Generation Porno?

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Man bezeichnet die Jugendlichen von heute auch als die Generation Porno. Generation Porno?

Das heißt, dass sie schon so im Alter von 14 Jahren (oder sogar noch jünger!) mit Sex konfrontiert werden und auch echte Pornos schauen. Huch, sagen da viele besorgte Eltern und denken: „Na klar, aber damit kann nicht mein Kind gemeint sein.“ Wahrscheinlich doch, sagt dann die Realität, denn das brave Kind schaut natürlich nicht Zuhause, sondern in der Schule auf dem Handy oder im Internet bei Freunden oder … dem Einfallsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt. Oft sind das sogar so „krasse“ Pornos wie sie selbst viele Eltern noch nie gesehen haben und auch gar nicht sehen wollen!

Aber, keine Angst, nicht viele sehen solche Filme andauernd – doch kurz reingeschaut hat wohl fast jeder Jugendliche.
Können wir daraus schließen, dass sich die Kinder von heute auf diese Art und Weise also selbst aufklären und keine Beratung mehr brauchen?
Nein!!! Ganz im Gegenteil, bitte schnell mal diesen neuen Blog anschauen!

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Casual News: „Sex soll Spaß machen und immer wieder stattfinden!“

In diesen Casual News kommentiert eine Expertin die Europäische C-Date Studie 2011: Sexologin und Paartherapeutin Ann-Marlene Henning (www.doch-noch. de) kann die dort aufgezeigten Trends bekräftigen und geht in einigen Punkten sogar noch weiter in ihren Aussagen.

20 Kommentare zu „Generation Porno?“

  1. Liebe Ann- Marlene , hallo lieber Felix,

    ja Sehnsucht, Nähe, Vertrauen, Liebe, bitte redet doch mal über wirkliche echte Liebe, die dann zu einer gesunden Sexualität führen kann,
    das was bei den Pornos fehlt, wo nur die schnelle unbefriedigende Befriedigung der Triebe vorherrscht, solche Bilder zerstören doch eine Kinder und Jugendseele.
    Es ist nicht eine „Porno Generation“ es ist eine Generation, deren Seele an nitendo,WiFi, games, fernsehen, handy verkauft wurde…..
    okay ich höre jetzt besser auf ,……eine Ode an die Liebe, das Gefühl, das noch fühlt, ein Lächeln das noch echt lächelt, es grüßt die wilde Manu

    1. Hi Manuarte,
      ja, so sehe ich das grundsätzlich auch. Liebe und Nähe sollte die Grundlage einer gesunden Sexualität sein – muss allerdings nicht. Das sollte und kann natürlich natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
      Aber bei „Generation Porno?“ geht es durchaus in diese Richtung, wenn auch über Umwege. Wir empfehlen ja eben, mit den Kindern zu reden da diese nun mal in Schule (ja, ganz besonders in der vermeintlich moralisch-sicheren Schule) eher so Sachen wie „Gang-Bang“ Pornos etc. auf z.B. Handys sehen. Die sind halt auf Entdeckungsreise und könnten falsch abbiegen …
      Also, erklärt den Kindern, dass das nicht das normale Leben ist oder sein sollte, sonst wird es unter Umständen doch das normale Leben in der Zukunft.
      Allerdings reden wir durchaus auch über die Liebe oder auch liebevollen Umgang miteinander – wenn auch hier im Zusammenhang mit Sex, denn dieses ist nun mal ein Sexologie Video Blog. Schau doch mal z.B. „Tägliche Rückversicherungen“ (http://doch-noch.tv/category/wissen/page/2) und „Frau sollte auch was tun“ (http://doch-noch.tv/frau-sollte-auch-was-tun) an – da geht es u.a. um Beziehungsthemen.

