Beschneidung – ein kleiner Test

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In dieser Folge von Doch Noch TV dürfte nicht nur Felix ein Licht aufgehen. Der Kameramann unseres Vertrauens war nämlich sehr überrascht über die vielen Zuschriften zum Thema „Beschneidung“ und auch darüber, wie viele Männer unter den Folgen leiden. Damit sich jeder ein wenig in die Entsensibilisierung einfühlen kann, die ein Eingriff an der Vorhaut bedeuten kann, hat Ann-Marlene einen kleinen Test parat …

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57 Kommentare zu „Beschneidung – ein kleiner Test“

  1. Laut Aussage unserer Schulmediziner spielt es aber keine Rolle, was und wie viel weggeschnitten wird, den einzig und allein die Eichel diene der Stimulation…

    Den einzigen Einfluss, den der Beschneidungsstil hat, sie auf das optische Ergebnis, keinesfalls auf das empfinden.

    Ärzte empfehlen fast ausschließlich die radikale Beschneidung, mit Totalenfernung der inneren Vorhaut und des Frenulums, da hier das optische Ergebnis am besten sei.

    Die Möglichkeit einer Teilbeschneidung verschweigen sie, oder machen sie madig.

    Auch das es andere operative Möglichkeiten zur Beseitigung einer Enge in der Vorhaut gibt erzählen sie ihren Patienten nicht. Lügenärzte?

    Ein Arzt erklärt einem Patienten mit Vorhautproblem, der sich nicht beschneiden lassen will aus Angst um fehlendes empfinden dadurch, seine Theorie zur Empfindlichkeit nach einer Beschneidung…

    „Ich hab ihm auch erklärt dass ich schon immer eine relative Vorhautverrengung habe und ob ich eine Dehntherapie unterstützend mit einer Salbe wie z.B. Betamethason machen könnte. Da hat er mich angelächelt und gesagt „Nee, das wirkt nur bei Kleinkindern“. Als er merkte dass ich nicht wirklich begeisert von einer OP bin, meinte er dann ausserdem dass eine Teilbeschneidung auch gemacht werden könnte; bei der bestünde aber die Gefahr das der Ring vernarbt und dann eine erneute Phimose enstünde, bei der die Vorhaut dann komplett entfernt werden soll. 🙁

    Ich hab ihm mehrmals erklärt dass ich bedenken hätte wegen so einer Operation. Ich sagte ihm dass ein grosser Teil der Sensibilität verloren ginge. Er allerdings meinte dass genau das Gegenteil eintreten würde. Die freigelegte Eichel wäre nach der Beschneidung viel empfindlicher als vorher. Die Empfindlichkeit würde dann mit der Zeit zwar zurückgehen; wäre dann aber immer noch besser als mit Vorhaut. “

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=39652#post39652

  2. Präputium
    2.1 Innervation

    Die Vorhaut ist reich an spezialisierten Nervenendigungen und spezialisiertem erogenem Gewebe. Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen, die bereits leichteste Berührungs- und Temperaturreize detektieren können.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt die Glans penis fast ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (sogenannte Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperatureize detektieren können, die vom Gehirn als Schmerzen wahrgenommenen werden.

    Cold und Taylor, welche die Innervation des Präputiums des Penis ausführlich untersuchten, erklärten:

    „Die Glans penis ist vorwiegend durch freie Nervenendigungen innerviert und besitzt hauptsächlich nur protopathische Sensibilität. Protopathische Sensibiltät bezieht sich auf gröberen, schlecht lokalisierten Empfindungen (einschließlich Schmerz, einige Temperaturempfindungen und bestimmte Wahrnehmungen von mechanischem Kontakt). In der Glans penis sind nur wenig [spezialisierte Nervenendigungen] vorhanden, und diese finden sich hauptsächlich entlang der Eichelkranzes und des Frenulums. Im Gegensatz dazu hat das gefurchte Band der männlichen Vorhaut an der mukokutanen Grenze eine hohe Konzentration an [spezialisierten Nervenendigungen].“

    (flexikon.doccheck)

  3. In der Beschneidungsdebatte vor 2 Jahren kamen keine Männer zu Wort, die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden. Niemand will sie sehen, hören, mit ihnen reden oder wenigstens über dieses Tabu reden..

    Vor kurzem habe ich In einer Diskussion diesen Kommentar gelesen. Anscheinend hat sich ein Mann die Mühe gemacht ein Buch zu schreiben um Betroffenen eine Stimme zu geben:

    http://frblog.de/traurige-allianzen/#comment-33273

    „Anfang 2015 wird mein Buch erscheinen, an dem ich nun seit 2 Jahren arbeite. In diesem Buch lasse ich Menschen zu Wort kommen, die von Genitalverstümmelung von Jungen und Männern betroffen sind. Sprich: In erster Linie sind das direkt betroffene Männer, aber auch deren Sexualpartnerinnen und -partner sowie Eltern und andere indirekt Betroffene.
    Gerade die mitunter gravierenden Auswirkungen auf die Psyche der “beschnittenen” Männer ist es, die mich noch immer sprachlos machen, obwohl ich diese Folgen aus eigenem Erleben nur zu gut kenne.

    Im Folgenden nur drei Zitate von Männern, bei denen dieser ach so harmlose Eingriff tiefe Spuren auf der Seele hinterlassen hat. Sie machen deutlich, wie irrig doch die Annahme ist, sobald die Operationswunden verheilt sind, wäre alles wieder in Butter. Im Gegenteil, die Operation am intimsten Körperteil eines Jungen kann durchaus zu ausgewachsenen psychischen Störungen führen.
    Z.B. Ronald J.:
    „Mit meinen Gefühlen allein gelassen, dachte ich viele Jahre, ich sei der einzige Beschnittene dieses Erdballs und habe mich fast zu Tode geschämt, wenn es gelegentlich, z. B. beim Schulschwimmen, ans Ausziehen ging. Und selbst zu Hause habe ich aus Schamgefühl die Badezimmertür hinter mir gern abgeschlossen. In der Schule traute ich mich nicht mehr, mit meinen Klassenkameraden gemeinsam pinkeln zu gehen, aus Angst, es könnte einer meine blanke Eichel entdecken, mein Beschnittensein bemerken und sich über mich lustig machen. Auch habe ich nie einen anderen beschnittenen Jungen gesehen, mit dem ich darüber hätte sprechen können. In der Folge stellte sich eine Paruresis ein, also ein psychisch krankhafter Zustand, der sich in der Unmöglichkeit zeigt, pinkeln zu können, wenn andere mit im Raum sind. Ich begann, jedes Vorhaben genau zu planen. Ich trank wenig, um nicht so oft zur Toilette zu müssen und nutzte Momente, wo ich glaubte, allein zu sein. Autofahrten mit Kolle-gen wurden zur Qual, wenn an einer Raststätte angehalten wurde, um etwas zu trinken und die Toilette aufzusuchen. Die schwierigste Zeit war dabei für mich die Schul- und Studienzeit, weil das kollektive Zusammenleben die Privatsphäre stark einschränkt. Ich habe später mehr oder weniger erfolgreich dagegen mit autogenem Training angekämpft und versucht, mich mit meiner Beschneidung zu arrangieren.
    All das führte im Endeffekt dazu, dass ich ein regelrechtes Doppelleben führte. Man wird erfinderisch und gibt nach außen den coolen Mann, doch wie’s da drinnen aussieht, geht niemanden was an. Ja, ich hatte immer den Wunsch, nicht beschnitten zu sein, wobei dieser Wunsch die – mir erst später bekannt gewordenen körperlichen Einschränkungen durch Sensibilitätsverlust – zunächst völlig unberücksichtigt ließ.
    Oft wird – besonders von weiblichen oder unbeschnittenen männlichen ‚Sachverständigen’ – die Beschneidungsprozedur auf den Operationsschmerz und die Schmerzen danach beschränkt, die ja ohnehin ‚bald vergessen sind’. Doch der psychische Teil einer solchen Manipulation an den männlichen Geschlechtsorganen wiegt schwerer!
    Aus heutiger Sicht – ich bin inzwischen 69 Jahre alt – muss ich resümieren, dass die an mir vorgenommene medizinische Beschneidung mein gesamtes Leben nachhaltig verändert und nachteilig beeinflusst hat. “

