das nicht daran hindern, sehr laut zu protestieren, wenn mir ein Urteil nicht gefällt – was hier aber gar nicht der Fall ist. Wir fragen trotzdem mal nach, wie das Urteil und dessen Höhe von unseren Usern beurteilt wird.

  2. Drei Umstände sind es m. E., die dazu führen, dass immer wieder eine Ansteckungsgefahr bei AIDS ausgeblendet wird:
    1. Es ist in der Gesellschaft immer noch unanständig, über sexuelle Belange zu reden. Viele Männer „vergnügen“ sich mit Huren, aber angeblich ist Treue für sie eine unverzichtbare Tugend. Bigotterie ist Trumpf!

    2. Für das Gros der Männer ist Verhütung von was auch immer reine „Frauensache“. Im Gegenteil, sie bestehen oftmals darauf, ungeschützt Sex haben zu dürfen, weil angeblich ihre Lust unter Kondomen leidet. Frauen können keine Kondome benutzen, höchstens ihr halbes Leben lang Hormone zur Schwangerschaftsverhütung schlucken.
    Da fragt Frau sich, welcher Stellenwert höher ist, der der LUST oder der der Frau als MENSCH ?!?!

    3. Es ist tief in die Köpfe von vielen Menschen eintätowiert, dass Aids hauptsächlich Schwule bekommen. Das hat den Igitt-Faktor und damit befasst man(n) sich nicht.

    Zum Fall Benaissa meine ich, dass die Dummheit und Ausgrenzungsbereitschaft der Gesellschaft der Hauptgrund dafür war, dass sie ihre Ansteckungsgefahr verdrängt hat, und dass auch Alkoholkonsum eine Rolle gespielt hat.

    Ihre Schuld ist deshalb nicht geringer, denn es war fahrlässige Körperverletzung.

    Fakt ist aber auch: Ein Band-Betreuer, der sicher nicht für diese Art Betreuung angestellt war, geht „ungeschützt“ mit einer ihm anvertrauten Person ins Bett.

    Wer diese Branche kennt, weiß, dass das Angebot an hübschen Mädels groß ist und oft Party gemacht wird, bei dem Alkoholkonsum nicht zu kurz kommt.
    Gelegenheiten für kurze sexuelle Abenteuer sind also reichlich vorhanden.

    Der Bandbetreuer geht weder regelmäßig zum Arzt, um sich auf HIV testen zu lassen, noch benutzt er Kondome. Er macht es wie sehr viele Männer die denken, es träfe sie ganz bestimmt nicht.
    Nur durch Zufall erfährt er von der HIV-Infektion Benaissas.

    Frage: Was wäre, wenn dieser Mensch HIV-positiv gewesen wäre?

    Wer härtere Strafen fordert, muss diese eigentlich auch grundsätzlich für Sex ohne Kondombenutzung fordern, wenn er nicht zwischen festen Partnern stattfindet.

    1. „Wer härtere Strafen fordert, muss diese eigentlich auch grundsätzlich für Sex ohne Kondombenutzung fordern, wenn er nicht zwischen festen Partnern stattfindet.“

      Ich weiß nicht, – irgend wie ist es aus meiner Sicht schon etwas anderes, wenn jemand definitiv weiß, dass er anstecken könnte. Das heißt für mich allerdings auch, das jemand, der z.B. oft ungeschützten Sex mit wechselnden Partnern hat auch davon ausgehen müsste, selbst wenn er keinen Test gemacht hat.
      Ich bin fast sicher, wir werden noch erleben, dass sich die Gerichte mit genau dieser Thematik noch beschäftigen werden. Alleine schon deshalb, weil viele Menschen vielleicht meinen, es ist besser keinen Test zu machen um nicht juristisch, als „Wissender“ belangt werden zu können.
      Übrigens eines der Argument der DAH gegen das Urteil, was ich nicht so falsch finde, obwohl ich für eine Verurteilung war und bin.

  3. Ich will mich daran jetzt auch nicht aufhängen Felix. Es geht mir nur darum, dass es einen Unterschied gibt zwischen eine Person erwähnen um einen aktuellen Bezug herzustellen und einer suggestiven Einleitung wie diese:

    „Nadja Benaissa, von den “No Angels” hat in dieser Sache ja dem Band Namen alle Ehre gemacht – wahrlich kein Engel, die Gute.
    Wir fragen uns, ob eine Bewährungsstrafe hier wirklich angemessen war und das Urteil nicht härter hätte ausfallen müssen. “

    Zur Sache des leichtferigen Umgangs mit dem Erreger: Natürlich würde jeder sagen, wenn er weiß das er AIDS hat, dann würde er niemand anderen damit anstecken wollen. Das funktioniert so wohl auch überwiegend. Jedoch sind wir alle nur Menschen und unter z.B. Alkoholeinfluss, passiert immer eine ganze Menge die normalerweise nicht passieren würde.
    So wie Du es in Deinem Eingangs-Statement suggerierst, müßte jeder HIV-Positive ab sofort in der Lage sein eine super verantwortungsbewusste Haltung einzunehmen, in der er ab sofort jeden seiner Schritte dreifach überdenkt. Dieser Herausforderung sind die meisten Menschen allein intellektuell schonmal nicht gewachsen.