      So oder so, reden und diskutieren wir hier alles zum schönsten Thema der Welt. Mal hart, mal herzlich, mal liebevoll und manchmal auch einfach nur lusitig.
      Grüße und bis bald

  2. Moin,
    endlich habe ich mir die Zeit genommen und reingeschaut! Toll, Ann-Marlene!
    Mir fällt dabei noch ein, dass der „Leistungsdruck“ bestimmt größer geworden ist. Das Gefühl habe ich zumindest, wenn ich meine fast 17 jährige Tochter anschaue und ihr zuhöre: die Freundin hat regelmäßig mit unterschiedlichen Partnern Sex und sie ist immer noch „nur“ Jungfrau! Das war auch zu meiner Zeit Thema, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass man dann los rannte und sich irgendjemanden suchte, um mit reden zu können.
    Es fällt dann schwer, immer wieder glaubhaft zu versichern, dass Liebe, Vertrauen und Gespräche die Grundlage für den Spaß sind und es sich durchaus lohnen könnte, auf den „Froschkönig“ zu warten!

    Gruß Regina
    P.S. Und …ist das jetzt auch der Blog für meine Tochter?

    1. „P.S. Und …ist das jetzt auch der Blog für meine Tochter?“
      Eine schwierige und gleichzeitig sehr gute Frage. Konzipiert ist dieser Blog eher für Erwachsene mit grundsätzlichem Erfahrungs-Potenial auf die diese dann aufbauen können. Aber, wenn ich bedenke, was die Jugendlichen heute alles so konsumieren, ist dieser Blog sicherlich als komplett jugendfrei und auch lehrreich zu bezeichnen.
      Wenn man mich so fragt, ist es eigentlich wünschenswert, den Jugendlichen die Chance zu geben die Welt (der Sexualität) selbst, Schritt für Schritt, mit möglichst viel Romantik und Respekt zu entdecken, zu erforschen – und nicht gleich mit Stoßtechniken, Sexshops, etc. zu beginnen.
      Nur, ich befürchte, das ist nostalgisches und von der Realität komplett überholtes Wunschdenken im Zeitalter der Medien und ganz besonders dem Internet.
      In jedem Fall sehen und hören sie hier nichts menschenverachtendes, brutales und/oder dumpf primitives zu dem Thema Sexualität. Es geht hier um mehr Respekt, Harmony und Luststeigerung in der Partnerschaft. Insofern ist dieser Blog aus meiner Sicht für Jugendliche weder geeignet noch ungeeignet – er behandelt halt nicht gezielt die z.B. „Bravo typischen“ Fragestellungen und Problematiken dieser Altersklasse.

  3. Von Regina:
    „P.S. Und …ist das jetzt auch der Blog für meine Tochter?“

    Gute Frage! Wenn wir einerseits feststellen, dass Porno nichts mit dem realem Ausleben von Sexualität zu tun hat, da es ja auf die Liebe ankommt……..
    andererseits es hier ein Stück weiter unten ja auch um Fetische und „Grenzpraktiken“ wie z.B. SM geht………

    Da es vorzugsweise die extremen Praktiken sind, die in Pornos dargestellt werden, fällt es ja vielleicht schwer(besonders für unerfahrenere junge Menschen)auseinander zu halten, was lieber und was böser SM ist.

  4. „Blog auch für Teenager … SM … Gut/Böse …“

    Ja, Felix, da muss ich dir Recht geben!
    Bei uns im Blog schadet nichts! Aber spezifisch für Teenager … Hm … Eher nein …

    Aber in jedem Fall hätte der abgesagte Abend mit Vanessa aus Berlin (Blog Nr. 10) auch unsere Kriterien erfüllt und wäre Jugend- und Schmuddelfrei gewesen für eine 17-jährige mit einer mutigen Begleitperson!

    SM! Und zwar nicht als „Grenzpraktik“, sondern als normale Neigung, die Paare (mehr oder weniger ausgeprägt) in ihrer Beziehung ausüben.
    Gerade wenn es um SM geht, denken viele, dass es eine Randerscheinung ist, böse, dreckig oder pervers.
    Ich freue mich, dass Vanessa darüber Vorträge hält, so dass mehr Menschen erfahren, dass SM (richtig ausgeführt/gelebt) eine ausgesprochen sichere Form der Sexualität ist, wo weniger Grenzen überschritten werden, als sonst so oft. Einfach weil ganz genau abgesprochen wird, was laufen wird. Liebe, Vertrauen und Gespräche versteht sich dort von selbst!
    Und wie immer gilt:
    Solange man keinem zwingt oder weh tut, beide einverstanden sind, ist alles GUT! Das ist meine Botschaft an Teenager.
    Und ja, es kann tatsächlich für unerfahrene Jugendliche schwierig sein zu unterscheiden was „gut“ oder „schlecht“ ist mit dem Leistungsdruck „die anderen haben ja schon alle …“
    Deswegen:
    AUFKLÄRUNG! Wie hier im Blog!