    Doch es geht nicht nur um psychische Störungen, sondern auch um noch weitaus schlimmere Folgen. Z.B. können sich die erlittenen Verletzungen der Seele in Selbstverletzungen münden, um das erlittene Trauma zu kompensieren, wie z.B. bei
    Lukas M.:
    „Ich hatte seit der Beschneidung, aber besonders nach Anbruch der Pubertät, ein völlig gestörtes Verhältnis zu meinem Penis und meinem Körper als Ganzes. Bevor ich das Thema therapeutisch durcharbeiten konnte, waren unaussprechliche Wut und Trauer mit der ganzen Sache verbunden, gepaart mit dem Unvermögen, zu verstehen, wie mir das jemand antun konnte und es schaffte, diesen Wahnsinn als ‚medizinische Notwen-digkeit‘ zu verkaufen. Lange Jahre brachte mich das bloße Lesen, Hören oder Denken von Wörtern wie ‚Beschneidung’, ‚beschneiden’, ‚schneiden’, ‚schnippeln’ etc., zusammen mit anderen Triggern dazu, in Fötusstel-lung zu gehen, vor- und zurückzuwiegen oder auch völlig zu dissoziieren, also den Kontakt mit dem Jetzt, mir und der Wirklichkeit zu verlieren. Unter Umständen musste ich auch im Inneren die Beschneidung selbst immer wieder durchmachen, ich war teilweise stundenlang in Flash-Back-Schleifen nach Art von taktilen Halluzinationen gefangen, bei denen ich ganz lebendig fühlte, wie mir an der Eichel herumgeschnitten wird. Auf-grund dessen fing ich auch an, mich selbst zu schneiden und zu verbrennen, mein linker Unterarm ist eine einzige Narbenstraße, und auch an meinen Beinen sind die Spuren von mehreren hundert langen Schnitten.”

    Murat Ö.schließlich zeigt, dass die psychischen Belastungen so groß werden können, dass sie schließlich in Suizidversuchen endn können:
    “Als ich in die Pubertät kam waren für mich Selbstmordgedanken an der Tagesordnung. Ich konnte den Anblick meines Penis nicht ertragen.
    Ich verspürte eine unglaubliche Traurigkeit und Wut, die ich bis heute verspüre. Da war der Gedanke, dass ich nie Sex haben werde; zumindest nicht wirklich, nicht vollständig. Und was Masturbation angeht, da sah und sieht es ja noch schlimmer aus. Irgendwie ging es ein paar Jahre weiter, doch dann brach es über mich herein. Ich wurde apathisch, hatte Angst vor Menschen. Alles brach zusammen. Es kam die Angst vor Mädchen dazu. Was würde ein hübsches, deutsches Mädchen zu diesem hässlichen Halbpenis sagen? Ich wollte einfach nur so sein, wie es die Natur für mich erdacht hatte. Ich hasste mich, meinen Körper, meine Identität, mein Aussehen, meinen Namen… alles, was mich ausmachte.
    Ich fiel in eine tiefe Depression und schluckte so ziemlich alles, was ich an Tabletten und Pillen bei uns zu Hause finden konnte. Doch dies war kein Hilfeschrei oder dergleichen, denn nachdem ich das Zeug genommen hatte, ging ich aus dem Haus, um eben nicht gefunden zu werden.”

    Es sind diese und andere Berichte von genitalverstümmelten Männern, die mich seit Jahren nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Sie und meine eigene Verstümmelung sind der Grund dafür, warum ich mich dafür einsetze, dass Kinder endlich ein Recht auf ihren eigenen Körper bekommen und selbst entscheiden können, auf welche Körperteile sie verzichten wollen. Und auf welche nicht.“

  4. Ich sollte mich noch entschuldigen für meine Worte in meinem letzten Kommentar, dass niemand neg. Betroffene einer Beschneidung sehen, hören und mit ihnen reden will.

    Dass wir HIER gehört, gesehen und wahrgenommen werden, ich kann es nicht in Worte fassen, was mir dies bedeutet…

  5. @Felix

    Überrascht, dass es Männer gibt, die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden? Überrrascht noch nie so etwas von einem gehört zu haben?

    Glaub mir, alle Menschen die mich kennen (außer meiner Frau) wären auch überrascht, über das was ich hier schreibe. Über das was mich die ganzen letzten Jahre bewegt (oder eher lähmt, mein Leben erstarren ließ).

    Oder würdest Du einfach darüber reden können, wie Du unter den Folgen eines solchen Eingriffes leidest, Dich nicht mehr als Mann fühlst? Erzählen, das an der Op Narbe immer wieder Schmerzen (einfach so mal oder bei einem Wetterumschwung) auftreten die manchmal so stark sind, das Du Dich davon krümmst? Das Sexualität nichts befriedigendes mehr für Dich hat, Du aber ein Verlangen nach dieser Befriedigung hast? Das Du immer wieder in Krisen stürzt, in denen Du Dich fragst, ob Du dieses Leben überhaupt noch willst?

    Ich habe inzwischen soviele Männer kennengelernt, die auch unter den Folgen leiden. Junge Männer, als Kind beschnitten, die aus Scham über ihr Glied, an dem anscheinend der Lehrling seine Talentfreiheit zum Operieren unter Beweis stellen durfte was schiefe Schnitte und einseitige, wulstige Narben zur Folge hatte, sich daher keine intime Beziehung zu einer Frau vorstellen können.

    Männer, als erwachsene beschnitten, mit den gleichen Problemen danach wie ich, die ihre Probleme mit Alkohol, Arbeit, zwanghafter Onanie und käuflicher Liebe übertünchen, und sich keine tiefergehende Beziehung zu einer Frau mehr vorstellen können…

    Es sind soviele, zuviele. Und viele von ihnen schaffen es nicht, wie ich hier, im Schutz der Anonymität des Internets darüber offen zu schreiben, weil das befassen mit diesem Thema sie zu sehr aufwühlt…
    Auch ich habe es jahrelang verdrängt, wollte mich nicht mehr damit befassen, hoffte es vergeht irgendwann…Aber es ist nicht vergangen, es hat immer weitergegärt. Und es hat dadurch tiefe Spuren hinterlassen…

  6. @Hans
    Danke für Deine Beiträge und Deinen Einsatz. Es gibt viele, die Dich verstehen und das alles nachempfinden können. Danke W.

  7. An welche E-mail muss ich schreiben, wenn ich eine neue Frage habe, die mit diesem thema nichts zu tun hat?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

  8. Hallo,

    auch von meiner Stelle Danke an Ann-Marlene für die gut vorstellbare Aufbereitung des Themas. Ich hoffe, das trägt dazu bei, dass die Beschneidung als mehr als nur ein kleiner harmloser Schnitt wahrgenommen wird – das gilt sowohl für „Laien“ als auch für Mediziner, denn leider wird bei Diagnose Phimose allzu oft relativ schnell beschnitten, ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein oder zunächst alternative Behandlungsmethoden in Betracht zu ziehen. Tatsächlich handelt es sich ja um die Amputation des empfindlichsten Teil des Penis!

    Als Beschnittener kann man an der Beschneidungsnarbe und am Bändchen noch einen kleinen Eindruck bekommen, was verloren ging, aber dennoch wird man niemals (wenn die Beschneidung als Kind erfolgte) erfahren können, wie sich eine Vorhaut anfühlt.