  4. Hi, da möchte ich doch auch ein wenig zu sagen…

    ob das Gericht richtig oder falsch entschieden hat will ich nicht beurteilen. Dazu habe ich nicht die Informationen die das Gericht hat und auf Basis was die Presse schreibt sollte nicht gerichtet werden….das reicht wenn dass die Medien selbst machen.

    Der Bericht gefällt mit in Sachen Übertragungswege und Prevention…alle richtig…auch das schnelle Vergessen nach irgendwelchen Aktion ist richtig…und daher ein guter Hinweis.

    Leider fehlt mir in einigen Begrifflichkeiten die Genauigkeit:
    Mit AIDS ist der Krankheitsstatus defniert wenn bestimmte Parameter im Körper nicht mehr passen….das Imunsystem funktioniert nicht mehr und oportunistische Krankheiten treten auf. Das was davor ist, ist eine HIV Infektion mit der man, wenn die Therapie funktioniert mittlerweile ganz schön alt werden kann… Aber was ist eine Therapie: täglich von 3 bis eine Menge mehr Tabletten (ob das wirklich 30 werden können hängt sicher vom Status ab…und dann ist es wohl schon AIDS)…mit Nebenerscheinungen von keine bis mehr…auch hier gibt es eine Bandbreite der Möglichkeiten und es gibt diverse Medikamente mit unterschiedlichsten Erfahrungen. usw…

    Ich will HIV/AIDS nicht verharmlosen und beschönigen…es ist immer noch eine ansteckende und nicht heilbar Krankheit und der Schutz davor ist umso wichtiger!!! Aber wir sollten HIV infizierte Menschen als „normale“ Menschen betrachten und nicht als „Gefahrgut“….(macht bei chronisch erkranten Diabetikern oder Asthma usw…ja auch keiner)

    1. Hallo Lion,

      in jedem Fall sollte und muss man HIV Infizierte als völlig normale Menschen betrachten und entsprechend normal mit ihnen umgehen! Es ist eigentlich schon traurig, darüber, nach so vielen Jahren Aufklärung, überhaupt noch reden zu müssen.
      Natürlich gibt es auch diese großen Unterschiede zwischen Aids, also der ausgebrochenen Krankheit in ihren verschiedenen Stadien und der HIV Infektion als solches, also, wenn man nur Träger des Viruses ist.

      Trotzdem scheint es mir besonders wichtig, immer wieder darauf hin zu weisen, welch unangenehme Dinge eintreten wenn dann eben Aids, also die Krankheit ausbricht. Ganz besonders wenn jetzt Menschen meinen sich nicht mehr testen lassen zu müssen, obwohl sie Ungeschützten Verkehr gehabt haben und weiter haben wollen, weil sie dann u.U. strafrechtlich härter behandelt werden. Das kann dann als katastrophales Eigentor enden und schädigt zudem weitere Menschen.
      Dann helfen auch die präventiven Medikamente nicht mehr so gut und es wird sehr unangenehm bis tödlich.

      Aber, um es noch einmal zu verdeutlichen: Auch Infizierte bei denen Aids schon ausgebrochen ist, müssen ganz normal als Menschen behandelt werden und sind nicht mal eben so ansteckend weil man ihnen z.B. die Hand gibt! Eigentlich sollte das inzwischen ja jeder wissen – ist aber leider nicht so.

    2. @Lion

      „Aber wir sollten HIV infizierte Menschen als “normale” Menschen betrachten und nicht als “Gefahrgut”“

      In jedem Fall sollten wir HIV infizierte Menschen als normale Menschen betrachten!! Das ist das allerwichtigste überhaupt.

      Und gerade deswegen wollten wir diesen Blog drehen.

      Wenn sich nämlich „wissend Infizierte“, wie „keine Engel“ verhalten sind sie doch noch Gefahrengut.

      Felix und ich werden höchst wahrscheinlich bald noch einen Blog zu diesem Thema drehen, weil anscheinend auch in der Homosexuellen Szene eine „Nachlässigkeit“ zu diesem Thema vorzuherrschen scheint, gerade unter den Jüngeren.