    Ann-Marlene

    P.S. Mein Porno-Spruch: Erotik ist, wenn man mit einer FEDER streichelt. Porno ist, wenn man DAS GANZE HUHN nimmt!

  5. SM eine normale Neigung….na gut. Wie Du es beschreibst hört es sich stark idealisiert an und als wenn sich immer zwei Gleichberechtigte zu einem Spiel verabreden.

    Wahrscheinlich habe ich es ja nur noch nicht richtig verstanden, aber wenn es um Liebe geht, dann hat dort meiner Meinung nach Dominanz und Unterwürfigkeit nichts zu suchen. Ich kann wohl verstehen. dass der Unterwürfige es aus Liebe tut. Dominanz und Liebe ist jedoch schon ein Widerspruch in sich. Abgesprochene Rollenspiele vielleicht?
    Für mich wirkt es meist so, als wenn sich die gelangweilte Gesellschaft durch Extreme aufpushen muss um überhaupt noch in Fahrt zu kommen. Wenn es so sein sollte, dann hat sie auch Pornos verdient.

  6. Ja, Harti! Ich weiss genau, was du meinst!

    Erst seit ich Sexologin bin und Klienten habe und mehr oder weniger von morgens bis Abend über das Thema spreche, merke ich wie viele Leute (und hiermit meine ich GANZ NORMALE LEUTE) in irgendeiner Form SM ausüben in Ihrer Beziehung!

    Ich musste mich immer wieder überraschen lassen.

    Allerdings fasse ich den Begriff SM auch etwas weiter als Kette und Schmerz. Schon das Spiel mit Macht (aktiv/passiv) oder leichtes Festbinden, Lack und Leder anziehen oder Klatscher auf den Hintern nenne ich so.

    Und ja, ich hatte es mir auch nicht so vorgestellt, aber Dominanz, Unterwürfigkeit und Liebe wiederspricht sich so absolut nicht. Auch der Dominante macht Liebe.

    Aber in der tat muss man sich mit der Thematik etwas beschäftigen, bevor man verstehen kann, wie diese art von Sexualität gelebt wird. Auch hier gibt es von-bis …

    SM ist übrigens absolut abgesprochenes Rollenspiel!

    Ann-Marlene

    P.S. Für den interessierten Leser: 4 Aussagen über SM:

    BDSM ist die heute in der Fachliteratur gebräuchliche Sammelbezeichnung für eine Gruppe miteinander verwandter sexueller Vorlieben, die oft unschärfer als Sadomasochismus oder umgangssprachlich auch als SM oder Sado-Maso bezeichnet werden.

    Der Begriff BDSM, der sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism zusammensetzt, umschreibt eine sehr vielgestaltige Gruppe von meist sexuellen Verhaltensweisen, die unter anderem mit Dominanz und Unterwerfung, spielerischer Bestrafung sowie Lustschmerz oder Fesselungsspielen in Zusammenhang stehen können.

    Die grundlegende Basis für die Ausübung von BDSM ist, dass es prinzipiell von mündigen Partnern freiwillig und unter gegenseitigem Einverständnis in einem sicheren Maße praktiziert wird.
    Alle Varianten des BDSM haben gemeinsam, dass sich die Beteiligten freiwillig aus ihrer Gleichberechtigung in ein sehr ausgeprägtes Machtgefälle begeben.

    Neben den allgemeinen Empfehlungen für Safer Sex erfordern BDSM-Sessions im Regelfall wesentlich weitergehende Sicherheitsmaßnahmen als typischer sogenannter „Vanilla-Sex“, d. h. als ein Sexualleben ohne BDSM-Elemente.