  9. http://www.circumstitions.com/restoration-deutsch.html

    Diesen interessanten Link möchte ich gerne mit euch teilen. Es geht um Vorhaut-Restoration (ohne OP nur durch Dehnung), wodurch neue Hautzellen gebildet werden und so wieder eine Art Vorhaut entstehen kann. Diese neu gebildete Vorhaut kann sogar einige Funktionen der angeborenen Vorhaut erfüllen, z.B. die Gleitfunktion und teilweise die Empfindsamkeit und die Optik. Das sind doch schöne Aussichten!

  10. @Kiwi

    Sorry – natuerlich die Beschneidung. Habe vorausgesetzt, dass Du meine Beitraege bei ‚Peniswochen 3‘ gelesen hast, wo ich die Beschneidung – vor allem verursacht durch die Religionen – anprangere.

  11. Danke für die Erläuterung Henry.

    Mich würde mal interessieren woher der Zusammenhang zwischen Beschneidung und Religion herkommt.

    Im Koran z.B. steht nichts über Beschneidung drin, da heißt es dagegen an einigen Stellen dass der menschliche Körper als Gottes Werk vollkommen ist o.ä., somit also nichts verbessert werden kann durch Abschneiden von irgendetwas.
    Es hat also nichts mit dem Koran zu tun, sondern widerspricht ihm eher. Weiß hier vielleicht jemand warum Beschneidung ausgerechnet bei den Juden und Moslems verbreitet ist und bei den Christen als „mittlere“ Religion nicht?

    Noch eine Frage: Können beschnittene Männer auch einen Orgasmus erleben oder nur eine Ejakulation?
    Und welche Erfahrungen habt ihr mit Vorhautrestoration gemacht?

    Liebe Grüße
    Kiwi

  12. @Kiwi – Laut einem Artikel in der Zeitschrift ‚DieWelt‘ ‚Warum beschneiden Muslime und Juden ihre Söhne?‘ vom 28.06.2012

    Beide Weltreligionen berufen sich in der Anwendung der Ritualbeschneidung auf ihren gemeinsamen Stammvater Abraham, der sich – je nach Überlieferung – im Alter von 80 oder 99 Jahren mit einer Axt selbst beschnitten haben soll. Die Beschneidung steht für den Eintritt in den Bund Gottes mit seinem auserwählten Volk. Im ersten Buch Mose heißt es: „Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; eure Vorhaut sollt ihr beschneiden.“

    Die Beschneidung entscheidet im Judentum nicht über die Religionszugehörigkeit: Jeder Sohn einer jüdischen Mutter ist ein Jude – unabhängig von der erfolgten Beschneidung. Allerdings ist die Bedeutung des Ritus so groß, dass jüdische, aber unbeschnittene Einwanderer in Israel oft nur nach einer posthumen Beschneidung auf einem jüdischen Friedhof beigesetzt werden.

    Die muslimische Tradition stützt sich auf den Hadith, Berichte aus dem Umfeld des Propheten Mohammed, der der Überlieferung zufolge sogar ohne Vorhaut zur Welt gekommen sein soll. Es gibt unter islamischen Gelehrten unterschiedliche Meinungen, ob die Beschneidung verbindlich oder nur sehr empfehlenswert sei. Für die überwältigende Mehrheit der Muslime ist die Prozedur heute ein integraler Bestandteil ihrer Religion.

    PS von mir: Maerchen koennen enorm viel Macht ausueben. Und es gibt davon 4,200 verschiedene auf diesem Planeten. Alle verkaufen die exklusive Wahrheit – das alleine schon der Beweis – niemand hat sie.

  13. @Susi
    Danke für Dein Feedback. Und ich hoff ich nerv mit meinen vielen Beiträgen niemanden, aber dieses Thema ist wohl unerschöplich…

  14. Lieber Hans,

    Du kennst den Spruch: „Leute fresst Schei..e – millionen Fliegen koennen nicht irren.“ Nur weil so viele in einem Maerchen leben, haben sie nicht objektiv Recht.

  15. Hallo Henry,

    den Spruch kenn ich noch nicht, aber wenn mir wieder einmal ein Urologe sagt „Sie wollen doch nicht behaupten, Millionen beschnittener Moslems , Juden und Amerikaner sind sexuelle Krüppel?“, dann habe ich jetzt die richtige Antwort 😉

  16. Und manchmal hat auch der Mann keine Probleme mit der Beschneidung, sondern die Frau (Gabriele hat dies ja auch schon beschrieben)
    Hier noch ein ausführlicher Bericht einer Frau, die lange dachte, sie sei das Problem…

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=1119

    Hätte Sie professionelle Hilfe gesucht, und Sie hätte gesagt mit dem einen Mann hatte Sie die Probleme nicht, hätte man ihr dann auch, wie zu mir schon, gesagt ob es an der Beziehung liegt, nach dem Motto „Wenn Sie nichts für Ihren Mann empfinden, wie wollen Sie dann etwas beim Sex empfinden“?
    Wäre das Thema Beschneidung überhaupt angesprochen worden, wird das bei Problemen im Bett überhaupt thematisiert? Oder eher tabuisiert?

  17. @Hans

    Lieber Hans,

    ich habe Deinen Link gelesen und hoffe, dass dies auch viele andere tun. Bisher war mir nicht so sehr bewusst, dass natuerlich die sexuellen Probleme des Mannes desastroes auf seine Partnerinnen reflektieren koennen – umso mehr wenn diese noch unerfahren sind. Theresa in diesem Link sei Dank.

    Frauen sollten wissen, dass der Penis des Mannes seine Identitaet ist. Der Mann der ‚im Frieden‘ mit seinem Penis ist, ist auch ein guter Liebhaber im Bett und kann voll auf seine Partnerin eingehen. Schon in fruehester Jugend vergleichen Jungs bei Gelegenheiten im Sport, Schwimmen oder spaeter beim Militaer ihre ‚Ausstattungen‘. Danach werden sie entweder selbstbewusst oder Komplex beladen.

    Fuer Frauen ist es ein Lotterie-Spiel was sie bekommen. Suchen sie sich schliesslich ihren Traum-Mann nach anderen Kriterien aus. Allerdings koennten sie Schaden von sich abwenden, wenn sie die Probleme frueh genug erkennen und dann konsequent ‚die Reissleine ziehen‘, um Schaeden bei sich selbst abzuwenden. Ich weiss, das ist leichter gesagt als getan, aber Frauen beenden Beziehungen ja auch aus anderen Gruenden spontan und manchmal auch fuer den Mann unerklaerlich…

    Man muss diesen Teufelskreis durchbrechen, indem man neue Trends setzt. So wie es in Amerika ploetzlich Trend wurde, sich beschneiden zu lassen auch wenn es nicht religioes veranlasst war, so sollte der Trend jetzt einfach mal umgedreht werden. Biologisch angebautes Essen und im Einklang mit der Natur leben sind auch schliesslich zum Trend geworden, als man die Natur wiederentdeckte. Das sollte doch auch hier gelingen. Millionen Frauen werden sich bedanken, wenn ihre Maenner wieder natuerlicher werden und natuerlicher empfinden. Nehmt den Religionen diese Rituale weg – die haben noch genuegend andere an denen sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ERGOETZEN koennen. Aber lasst dem Mann seine k o m p l e t t e n Gefuehle…

  18. Lieber Henry,

    Danke, dass Dir mein Link gefallen hat. Aber habe ich was überlesen, hatten/haben die beschnittenen Partner von Theresa sexuelle Probleme, ihre Beschneidung als Nachteil gesehen/empfunden ? Denken sie nicht das bei ihnen alles super ist, die Probleme liegen bei der Frau? Und ist nicht das schlimmste, das Theresa dies auch glaubte, die Schuld liege bei IHR? Bis sie anfing nachzuforschen, sogar eine Leidensgenossin fand…

    Und solange ÄRZTE sowas verbreiten
    „Aus unserer Sicht ist die Zirkumzision im 21. Jahrhundert ein biomedizinischer Imperativ!“
    http://www.vasweb.org/de/leistungen/beschneidungszentrum-/phimose-vorhautverengung-/vorhautverengung-phimose-.html
    werde ich versuchen den Irrglauben zu bekämpfen, das die Vorhaut nur ein Stück Haut ist, und keine Religion kritisieren…

  19. Hans – genau so ist es. Danke Susi fuer Deinen knappen Satz.

    Hier wird der ‚Bock zum Gaertner gemacht‘. Voellig gesund empfindende junge und auch aeltere Frauen werden zum Taeter stigmatisiert, damit der Macho seine bemitleidenswerte Gefuehllosigkeit ausleben kann, um sein kuenstliches Selbstwertgefuehl aufrecht zu erhalten.