      Danke aber für den wichtigen Zusatz: Die thematische Unterscheidung von „Infiziert“ und „Aids im Ausbruch“.
      AIDS ist tatsächlich erst das letzte Stadium der chronischen Infektion HIV. Um die 50 % der Infizierten sind 10 Jahre nach der Infektion im AIDS-Stadium.
      Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Infizierter, bei dem AIDS ausgebrochen ist, den Folgen früher oder später erliegt, ist trotz der wissenschaftlichen Fortschritte nach wie vor leider sehr hoch.
      Das AIDS Vollbild endet deshalb tödlich, weil sich das Immunsystem nicht dauerhaft gegen das Virus und die aus der Infektion resultierenden Infektionen (wie Tuberkulose, Lungenentzündungen, Pilzbefall, andere starke Infektionen, Tumore oder auch Gebärmutterhalskrebs) zur Wehr setzen kann.

      Aber AUCH im ersten Stadium („Nur infiziert, aber nicht im Ausbruch“) -wenn es einem so zu sagen noch gut geht- , kann man andere mit dem Virus anstecken!

      Das Virus muss aber, wie gesagt, dafür in die BLUTBAHN gelangen. Genau da schützt ein Kondom.

      NICHT angesteckt wird man:

      • durch Insektenstiche.

      • durch den alltäglichen Kontakt mit infizierten Personen in Familie und Beruf wie z.B. Anhusten, Berühren, Umarmen oder über die Benutzung gleicher Gläser oder Essbesteck, Türklinken, Telefone, Handtücher, Toiletten oder Friseurscheren.

      • in Sauna oder Schwimmbad.

      In diesem Sinne

      Ann-Marlene (aus Zeitnot, etwas verspätet)

  5. In den heutigen Zeiten, wo jeder ganz schnell seinen nächsten diskriminiert und dies sogar eine Politiker-Spezialität wurde, möchte niemand wirklich einer Randgruppe angehören und dadurch erklärt sich vieles von allein.

    Leider wirkt es gerade wenn es um Verbreitung von Krankheiten geht, teilweise undifferenziert bis heuchlerisch. Jeder soll mit dem Finger auf einen HIV-Positiven zeigen und die zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen eines solchen Menschen argwönisch beobachten. Auf der anderen Seite haben wir gerade in der vergangenen Zeit beobachten können, wie zum Beispiel die breite Masse mit einer Drohenden massenweise Verbreitung von „Schweinegrippe“ umgegangen ist. Die meisten Menschen haben sich nichteinmal ernsthaft mit den einfachsten Vorsichtsmaßnahmen befasst, wie etwa zumindest dem regelmäßigem Hände waschen. Wenn es tatsächlich die angkündigte Gefahr gewesen wäre, die von der „Schweinegrippe“ ausging, dann war jeder ein potenzieller Virenträger. Es wurde ja anfangs auch eine akute Todesgefahr vermittelt.Haben die Menschen ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen geändert, obwohl sie durch die Medien bestens Bescheid wussten?

  6. HIV und Schweinegrippe?!?
    Ganz schlechter Vergleich!
    Warum die Menschen das Märchen von dem lebensgefährlichen Schweinegrippe-Virus nicht glaubten und vor allem dem Impfstoff dagegen nicht trauten, ist eher auf VIEL Information zurück zu führen. Das Internet macht’s möglich.

  7. @Felix, @Ann-Marlene,

    lieben Dank für Eure Kommentare zu meinen Anmerkungen.

    SCHUTZ ist und bleibt das WICHTIGSTE!

    und: Nicht Nachlassen in der Aufklärung!!!

    Die Auffassung von „keine Engel“ finde ich richtig und nicht ok…aber sind das dann „Teufel“?? Da gibt es doch so ein dickes Buch drüber…oder.. 😉 das nur am Rande…

    Eine allgemeine Aussage das 50% der HIV infizierten nach 10 Jahren im AIDS Stadium sind kann ich so nicht nachvollziehen.

    Daher hier ein paar Anmerkungen zur Beurteilung einer HIV Infektion ohne und mit Behandlung:

    Ohne Behandlung entwickelt sich die HIV-Infektion von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und in der Regel mit starken Schwankungen. Symptome können, müssen aber nicht auftreten, und wischen einzelnen Krankheitsphasen liegen oft lange Intervalle ohne körperliche Beschwerden.
    Symptome: Während der unbehandelten oder chronischen HIV-Infektion kommt es zu einem allmählichen Gewichtsverlust; Nachtschweiß und subfebrile Temperaturen oder Fieber (= 37,5°) treten wiederholt auf. Die Lymphknoten an Hals, Nacken und in den Achselhöhlen können immer mal wieder anschwellen. Pilzerkrankungen von Haut oder Schleimhäuten stellen sich ein oder werden häufiger. Von Zeit zu Zeit können Phasen von Durchfall auftreten. Die T-Helferzellzahl fällt langsam, aber stetig ab.
    Zeitverlauf
    Die Dauer der chronischen HIV-Infektion ist sehr variabel. Es gibt Infizierte, die bereits wenige Jahre nach erfolgter Infektion schwer krank werden und es gibt HIV-Positive, die seit über 20 Jahren mit dem Virus fast symptomfrei leben. Durchschnittlich vergehen acht Jahre mit relativ wenigen Symptomen, bis schwere opportunistische Infektionen und/oder Krebserkrankungen auftreten. Treten bestimmte Krankheiten auf, spricht man von Aids.