  7. Ann-Marlene,

    kannst Du mir erklären, welche Neigung es genau ist, der bei SM gefolgt wird?

    Jetzt mal abgesehen von dem Verkleidungsfirlefans, ist es soweit ich es verstanden habe, in erster Linie die Neigung zur Unterwürfigkeit?

  8. @Harti: Das kann ja wohl nicht Dein Ernst sein, dass Dominanz und/ oder Unterwürfigkeit in einer Liebesbeziehung nichts zu suchen hat. Grade dort treten diese Dinge doch viel stärker als in allen anderen sozialen Kontakten hervor! Es gibt keine zwei absolut gleichen Partner auf absolut gleicher Augenhöhe! Du scheinst das ganze nur auf den Sex zu beziehen. Aber im Alltagsleben ist es vollkommen normal, dass ein Partner überlegen ist, sei es nun in puncto Geldverdienen oder auch wenn es nur darum geht, wer in der Beziehung „die Hosen an hat“. Das kann natürlich auf Mann und auf Frau zutreffen.

    SM bedeutet für viele devote Personen einfach nur völlige Hingabe und den Genuss, sich dem Partner „auszuliefern“, in dem Wissen, dass er das entgegengebrachte Vertrauen nicht enttäuscht! Vertrauen ist das wichtigste, muss man fürchten, dass der dominante Partner die vereinbarten Grenzen überschreitet, ist Hingabe meiner Meinung nach gar nicht möglich.

    Ein Freund von mir, der gerne zu Dominas geht, erklärte mir das einmal so: Man schließt einen Vertrag mit festgelegten Regeln, es gibt natürlich ein Notfall-Stop-Wort ( sollten auch Paare vorher vereinbaren ) und dann weiß man, dass man das bekommt, was man gebucht hat. Es passiert nichts, was er nicht will.
    Für ihn sei es das Fallenlassen, dass ihn an der Situation reizt. Der Höhepunkt spielt für ihn eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Im Alltag trifft er ständig wichtige Entscheidungen und trägt enorme Verantwortung, diese Verantwortung abzugeben macht den Reiz für ihn aus und führt zur Entspannung. „Ich bin gefesselt, also kann ich nicht handeln“, damit ist der Druck, Entscheidungen zu treffen von ihm genommen.

    Klar muss jeder für sich selbst entscheiden, was er mag und was nicht, aber man sollte nichts Unbekanntes vorschnell verurteilen!

  9. Ich glaube Du verwechselst ein paar Dinge hier Irene. Wenn der Eine in der Partnerschaft bestimmte Dinge besser kann als der Andere, dann gleicht es sich meistens durch die Dinge aus, die der Andere dafür besser kann. Das nennt man Ergänzung und ist eine wichtige Basis einer Partnerschaft.

    Dominanz und Unterwürfigkeit hat hiermit nichts zu tun! Dann nämlich würde die Partnerschaft keine gute Basis haben(Einer gibt sich auf….).

  10. @Harti
    Du verwechselt hier wohl Einiges! Das Stärken und Schwächen der Partner sich ausgleichen, halte ich für ein Märchen. Wenn Du das glaubst, so kennst oder anstrebst, freut mich das aufrichtig, ich aber muss ganz klar sagen: Ich WILL, dass der Mann mir überlegen ist, auch und grade im Alltag und in möglichst vielen Bereichen.

    Aus Liebe etwas zu tun, was man nicht mag halte ich ebenso wie Du schädlich und falsch.
    Wenn ich heute beim Sex devot bin, dann weil ICH das so will.

    Vielleicht bin ich altmodisch, rückschrittlich, unemanzipiert? Für mich passt es so am besten. Muss jeder für sich entscheiden.

    1. Da sind wir ja jetzt von „Generation Porno“ kommend bei einem ganz anderem Thema gelandet.
      Trotzdem schön, weil sich zeigt wie unterschiedlich die Empfindungen, Erfahrungen und Sichtweisen zu dem Thema Partnerschaft und Sex sind.
      Da lässt sich halt vieles nicht verallgemeinern und u.a. das macht die Sache so spannend.