    Religionen kann man hier nicht aussen vor lassen, denn sie organisieren das alles im grossen Stil. Aber ich bin mir sicher, dass sie eines Tages die Kurve kriegen und einlenken, spaetestens dann wenn die Religionsaustritte ihre Maerchen in’s Wanken bringen. Eigentlich sollte doch jedes Mannes eigene Logik sagen, dass man an einem so sensiblen Teil wie dem Penis nichts ohne Konsequenzen abschneiden darf.

    ALLE Religionen wollen nur eines: Den Geschlechtsakt auf die reine Fortpflanzung reduzieren. Spass soll dabei moeglichst nicht stattfinden. Mir wurde von den Katholiken mit 14 das Onanieren verboten. Das habe ich ihnen sehr veruebelt und bin mit 16 ausgetreten. Waehrend Judentum und Islam die Sexualitaet der Menschen ‚handgreiflich’ und irreversibel kontrollieren wollen, tun die Christlichen Religionen dies psychisch, was im Endeffekt nicht weniger Machtausuebung ist, allerdings ist es reversibel.

  20. Lieber Henry, ist das

    „…damit der Macho seine bemitleidenswerte Gefuehllosigkeit ausleben kann, um sein kuenstliches Selbstwertgefuehl aufrecht zu erhalten.“

    nicht eine zu oberflächliche Betrachtung? Wäre da nicht mehr Empathie angezeigt?

    Ich möchte mich auch nicht über Beschneidung und Religion äußern, sondern nur über Beschneidung und wie sie sich auf die Sexualität auswirken kann…

  21. Lieber Hans,

    sorry wenn ich Dir zu nahe getreten bin. Ich will das nicht verallgemeinern. Meine Wortwahl bezog sich auf die Geschichte von Theresa aus Deinem Link. Dort hat der beschnittene Mann sein Problem zum Problem der Theresa gemacht und damit ihre bis dato normal funktionierende weibliche Sexualitaet zerstoert. Waehrend er weiter so tat als laege es nicht an ihm. Das ist macho-haft. Empathie habe ich generell mit allen Beschneidungs-Opfern – willkommen oder unwillkommen.

  22. Lieber Henry,

    Du bist mir nicht zu Nahe getreten, ich fühlte mich da nicht angesprochen. Nein, ich meinte mit Empathie schon Theresas Mann, den in Deinen Augen gefühllosen Macho mit einem künstlichen Selbstwertgefühl.

    Du hast Empathie mit allen Beschneidungs-Opfern, also auch bei Theresas Mann, und trotzdem stempelst Du ihn einfach als Macho ab?

    Was verstehst Du unter Empathie, was glaubst Du was Empathie ist?

  23. Lieber Hans

    „Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie gehört auch die Reaktion auf die Gefühle Anderer wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls. Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung; je offener man für seine eigenen Emotionen ist, desto besser kann man die Gefühle anderer deuten.“ (Wikipedia).

    Man koennte auch sagen ‚Nachempfinden‘. Ich habe mit allen beschnittenen Geschlechtskollegen Empathie, da ich weiss dass ihnen etwas fehlt, was ich mir als unbescnittener bewahren konnte. Mehr Gefuehle und mehr Sensibilitaet.

    Meine Empathie schwindet allerdings dort wo ich sehe, dass Maenner ihre aus der Beschneidung resultierenden Probleme ihren weiblichen Partnern aufbuerden. Denn ich habe eine nicht geringere Empathie fuer die betroffenen Frauen. Probleme sollten nicht einfach auf Dritte (unschuldige) uebertragen werden, sondern an der Quelle geloest bzw. behandelt werden. Machos sehen nie Probleme bei sich selbst, sondern immer nur bei anderen – meine Lebenserfahrung.

  24. Lieber Henry,

    ich verstehe unter Empathie vielleicht etwas anderes als Du…

    Dass, „Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.“ ist das was ich darunter verstehe.

    Aber kann das schwinden, wie Du es beschreibst, „Meine Empathie schwindet allerdings dort…“

    Meinst Du vieleicht mehr etwas wie Mitleid, Mitgefühl?

    Ich hoffe, ich trete jetzt niemandem zu Nahe, aber als Extrembeispiel: Empathie bei einem Pädophilen, geht das ?

    Zerreißt mich jetzt nicht, aber damit möchte ich erklären, was ICH unter Empathie verstehe bzw. meine was Empathie ist…Auflösung folgt

  25. Lieber Hans,

    Ich habe nur 100% Empathie (Definition im vorigen Kommentar) zu vergeben. Diese teilt sich zu 50/50 zwischen den maennlich Beschnittenen und ihren weiblichen Sexualpartnern auf. Wie wir inzwischen erfahren haben, koennen – muessen nicht unbedingt – die weiblichen Sexualpartner einige Gefuehlsdefizite kompensieren. Wenn die maennlich Beschnittenen nahezu alle ihre Gefuehlsdefizite auf ihre jeweilige Partnerin uebertragen, dann reduziert sich meine Empathie fuer die Beschnittenen ebenfalls und sie steigt reziprok-proportional in Richtung der weiblichen Partner. Ich hoffe das ist einigermassen verstaendlich erklaert.

    Wieviele das hier interessiert vermag ich nicht zu sagen, aber vielleicht ist es besser das Empathie-Thema damit abzuschliessen, bevor es jemand auf „den Keks“ geht. Einverstanden?

  26. Lieber Henry,
    einverstanden, zu weit abgeschweift, Entschuldigung.
    Ich möchte nur noch ein wenig erklären, auf was ich hinaus
    wollte. Empathie ist für mich das hineinversetzen in die andere Person, versuchen zu verstehen warum siehst Du das so, warum handelst du so, ohne sein Tun zu beurteilen oder zu verurteilen. Empathie ist für mich kein Mitleid, kein Mitgefühl.

    Ich kenne inzwischen einige andere Männer, die wie ich unter ihrer Beschneidung leiden. Bei einem, als Kind beschnitten, war das nicht immer so. Als 8jähriger wurde er wegen einer Phimose radikal beschnitten. War keine große Sache für ihn. In der Pubertät las er dann einen Bericht in einer Jugendzeitschrift über Beschneidung der sich nur positiv darüber äußerte, und er dachte sich, toll, ich bin veredelt, perfekt. Aber irgendwie klappte es im Bett nicht so, er fühlte sich nie richtig befriedigt, und weil er ja perfekt ist, musste es an den Frauen liegen…
    Erst viel später, nach einem langen Leidensweg, den ihm fast seine Ehe und sein Leben gekostet hätte, fand er heraus, was sein Problem war.