    Fest steht, dass Aids-definierende Erkrankungen unbehandelt innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten zu schweren bleibenden Behinderungen oder zum Tod führen. Dies ist eine besondere Gefahr für Menschen, die von ihrer HIV-Infektion nichts wissen: Ohne Diagnose keine Therapie!

    Mit Behandlung/Therapie:

    HIV-Infizierte können bei frühzeitiger Diagnose und langfristig gut verlaufender ärztlicher Begleitung und Therapie eine normale Lebenserwartung bei nur wenig eingeschränkter Lebensqualität haben. Der Beginn einer antiretroviralen Therapie ist abhängig von individuellen Bedingungen.

    Kombiniert werden drei oder vier Medikamente aus mehreren Wirkstoffklassen.

    In den letzten Jahren sind weitere Substanzen in die Therapie eingeführt worden, die den Verschmelzungsprozess von HIV und Zielzelle hemmen (Fusionshemmer), einen hierfür notwendigen Co-Rezeptor blockieren (CCR5-Antagonist) oder die HIV-spezifische Integrase hemmen (Integrasehemmer). Infizierte mit zahlreichen Resistenzmutationen haben somit neue Therapieoptionen.

    Heilung?

    Auch mit den derzeit bekannten Medikamenten ist es derzeit nicht möglich, die HI-Viren vollständig aus dem Körper zu entfernen. Das Hauptproblem liegt bei den so genannten latent infizierten Zellen. Das in diesen ruhenden Helfer-Lymphozyten versteckte Virus wird von den Medikamenten nicht erreicht.

    Daher ist nach wie vor die wirksame Prävention von Neuinfektionen der wichtigste Faktor, um den zukünftigen Verlauf der HIV/AIDS-Epidemie zu beeinflussen.

    (Quellen: In Auszügen Robert Koch Institut)

  8. Danke für diese detaillierte Erklärung, Lion.
    Ich hoffe, viele Menschen lesen all die Kommentare und Erklärungen um dieses Virus in seinen verschiedenen Stadien besser zu verstehen – und ganz besonders, die Lage der betroffenen Menschen zu begreifen.
    So oder so freute es uns, dass der Beitrag scheinbar ein wenig dafür sorgt, dass Meinungen und Wissen ausgetauscht werden.

    Wir möchten mit unserem Video-Blog ja hauptsächlich praktische Tipps für den (Sex-) Alltag geben und bei elementaren Themen wie z.B. „Aids“ oder „Sex im Alter“ die Diskussionen anstoßen. In den Filmen können wir leider viele Themen nicht wirklich umfassend und vollständig abhandeln. Das würden dann oft in Spielfilmen enden.
    Insofern ist es enorm wichtig, dass möglichst viele Zuschauer ihre Meinung und Wissen äußern und uns u.U. auch korrigieren, wenn wir mal daneben liegen sollten. Wir nehmen alle Kommentare inkl. Kritik sehr ernst und können damit umgehen.
    Nur so kann dieser Video-Blog für alle förderlich wirken und sogar erfahrenen „Sexianern“ noch erhellendes bieten.

  9. Vielleicht sollte man da noch eine Perspektive dazu nehmen, nämlich die HIV-Diagnostik! Es scheint so zu sein, dass zur Diagnostik die Konzentration von CD4-Helferzellen getestet wird, wo dann die Grenzwerte von Land zu Land verschieden sein können – heißt in einem Land ist man negativ in dem anderen positiv, trotz gleichen Blutwerts.
    Überhaupt deutet vieles darauf hin, dass HIV/Aids eine erfundene Krankheit ist, wie viele andere Krankheiten auch (aus wirtschaftlichen und/oder politischen Interessen) (Internet und youtube sind übrigens voll von solchen Dokus).
    Luc Montagnier (HIV-Erfinder 1983) sagt übrigens, dass man den „Virus“ mit guter Ernährung, d.h. wenn man sein Immunsystem stärkt, bald wieder los wird.
    Also immer schön glückliche (Bio-) Lebensmittel essen!

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