      Aber, ich muss trotzdem was allgemeines zum Themenbereich SM, BDSM, devot, … sagen.
      Wenn wir hier über Praktiken dieser, oder auch anderer Art sprechen sollte eine Sache immer ganz klar sein:
      Jemanden gegen seinen Willen zu Sex zu zwingen ist schlicht kriminell – ob nun zu „normalem Sex“ (= Vergewaltigung) oder zu SM Sex (auch = Vergewaltigung, schwerer Körperverletzung, etc.). Solche Leute sind dann wirklich nicht normal, gehören in den Knast und werden mit Sicherheit nie in diesem Blog gemeint sein.

      SM Praktiken als solches sind aber nun mal sehr verbreitet, wie sich sofort erkennen lässt wenn man einen Sex Shop betritt. Z.B. die einfachen Handschellen sind dort fast so verbreitet wie Kondome auch. Die bekommt man ja zum Teil sogar schon in Kaufhäusern. Mit und ohne Plüsch in allen Farben und Ausführungen werden die hunderttausendfach verkauft. Da die Sex Industrie in der Hauptsache für die Masse produziert und Handschellen etwas mit dominantem und devotem Verhalten zu tun haben ist diese Sex Praktik von zart bis hart also ganz offensichtlich sehr verbreitet.
      Ich vermute, sogar ganz erheblich mehr in Beziehungen, als bei Singles. Es dürfte dem Single sicher sehr schwer fallen, regelmäßig Partner zu finden, die sich mal eben so fesseln lassen und sich ausliefern. Das hat also definitiv was mit Vertrauen und Hingabe in der Partnerschaft zu tun.
      Mag ja auf den Einen oder Anderen komisch wirken,- ist aber trotzdem so und komplett normal.

      Warum ist das so? Das weiß ich leider auch nicht – vielleicht Instinkte aus der Urzeit?.
      Wie auch immer, ich wüsste wirklich nicht was dagegen spricht in einer Beziehung experimentierfreudig zu sein und auch „solche Sachen“ mal zu probieren – ist doch spannend! Wenn es dann nicht gefällt kann man es ja wieder lassen und was anderes probieren.
      Im normalen Alltag kann der (Sex-) devote aber durchaus trotzdem „die Hosen“ an haben,- oder eben auch nicht.

  11. Also die Kurve zum Thema ist ganz schnell gefahren Felix.

    Wenn Partnerschaften(wie hier schon dargestellt) gerademal auf dem Niveau einer Herrchen zu seinem Hund-Beziehung beruhen, dann kann ich daran nichts nach menschlichen Normen funktionierendes erkennen. Hunde werden sich meist zugelegt, um von jemandem bedingungslos und ohne Widerspruch geliebt zu werden. Diese Liebe muss nicht einseitig sein, aber auf menschliche Beziehungen übertragen doch etwas jämmerlich. Der Dominate muss sich nicht mit Kritik und Gegenwehr auseinandersetzen und das macht ihn zum stehenbleibendem, ethisch wertlosem Machthaber.

    Mir ist es im Grunde schnurz, wieweit es Paare miteinander treiben und ich persönlich kann eine Menge tolerieren. Ich selber bin für sehr viele Dinge offen und sicher kein Blümchensexanhänger, aber es geht hier ja um die Aufklärung der Kinder und der Jugendlichen.

    Kinder und Jugendliche nehme viele Dinge geradezu unglaublich unreflektiert auf heutzutage. Sie haben meist natürlich Zugang zu allem was im Netz so angeboten wird. Natürlich haben sie auch Zugang zu dieser Seite beispielsweise, ob sie nun für sie gemacht ist oder nicht.