    Und Theresas Mann? Vielleicht ist es eine Art Selbstschutz das er seine Probleme woanders sucht. Sie könnte es ihm auch sagen, dass andere dieselben Probleme haben, dass nicht sie das Problem sei, sondern er… Aber ist es ER? Oder seine Beschneidung? Er wurde erst mit 16 beschnitten, aber darüber redet er mit ihr nicht. Warum? War es nicht freiwillig, hat er es schlecht in Erinnerung? Was würde sie in ihm auslösen, wenn sie ihn darauf stoßen würde?

    Noch eine Geschichte für Dich, manche zerbrechen an so was, andere schützen sich selbst, vielleicht übertünchen sie durch Macho sein…

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=35125#post35125

    Henry, hast Du nicht mal geschrieben, das Dein Hausarzt darauf geachtet hat, das da unten alles läuft, nichts wegkommt? Was glaubst Du, wäre Dein Leben vielleicht anders verlaufen, wenn der Arzt der nächsten Geschichte nach Dir geschaut hätte? Du hättest Dich nicht wehren können, es wäre ja nur zu Deinem Besten gewesen? Wie würde Deine Meinung zu Beschneidung heute ausschauen?

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=133

  27. Hallo!

    Mit etwas zeitlichem Abstand habe ich mir das Video nochmals angeschaut und auch die Kommentare gelesen.

    Zum Video:

    Ja, der Vergleich Vorhaut (Innenseite) und Hand (Innenseite) beschreibt das Problem ganz gut. Fehlt die Vorhaut, fehlt damit auch die am dichtesten mit erogenen Nerven besetzte erogene Zone bei Jungen und Männern.

    Die zweite wichtige erogene Zone – die Eichel – ist fortan schutzlos und desensibilisiert, wird also, zusätzlich zur fehlenden erogenen Zone Vorhaut – ebenfalls unempfindlicher. DIESER Prozess kann lange andauern, ggf. viele Jahre. Es ist also durchaus möglich, dass ein relativ junger Mann heute kein Problem nach der Beschneidung hat oder sogar sagt, er könne jetzt länger. Und was ist in 20 Jahren?

    Es berichten allerdings auch schon Jungen ab der Pubertät bzw. sehr junge Männer über Einschränkungen der sexuellen Wahrnehmung nach Beschneidung, insbesondere, wenn sie bereits sexuelle Erfahrungen haben. Andere wiederum sehen für sich kein Problem.

    Es ist also wirklich so, wie Ann-Marlene sagt: Der FAKT – Fehlen der erogenen Zone Vorhaut + Desensibilisierung/Austrocknung der Eichel – ist immer da; die individuelle Wahrnehmung ist jedoch völlig verschieden.

    Für den Vergleich Wahrnehmung mit/ohne Vorhaut hat Ann-Marlene ein Beispiel genannt. Es gibt noch ein zweites, dass sich mehr auf die Eichel bezieht: Viele beschnittene Jungen und Männer können mit einer Zahnbürste problemlos über ihre Eichel fahren (Ausnahme: kurz nach der OP). Nicht beschnittene Jungen/Männer mit einer gesunden, feuchten Oberflächenschleimhaut auf der Eichel können dies in aller Regel nicht aushalten. Auch hier kommt es also zu einem Defizit, das ebenfalls individuell verschieden wahrgenommen wird.

    Empathie:

    Empathie ist für mich die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt einer/eines anderen hineinzuversetzen mit dem Ziel, sie/ihn zu verstehen und angemessen, achtsam und respektvoll auf sie/ihn eingehen zu können. Mit anderen Worte: Ich stelle mir die Frage, was ich an Stelle der/des anderen von meinem gegenüber erwarten würde, was mir in dieser Situation helfen würde. Das ist in gewissem Sinne Mitgefühl, aber kein Mitleid. Mitleid macht den anderen zum willenlosen Subjekt. Mitgefühl hat man mit jemandem, dem man auf gleicher Augenhöhe begegnet. Und so stelle ich mir auch den Umgang mit Jungen und Männern vor, die von Beschneidung betroffen sind und darunter leiden bzw. wenn es darum geht, ob insbesondere minderjährige Jungen beschnitten werden.

    Die Verharmlosung der Beschneidung ist einfach unfair und unehrlich! Und das „Argument“, es beträfe ja so viele auf der Welt, ist zynisch, denn die allermeisten der Jungen und Männer, die weltweit beschnitten wurden und werden, gehen ganz sicher nicht freudestrahlend zum Beschneider und betteln um die „harmlose“ OP, nein, sie werden in aller Regel beschnitten, ohne um ihre Meinung gefragt worden zu sein – manchmal mit brutaler Gewalt und häufig begründet mit einem abstrusen Gebräu uralter Ammenmärchen…

  28. Lieber Hans,

    ich bin voll bei Dir (habe beide Links gelesen) und wir kommen zu dem Punkt – inwieweit ist Theresa’s Mann schuldfaehig? Das ist eine Frage die zum Beispiel Jugendrichter jeden Tag zu beantworten haben. Inwieweit ist das junge Gehirn eines Menschen schuldfaehig, der 15 oder 20 Jahre durch Elternhaus, Religion und Schule in einer ‚steinzeitlichen‘ Weltanschauung indoktriniert wurde? Ein Computer gibt auch nur das wieder, was ihm einprogrammiert wurde.

    Andererseits sind menschliche Gehirne keine Computer und die Gesellschaft verlangt von uns, dass wir nicht nur Informationen aufnehmen, sondern sie auch weiterverarbeiten und dabei auf soziale Vertraeglichkeit als auch auf ethisch, moralische Vertretbarkeit ueberpruefen. Die Religionen sagen zu ihren Mitgliedern – das braucht ihr nicht mehr ueberpruefen, das kommt von uns, den Huetern der Moral. Und die Religionsmitglieder haben das eigene Denken an der Garderobe abgegeben.

    Meine Eltern brachten mich im Alter von 4 Jahren zum Kindergarten (damals war das so). Nach 3 Tagen kam ich wieder nach Hause und erklaerte: „Ich gehe nicht mehr in den Kindergarten, da muss ich so machen, wie sie alle machen.“ Meine Eltern zwangen mich danach nicht wieder zurueck in den Kindergarten, sondern liessen mir die Freiheit selbst zu entscheiden. Das empfinde ich heute als grosses Geschenk und es hatte Symbolcharakter fuer mein ganzes spaeteres Leben. Eltern sollten sehr vorsichtig mit Zwaengen gegenueber ihren Kindern umgehen, denn sie haben weitreichende Konsequenzen fuer ein Menschenleben und praegen die Persoenlichkeit.

    Die Zwaenge die Eltern gegenueber ihren Kindern ausueben, seien sie kulturell, religioes oder sonstwie motiviert, machen mich wuetend. Vor allem wenn sie dann auch noch irreversible Konsequenzen fuer den Betroffenen selbst haben und dann auch noch dritte, vollkommen unschuldige Personen in Mitleidenschaft ziehen. Eingeschraenkte Schuldfaehigkeit wegen schlechter Kindheit – wuerde der Richter im guenstigsten Falle sagen. Also – sind Taeter auch nur Opfer? Wir kommen nicht umhin selber zu denken und es nicht anderen zu ueberlassen. Am besten schon in fruehester Kindheit damit anfangen, denn auf die Erwachsenen ist nicht immer Verlass – was diese Diskussion allzu deutlich zeigt.

  29. zum Thema Beschneidung:
    Ich bin es auch,glaub wegen de Vorhautverengung ,also im klein Kind alter wurde das gemacht. Mir haben schon einige Frauen gesagt das es so gefühlvoller ist und ,,er,, auch besser aussieht. Was meint ihr dazu?

  30. Hallo Marko,

    eine Vorhautverengung im Kleinkindalter durch eine Beschneidung zu heilen, wenn eine vollständig zurückziehbare Vorhaut sich im Durchschnitt erst bis zum 10.-11. Lebensjahr ergibt, in meinen Augen verantwortungslos.

    Aber Du, und auch Deine bisherigen Partnerinnen sind anscheinend zufrieden mit Deiner Beschneidung. Mit gefühlvoller, meinten sie damit intensiver? Es gibt aber auch Frauen,die dieses intensiver schmerzt, die sich nach GV mit einem Beschnittenen wund fühlen.
    Hängt aber glaub auch vom Beschneidungsstil ab, wie straff die verbliebene Haut bei einer Erektion ist. Bei manchen wurde die innere Vorhaut nicht komplett entfernt und die Haut auf dem Schaft ist selbst bei einer Erektion noch so locker, das es diesen möglich ist, trocken zu masturbieren.

    Und bei anderen ist bei einer Erektion alles so straff, das dabei sogar behaarte Haut von Bauchdecke und Hodensack hochgezogen wird, und Masturbation ohne Gleitmittel unmöglich ist, weil die einzige Stimulationsmöglichkeit das rumgerubble auf der Eichel ist.

    Und zu besser ausschauen, da kenn ich inzwischen einige, die unter der Optik leiden. Schiefe Schnitte, einseitige, wulstige Narben, vernarbete Eichel und Verwachsungen (Hautbrücken) durch das durch herunterreißen des inneren Vorhautblattes von der Eichel entstehen(die physiologische Präputialverklebung beim Kind). Sie leiden so darunter, das sie aus Scham darüber keine Beziehung eingehen…

    Leider sind nicht alle sind mit dem Ergebnis ihrer Beschneidung oder der Beschneidung ihres Partners zufrieden

  31. Hallo Hans, ich wollte eben nur mal von meinen Erfahrungen mit einen beschnittenen schwanz gemacht habe. Ich sage das nicht um mich damit anzugeben, ich selber habe ja keine Vergleichsmöglichkeiten. also es ist wirklich so das mehre Frauen gesgat haben das solcge besser aussehen. HAb mich ja darüber gefreut. Also ich bin nun mal so, also beschnitten, das hab ich ja im klein Kind alter nicht mitbekommen. Also kann ja nichts dafür. Er ist komplett beschnitten, also die eichel ist immer frei, die vorhaut hängt Drumherum dahinter. zb:
    http://www10.pic-upload.de/15.07.12/kex5jfmwbwn.jpg
    oder
    http://www.foreskinrestore.com/image/19_19_12f.jpg
    so sieht er ungf.aus.
    viele Grüße!
    Marko

  32. Hallo Marko,
    dass Du nicht angeben wolltest, war mir klar. und das Du und Deine bisherigen Partnerinnen zufrieden sind, bleibt hoffentlich auch so. Was ich sagen wollte, ist das es Männer gibt, die nicht glücklich mit den Folgen ihrer Beschneidung sind, die sie als Nachteil empfinden. Und diese Männer werden von Ärzten nicht wahrgenommen, lächerlich gemacht, ihre Probleme seien nur psychisch…

    Wenn ich die Bilder richtig interpretiere (bin kein Arzt) zeigen diese zwar vollständig beschnittene, aber keine radikal beschnittenen Glieder. Es sind noch große Teile der inneren Vorhaut vorhanden (das Frenulum vielleicht auch noch?) Die innere Vorhaut liegt bei Dir auch im Ruhezustand in Falten hinter dem Eichelkranz?
    Hast Du den Test gemacht, den Frau Hennig hier vorstellt? Dein Operateur Dir anscheinend einen großteil dieser hochsensiblen inneren Vorhaut gelassen. Nicht alle haben dieses Glück.

    Mir wurde gesagt dass das bei einer Beschneidung alles raus muss, wird immer so gemacht, geht nicht anders. Und ich Esel habe es geglaubt, wollte aus Scham nicht noch zu anderen Ärzten, ließ es machen, den warum sollte ich diesen Ärzten nicht glauben? Die würden mich doch nicht anlügen…

  33. fragensteller

    Hallo,

    ich habe auch noch eine Frage zu dem Thema. Ich bin als Junge beschnitten worden.

    Die komplette Vorhaut + Bändchen wurde dabei entfernt. Allerdings war das nicht aus Vorsorge, sondern ich hatte durch dir verklebte festgewachsene Vorhaut Entzündungen und das Wasserlassen tat höllisch weh.

    Meine Mutter hat auch scheins alles versucht. Bäder und dabei die Vorhaut zurück zu ziehen + Hormonsalbe. Leider hat nichts geholfen, also wurde ich beschnitten, da ich irgendwann fast nicht mehr aufs Klo konnte.

    Nun meine Frage, wurde da bei einer Untersuchung eine zu enge Vorhaut übersehen? Denn meine Mutter hat damals eigentlich alle Untersuchungen immer machen lassen.
    Oder kann man(n) da auch einfach Pech haben? Wie gesagt war es bei mir medizinisch durchaus begründbar, weshalb es gemacht wurde.

    Nur bin ich jetzt fast 24 Jahre alt und immer noch Jungfrau. Beim Masturbieren musste ich immer großen Druck ausüben.
    Allerdings kann ich aber sogar mit überzogenem Kondom „zärtlich kommen“.

    Ich habe halt Angst, wie Frauen darauf reagieren. Ich bin ein sehr einfühlsamer Mensch und will halt nicht, dass mich die Frauen dann als rabiaten „Stoßer“ wahrnehmen.

    Ich will zärtlichen Sex, wo man den Orgasmus am ganzen Körper spürt, so wie ich es inzwischen immer öfter auch bei der Selbstbefriedigung, wenn ich mir genüsslich Zeit nehme, hin bekomme.

    Nun meine Fragen, welche Salben eignen sich am besten um noch mehr Empfindsamkeit in die Eichel zu bekommen? Aloe Vera Gel soll ja helfen. Hat jemand damit Erfahrungen?

    Vielleicht könnte man anstatt anzuprangern einfach mehr auf Lösungen eingehen. Denn mit Jammern wird man(n) selten glücklich.

    Wie schaft man es das einer Frau beizubringen, das man beschnitten ist und sich dafür schämt?

  34. Ich möchte einfach mal DANKE sagen an Ann-Marlene und ihr Team.
    Es war allerhöchste Zeit für einen so offenen Umgang mit der Sexualität, ja eigentlich Aufklärung von uns Erwachsenen.

    Ich bin 55 Jahre alt und habe eine Beschneidung mitten in der Pubertät wegen Phimose hinter mir. Bis heute verfolgt mich der entsetzte Blick der Arzthelferin während der OP, als offensichtlich zu viel abgeschnitten wurde. Warum sie so schaute, weiss ich bis heute nicht.

    Am schlimmsten war aber die Unfähigkeit aller (auch des Hausarztes), unverklemmt über das Thema zu reden. Von meinen Eltern wurde ich zum Arzt geschickt, der mir sagte: „zieh dich mal aus“. Ich zog mich am Oberkörper aus, woraus er sagte: „deine Eltern haben mir aber was anderes gesagt“. Die (für mich unerwartete) Untersuchung wurde dann sehr schmerzhaft, als er versuchte, mir die Vorhaut zurückzuziehen.
    Hätte es damals „Make Love“ gegeben, wäre mir einiges erspart geblieben.

    Deshalb: DANKE !

  35. Ein kleiner Tipp an alle beschnittenen Männer, da ich aus meiner Erfahrung den Unterschied sehr wohl erfühlen kann.

    Ich weiss noch, wie empfindsam die Eichel war, als sie zum ersten mal „ans Tageslicht kam“. Das hat sich dann sehr schnell geändert. Wie jede andere Hautoberfläche ist sie Reibungen ausgesetzt und nicht mehr von der pflegenden „Creme“ unter der Vorhaut benetzt, wird also härter und unempfindlicher.