    Mein großes Problem hiermit ist, dass die Kinder dadurch das sie überall erfahren, Grenzpraktiken wie SM(und alles was da sonst nocht ausgelebt wird), wird als etwas ganz Normales hingestellt . Wie soll ich meinem Kind die ganze Bandbreite dieser Dinge erklären? Ich kann das nicht, zumindest nicht rational, denn bei mir würde es gerademal reichen um es nicht vor dem Kind zu verteufeln. Wie soll ich meinem Kind klarmachen, das es bei manchen Menschen sicher besser wäre sich in eine fachärztliche Therapie zu begeben, anstatt ihre „Aussergewöhnlichkeit“ mit Sex auszuleben. Wie genau soll ich dem Kind erklären, dass wenn sich Leute an Rollenspielen aufgeilen wie z.B….Lehrer vernascht Schülerin, oder Pastor befummelt Schutzbefohlene, jedoch sollte so etwas im „realen“ Leben tatsächlich vorkommen, es einen doppelmoralischen Sprung gibt und genau diese Menschen wie alle anderen sofort schreien „hängt die Schweine“? Kinder werden es nicht verstehen und einige Erwachsene wohl auch nicht. Wenn sie in den Pornos sehen, wie all die extremen Praktiken dargestellt werden, wie sollen sie einen Unterschied im Kern der Sache ausmachen können? Das können sie nicht, denn im Kern der Sache gibt es diesen Unterschied nicht.

    Grenzübertretungen unter sich und abgesprochen zu praktizieren, sollte wohl jedem selbst überlassen werden. Aber auch doch nur dann, wenn es tatsächlich zwei reife, aufgeklärte und gleichberechtigte Menschen sind und nicht wie man mitunter vermuten könnte, wenig reife und unaufgeklärte Menschen(Jugendliche). Die Bestrebungen extreme Sexpraktiken in der Gesellschaft zu etablieren, hat im Ergebnis wenig mit Aufklärung zu tun, sondern es führt zur Abstumpfung!

    Der Begriff „Gang Bang“ ist hier bereits gefallen. Das ist ein Beispiel dafür, wie Jugendliche die Gesellschaft reflektieren, nämlich indem sie diese armseelige Art von Sex als normal ausleben. Dieser Kreis schliesst sich immer wieder. Unter diesem Aspekt findet es ein Jugendlicher wohl fast schon belustigend heuchlerisch, wenn ihm der Egoschooter am PC verboten werden soll von wegen Abstumpfung der Skrupel gegenüber Gewalttaten. Wenn sie sehen wie die Gesellschaft ihnen Grenzenlosigkeit vorlebt und als normal deklariert, wie sollen sie dann diesen nur noch minimalen Schritt zur Straftat in unserer Realität als Grenzüberschreitung in sich verfestigen und klaren Regeln respektieren lernen?

  12. “ … in sich verfestigen und klaren Regeln respektieren lernen?“

    Da kann wirklich nur eines helfen, wie schon im Video-Beitrag von Ann-Marlene gesagt:
    Bei jeder Gelegenheit mit den Kindern/Jugendlichen reden und zudem natürlich auch respektvollen Umgang miteinander vorleben (was allerdings beim Thema Sex meist schwierig sein dürfte).
    Wie bei vielen komplexen Themen, auch jenseits des Sexes, wie z.B. gerechter Krieg, ungerechter Krieg und gibt es überhaupt einen gerechten und guten Krieg, … etc., kann man halt nur versuchen so etwas wie eine moralische Richtlinie zu vermitteln und hoffen, dass man zum Einen die „richtige“ Moral (was immer das ist) vermittelt hat und zum anderen, sich der Jugendliche im Fall der Fälle auch daran orientiert.
    Im Laufe des Lebens muss letztlich jeder Mensch selbst raus finden was er richtig oder falsch findet und wie er in der Gesellschaft damit klar kommt. Das ist auch gut so, weil wir uns sonst als Menschheit nicht weiter entwickeln würden.
    Wir dürfen aber nicht Themen einfach ignorieren, nur weil wir sie nicht mögen oder sogar abartig finden, wenn sie nun mal real und öffentlich existieren.
    Da wir das nicht ändern können, selbst wenn wir wollten, hilft nur reden, reden und noch mal reden.
    Eben z.B. den Unterschied zwischen einem Rollenspiel und einer realen Tat nachvollziehbar erklären. Die Kinder verstehen ja auch den Unterschied zwischen Indianer und Cowboy spielen und einem realem Gemetzel, z.B. auf dem Schulhof.