    Männer, macht Hautpflege an der Eichel, es nutzt!
    Ich persönlich benutze Imlan-Creme, die auch meine Frau benutzt. Nach jedem Duschen.

  36. Hallo,

    ich bin 59 Jahre alt und musste mich aus medizinischen Gründen beschneiden lassen. Ich hatte einen lichen ruber an der Eichel, der sich im feuchten Milieu unter der Vorhaut vergrößerte, bis hin zu offenen Wunden. Als letztes Mittel bleib dann nur die Entfernung der Vorhaut.
    Ich war selbst erstaunt, wie ruhig ich vorher war, aber ich hoffte natürlich, dass mein Problem verschwinden würde.
    Ich bin dem Operateur sehr dankbar, denn er hat nur das Notwendige weggeschnitten. Ich finde das Ergebnis ästhetisch gut, das ist sehr wichtig für mein Selbstbewusstsein.
    Das Fühlen hat sich nicht merklich verändert. Sex findet im Kopf statt, und da hat sich es sich vielleicht sogar zum Besseren hin verändert, weil ich mehr auf mich achte und bewusster erlebe.
    Für die ungefragte Beschneidung von Kindern habe ich nichts übrig, aber für einen erwachsenen Mann muss das kein Trauma sein.

  37. Hallo Fragensteller,

    eine Phimose und eine Vorhautverklebung bei Kindern ist normal, ein physiologischer Zustand und Entzündungen haben immer eine Ursache (Pilze, Bakterien, Viren) und diese Ursachen kann man anders beseitigen, als das befallene Körperteil zu entfernen.

    Eine radikale Beschneidung mit Entfernung der kompletten inneren Vorhaut und des hochsensiblen Frenulums, ist nur in den wenigsten Fällen indiziert. Sowie Du Deinen Fall schilderst, mag es zwar damals aus Sicht Deines Arztes und Deiner Eltern gerechtfertigt gewesen sein, aber heute würde ein bemühter Arzt versuchen so was ohne Beschneidung zu therapieren. Es gibt Ärzte, die tun alles um eine Beschneidung zu vermeiden, und wenn sie es tun, entfernen sie nur so viel wie unbedingt nötig. Und dann gibt es Ärzte, die sagen, ist alles nur Haut, wenn Beschneidung, dann richtig…

    Ob bei Dir eine Phimose bei den U-Untersuchungen übersehen wurde? Wie alt warst Du denn bei Deiner Beschneidung? Zum einen ist das Durchschnittsalter etwas über 10, ab wann die Vorhaut frei zurückziehbar ist (und die Bandbreite von 0 -17), und vielleicht hat sich die Enge erst durch die Entzündung ergeben.

    Für Dich war es aber eine spürbare Verbesserung, und das unterscheidet Dich von allen als Kind beschnittenen Männern, die ich kenne. Keiner konnte verstehen, warum das gemacht wurde, keiner hatte ein Problem, nur die Erwachsenen. Die Begründung war eigentlich meist „Das muss gemacht werden, damit Du später keine Probleme hast“. Aber wobei?

    Wenn Du weißt, dass Du durch die Beschneidung evtl. heftigere Stimulation benötigst, dann wirst Du beim Sex MIT DIESEM WISSEN ganz bestimmt behutsam mit Deiner Partnerin umgehen. Wie Du Dich dabei fühlst und ob es für Dich befriedigend sein wird, musst Du ausprobieren und vor allem mit Deiner Partnerin reden und ihr das erklären.

    Ihr beide müsst für Euch einen Weg finden, mit dem beide zufrieden sind. Ob es gelingt, dafür gibt es keine Garantie. Aber wenn Du beim Masturbieren auf zärtliche Stimulation reagierst, dann kannst Du Dich glücklich schätzen und es ist dann doch sehr wahrscheinlich, dass Du auch vaginal genügend Stimulation bekommst. Viele beschnittene Jungen / Männer haben das Pech, dass dies eben nicht mehr funktioniert, aber Du schreibst ja, dass die Folgen für Dich so gravierend nicht sind. Also: Ausprobieren!

    Konkrete Probleme mit Deiner Sexualität kann ich, bei dem was Du schreibst, jetzt nicht erkennen oder spüren, nur eine Verunsicherung. Wegen Männern wie mir, die aufgrund der Folgen ihrer Beschneidung hier rumjammern? Aber nicht alle finden ihre Beschneidung schlecht, viele finden sie sogar positiv. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du mal in einem Forum liest, das keine neg. Ansichten zum Thema Beschneidung zulässt, was ich selber nicht wusste, als ich dort jahrelang mitgelesen habe. Es hat mir aber bestätigt, was alle Ärzte, Urologen und Therapeuten die ich um Hilfe nach meiner Beschneidung bat sagten, dass nicht meine Beschneidung das Problem sei, sondern ich, meine Psyche. Jahrelang kämpfte ich mit mir und dachte das vielleicht doch… wenn ich weg wäre, dann wären auch alle Probleme weg…

    http://de.eurocirc.org/beschneidungsforum.html

    Nach Lösungen für die durch meine Beschneidung ausgelösten Probleme, da suche ich schon lange. Wenn ich eine gefunden habe, ich werde sie sofort hier posten. Aber bis ich sie habe, werde ich nicht aufhören, unnötige Beschneidungen anzuprangern und die unabsehbaren Folgen für die Betroffenen. Ich werde weiter rumjammern, denn wie sollte sich jemals etwas ändern, wenn keine neg. Betroffenen sich melden würden?

    Ich schäme mich nicht für mein beschnittenes Glied, warum auch? Ich gehe in die Sauna, ich habe kein Problem mich nackt zu zeigen. Schämst Du Dich dafür?

    Schämen sollten sich Ärzte, die ihre Patienten immer noch bezüglich den Behandlungsmöglichkeiten bei Vorhautproblemen anlügen, bzw. die Folgen einer Beschneidung verharmlosen, und nicht med. indizierte Beschneidungen an nicht einsichtsfähigen Menschen vornehmen und somit gegen jede ärztliche Ethik verstossen.

    Und schämen sollten sich Politiker, die ein Gesetz zustande brachten, das unser Grundgesetz mit Füßen tritt, mit der Begründung „Das kann man erlauben, denn es hat ja keine Folgen“, und eine gesellschaftliche Debatte zu rituellen Beschneidungen mit den Worten „Wir machen uns doch zur Komikernation“ unterdrücken woll(t)en.

  38. Lieber Uwe Schulz,

    ich ließ mich mit Mitte 20 beschneiden, weil mir gesagt wurde, es sei die einzige Möglichkeit, damit ich meine relative Phimose loswerde.

    Ich bin keinem der beteiligten Ärzte dankbar, da sie mich alle angelogen haben, den hätten sie auch bei mir nur das notwendigste gemacht, dann hätten sie gar nichts entfernen brauchen, sondern sie hätten die Engstelle durch einen Schnitt auch erweitern, oder nur die Engstelle aus dem „Vorhautschlauch“ entfernen können.
    Stattdessen hat der Operateur, trotz meiner Bitte so wenig wie möglich zu entfernen, die komplette innere Vorhaut samt Frenulum und Teile des äußeren Vorhautblattes entfernt.

    Das durch den Eingriff das Aussehen verändert wird, war mir klar. Aber das dadurch Handhabung und Empfinden sich dermaßen zum Negativen verändern können, ich seither orgasmuslos bin, und Schmerzen an der Narbe habe, war mir nicht bewusst und hat mir keiner gesagt, dass dies möglich sein kann.

    Findet Sex nur im Kopf statt? Findet nicht alles nur im Kopf statt, sehen, hören, schmecken, riechen, spüren? Ich brauche also gar keine Augen um zu sehen, keine Ohren um zu hören, keine Peripherie um zu schmecken, zu riechen, zu fühlen, keinen Körper um zu (er)leben? Alles nur Kopfsache?

    Für mich ist es zum Trauma geworden, ein Ptsd. Warum haben diese Ärzte mich angelogen? Ich werde es wohl nie erfahren. Und auch nie verstehen…

  39. Danke an Ann-Marlene für das Aufgreifen des Themas Beschneidung. Als Beschnittener ist es durchaus heftig zu realisieren, was einem verloren ging. Habt ihr Tipps, wie man es schafft, damit klarzukommen, dass man den empfindlichsten Teil seines Penis für immer verloren hat?

  40. Lieber guest,
    ja, es ist heftig das zu realisieren, manche sagen es hat ihnen richtig den Boden unter den Füßen weggezogen…
    Sich dabei Hilfe zu suchen, schwierig. Aus eigener Erfahrung weiß ich inzwischen, dass die meisten Ärzte oder Therapeuten da keine Erfahrung oder Verständnis haben, sie aus einer Beschneidung entstandenen Probleme kleinreden oder versuchen sie zu relativieren.
    Persönlich kann ich Dir nur eine Art Selbsthilfegruppe empfehlen, Beschneidungsforum.de. Alleine schon das Wissen, das es andere Männer gibt, die auch unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden, das ich nicht allein mit meinem Problem bin, hat mir geholfen.

  41. In der aktuellen Geo (7/15) ist ein kritischer Artikel über die von WHO und USAID in teilen von Afrika stark beworbenen Beschneidung.

    Die WHO und USAID stützen sich auf eine Studie aus den 80ern welche behauptet das sich das Infektionsrisiko mit HIV bei beschnittenen Männern um 60% reduziert.
    40% Risiko mit den hier zu lesenden Nebenwirkungen als Allheilmittel zu verkaufen ist eine Frechheit.

  42. Lieber Hans,

    ich hatte geschrieben, dass das kein Trauma sein muss.
    Es kann wohl offensichtlich zu einem werden. Das tut mir für dich sehr leid.
    Dass Ärzte oft nicht das notwendige Einfühlungsvermögen für die Nöte ihrer Patienten aufbringen, kann ich als Psoriatiker bestätigen. Auch an der fachlichen Qualifikation habe ich ab und zu schon gezweifelt.
    Ich denke, die Vorhaut hat eine Funktion, sonst gäbe es sie nicht. Eine Beschneidung muss in immer medizinisch begründet sein. Operationen sollten in jedem Fall sowieso nur der letzte Schritt sein. Narbenbildung und Schmerzen können immer auftreten.
    Wenn ich sagte, dass Sex im Kopf stattfindet, dann meinte ich damit natürlich nicht, dass die Peripherie nicht wichtig ist. Natürlich kann man ohne Augen nicht sehen. Man kann aber mit fehlsichtigen Augen sehen. Wie die Welt aussieht, entscheidet dann der Kopf.
    Ich versuche, beim Sex die empfindlichsten Stellen zu finden und das zu genießen. Das gelingt nicht immer, aber das ist bei Unbeschnittenen auch nicht anders.
    Es muss für mich auch nicht immer der vollendete Koitus sein. Müssen ist sowieso schlecht für die Liebe.

  43. Andreas Mansky

    Ich bin seit 2008 aus rein kosmetischen Gründen beschnitten. Mir gefällt es einfach besser wenn die Eichel ständig frei liegt.
    Ich habe aber schon seit der Pubertät die Vorhaut dauerhaft zurückgezogen. Dadurch war keine gefühlsmäßige Umstellung nötig.
    Ich kann es jedem Mann nur empfehlen.

  44. auch das sage ich nicht weil ich mich damit angeben möchte oder so. : also habe ja shcon zum Thema gepostet, also Beschneidung. Also ich kann ja nichts dafür, es ist im kleinkindalter bei mir passiert. Also es war medezinisch notwensig. Ich wollt enur meine Erfahrung weitergeben. Habe schon oft gehört von Frauen mit dem ich sex hatte, also das ein beschnittener Penis schöner ausehen würde usw.. auch beim blasen usw..also wäre angegenhemer für die frau, man spüre mehr, auch die Sauberkeit und das gefühl. Also wollt ich nur mal erzählt haben. Liebe Grüße ,MArko

  45. Beschneidung – vorher-nachher- ist ein gigantischer Unterschied!
    Im Rahmen einer Harnröhren-OP in HH wurde mir zwar nicht die ganze Vorhaut, aber ausgerechnet der empfindsame mittlere Teil entfernt.
    Da das im Erwachsenenalter stattfand, kenne ich also den Unterschied. Nur mit Mühe ist noch ein Höhepunkt zu erreichen.

    Die Ärzte gaben keine Vorwarnung. Während diese Seite sich Aufklärung und Beratung gewidmet hat, sollte zusätzlich auf die „Medizin“ eingedroschen werden – ich sage ganz bewußt eingedroschen, denn eine simple Aufklärung vor OP-Spielchen muß als absolutes Minimum endlich eingeführt werden. ERHALTENDES Operieren muß aber das eigentliche Ziel werden.

    Das Ziel haben die Urologen in Deutschland noch nicht verstanden: „Sex ist keine medizinische Notwendigkeit“, sagte mir lakonisch der Operateur. NACH Entfernung aller wichtigen Bereiche.

    Das ist, wie wenn man für Nierensteine operiert wird, und beim Aufwachen feststellt, daß der Arzt einem beide Augen ausgestochen hat. „Aber die Nierensteine sind weg“, verkündet er dann stolz. Und solange Herz und Atmung noch gehen, was braucht man dann die Augen?

    Insofern warne ich ausdrücklich für urologischen OPs in HH. Der Patient nennt ein Ziel „Sexualität erhalten“, der Operateur verfolgt stur sein eigenes Ziel: „Pinkeln und nix weiter – am einfachsten, wenn man alles andere wegschneidet.“

  46. Hallo Viktor,
    da hast Du anscheinend mit Deinen Ärzten auch kein Glück gehabt…aber es ist glaub egal, wo Du zu Urologen gehst, in HH oder sonstwo, der Ausbildungsstand zu Aufbau, Struktur und Funktion der männlichen Vorhaut ist bei den meisten gleich mies…ebenso die Kenntnis zu vorhauterhaltenden Op’s…die meisten haben nur abschneiden gelernt, leugnen sogar manchmal die Existenz erhaltender Techniken…

    Eindreschen…würde ich manchmal auch gern, bei soviel Ignoranz…aber verklagen wäre vielleicht effektiver…denn Ärzte sind eigentlich zur Aufklärung über mögliche Folgen verpflichtet…

  47. mecklenburg gerhard

    Es war im Jahre um 1948-49. Ich wohnte bei der Schwester meines Vaters in einer anderen Stadt, der Sohn von meiner Tante war Artzt. Dieser kam abends in mein Schlafzimmer und bespach mit mir, wegen der Operation am penis. Die Entfernung der Vorhaut wäre sinnvoll da ich keine Beschwerden beim geschlechverker mit einer weiblichen Persohn haben würde. Diesen eingriff habe ich nie bereut. ein Bekannter von mir hat es nicht getan, sowohl er selbst wie auch seine frau hat den meimiegen(wie er stei war begutactet und waren erstaunt wie leich dieser bei seiner frau in der Scheide versank ohne irgent ein schmerz. Lange haben wir darüber diskotiert,das es für ihn doch aucsinnvoll sei dieses opfer seiner frau zu Liebe zu erfrüllen. Er tat es nicht, erfolch er hat mit seiner frau nur ein Kind mit hängen und Schmerztabletten. Drum wer Probleme mit dem zurückziehen über die Eichel ohne schmerzen, der soll es ruhig veranlassen.

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