    In meinem Umfeld sind eine Menge Kids, die alle diesen Internet-Medien-(Sex)-Einflüssen ausgesetzt waren und sich trotzdem völlig normal entwickelt haben weil die Eltern meist aufmerksam und ansprechbar waren. Einzelne große und/oder kleine Fehltritte, wie bei Jugendlichen seit jeher üblich, fanden und finden natürlich statt, aber die Eltern haben dann hilfreich reagiert und der Fehltritt wurde damit zu einer meist nachhaltigen Lehreinheit.
    Problematisch sind wohl in der Hauptsache Kinder von Eltern die sich nicht kümmern wollen, oder einfach nicht kümmern können – davon gibt es in der modernen Gesellschaft ja leider immer mehr und dagegen müsste man was tun.

    Wie Ann-Marlene aber auch fest stellt, wissen und unterscheiden die meisten Kids oft viel mehr als man denkt. Das lässt doch hoffen!

  13. Einiges sehe ich eben ursächlich anders Felix.

    „Problematisch sind wohl in der Hauptsache Kinder von Eltern die sich nicht kümmern wollen, oder einfach nicht kümmern können – davon gibt es in der modernen Gesellschaft ja leider immer mehr und dagegen müsste man was tun.“

    Es ist die „moderne“ Gesellschaft, die diese Eltern generiert. Wenn ich meinem Kind die richtigen Dinge vorleben und erklären möchte, dann würde ich es vorziehen wenn diese Gesellschaft mir nicht dabei in den Rücken fällt, indem sie immer selbstverständlicher Grenzenlosigkeit demonstriert. Das ist mein Punkt!

    “ Die Kinder verstehen ja auch den Unterschied zwischen Indianer und Cowboy spielen und einem realem Gemetzel, z.B. auf dem Schulhof.“

    War das nicht früher einmal so? Heute legen es Kinder z.B. schon sehr früh darauf an kein „Opfer“ zu sein und trainieren für ihre Dominanz. Das mag man jetzt unter Randgruppen abtun, aber das Problem ist ja, dass diese Randgruppen komischerweise mittlerweile riesengroß geworden sind und ständig wachsen.

    Das Konzept die Kinder im gesunden Maß auf die Gesellschaft vorzubereiten, geht deswegen nicht mehr auf, weil die schlechten Einflüsse der Gesellschaft überwiegen. Der Gesellschaft scheint nicht mehr viel an Familien und dem behutsame Aufwachsen der Kinder zu liegen.

  14. Hallo liebe Leute,

    ich kann den Blog nur bestätigen. Ich finde es erschreckend, wie früh sich die Jugendlichen mittlerweile mit dem Thema Sex auseinandersetzen. Viele sind in diesem Alter noch gar nicht reif genug dafür- hauptsache mal ausprobiert und mitgemacht… Und die mangelnde Aufklärung ist nicht nur bei den Jugendlichen ein Problem… Wenn ich mal zurückdenke an unseren Sexualkundeunterricht- oh schreck… Unser Lehrer saß total verklemmt am Schreibtisch, hat alles schnell aus dem Buch abgelesen und das wars dann. Auch viele Erwachsene haben keinen Schimmer von Anatomie, weiblichem Zyklus, Kinderkriegen (?!) und staunen Bauklötze wenn man sie mal aufklärt…

    Grüßle von einer Hebamme…

  15. Es ist wohl auch kein Zufall, dass immer mehr (versuchte) (Gruppen-)Vergewaltigungen von immer jüngeren Kindern(!) stattfinden. Es gibt so viel krasses Zeug im Internet … und ich meine nicht nur die Sachen, die „gespielt“ sind (und Respektlosigkeit, Erniedrigung und gleichzeitige Das-ist-ok/geil-so-Sexualisierung demonstrieren), sondern v.a. auch so Sachen, wo man sieht, dass die „Darstellerinnen“ tatsächlich brutalst vergewaltigt werden (weil sie unerfahrene, übliches-Mainstream-Porno-Klischee-erwartende junge Frauen sind und an einen meist rechtswidrigen – manchmal im wahrsten Sinne des Wortes – Knebelvertrag gebunden sich wähnen, bei dem sie – so glauben sie – Unsummen zahlen müssten, wenn sie von ihm zurücktreten wollten, weil ihnen der „Sex“ zu hart ist). Ja, und dann gibt es noch die „echt“ grausamen Misshandlungs- und Vergewaltigungsvideos, wo das Opfer auf kälteste Art und Weise richtig kaputt gemacht wird – immer weiter und weiter, obwohl das Weinen, Schluchzen und Schreien des Opfers jeden Menschen, der noch nicht vollständig innerlich abgestumpft und erkaltet ist, zwingen würde aufzuhören. Die Videos zu melden, bringt auch nichts, weil die meist aus irgend nem Hinterwäldlergebiet der Erde stammen und die Zuordnung wohl unmöglich sein dürfte.
    Ja, es gab eine Zeit, da bin ich seelisch immer weiter abgesackt zu solchen Sachen, Stückchen für Stückchen. Ich sah mir Sexvideos an, die immer noch „dominantere“, -> „beherrschendere“, -> „gewaltlichere“, -> „sadistischere“ Frauenunterwerfungssex zeigten. Bei jedem Video, das noch eine Stufe härter war, empfand ich noch mehr männlich-dominante Geilheit (ganz anfangs bei mittleren Gonzo-Pornos) und mehr und mehr Hassabfuhr (bei den „fortgeschritteneren“ Videos). Damals hätte ich letzters so nicht genannt, weil ich das gar nicht reflektiert habe in meiner Getriebenheit – ich habe das nicht so richtig bewusst gefühlt; es war immer ein aggressives Männlichkeitsgefühl während der Onanie und des Orgasmus‘ und die – vermeintliche, weil eigentlich innerlich weiter verhärtende – Entspannung nach der Druck- durch Triebabfuhr im Vordergund.
    Der Schlüssel zum Auftauen ist Liebe – und zwar erst mal sich selbst gegenüber … denn eigentlich ist es Selbsthass, der nach außen projiziert wird – in Union mit Groll, Frust, Druck/Distress, Getriebenheit, Sucht/Zwang, … wobei diese Dinge sich wiederum förderlich auf die Entstehung von Hass und Kälte, die mit der Triebabfuhr „abgeladen“ werden wollen, auswirkt. Um die ganzen inneren Konflikte und/oder den nicht unerheblichen Minderwertigkeitskomplex zu lösen (wovon ich bei Leuten, die solche Videos schauen, ausgehe, dass dergleichen vorhanden ist), ist eine Psychotherapie ratsam! Ein echtes, stabiles, starkes Selbstwertgefühl ist, um gesund, stabil hoch-glückerfüllend, „echt“ jemand anderen lieben zu können (wie ich es nenne, nachdem ich es nun so noch erleben durfte), muss man lernen, sich genau SO selbst zu lieben (also keine Selbstsucht, Egomanie, Selbstverliebtheit). Die christliche Weisheit lautet nicht ohne Grund: „Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST“. Ein glückliches Leben in Liebe ist einfach viel schöner, viel angenehmer, viel befreiender! 🙂 Auch wenn sich die meist sehr unbequeme, mühselige, unangenehme, Selbst- und evtl. gar Weltbild erschütternde, teils schmerzliche und als „aufwühlend“ empfundene Arbeit an sich selbst wahrgenommen wird als Bedrohung oder Schlechte-Laune-/Aggressionsschürungs-Potential. Aber „ein wenig“ (es kann Wochen bis Jahre dauern) Selbstdisziplin bei den wirklich wichtigen Dingen lohnt sich definitiv ! =)

  16. PS: Korrektur: „Ein echtes, stabiles, starkes Selbstwertgefühl ist Voraussetzung, um gesund, stabil hoch-glückerfüllend, “echt” jemand anderen lieben zu können (wie ich es nenne, nachdem ich es nun so noch erleben durfte), und um dies zu können, muss man lernen, sich genau SO selbst zu lieben (also keine Selbstsucht, Egomanie, Selbstverliebtheit).“
    [Vielleicht kann die Moderation das so vornehmen – ohne Anführungsstriche – und dann dieses PS hier löschen? Wenn ja, danke! :-)]

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