Peniswochen, Folge 3


Posted on Juli 3rd, by Felix in Der Körper, Doch Noch Blog, Doch Noch TV, Mann. 96 comments

Aller guten Dinge sind drei: Beim Finale der Peniswochen geht es um die Vorhaut. In letzter Zeit erreichen Ann-Marlene viele Zuschriften zu diesem Thema und es wird immer deutlicher, dass „das kleine Fitzelchen Haut“ eine große Rolle spielt. Was denkt Ihr darüber? Wer hat Erfahrungen oder wer steht vielleicht vor der Entscheidung, ob er sich beschneiden lassen soll oder nicht? Und die zentrale Frage: Ist es für den Mann wirklich ein Unterschied, ob mit oder ohne?





96 thoughts on “Peniswochen, Folge 3

  1. Klitoris: 8000 ist wohl richtig.
    Die Eichel: ca. 10-12.000 (20.000 ist übertrieben und wird dauernd genannt).
    Die innere Vorhaut ist eindeutig sensibler als die Eichel.
    Und das Zusammenspiel der Vorhaut mit der Eichel, das auf und abstülpen der Vorhaut auf der Eichel, wie ein Socken, den man fast auszieht und wieder über den Fuß rollt, so liebe Marlen, dürfen Sie sich das Zusammenspiel der Vorhaut mit der Eichel vorstellen.

  2. Lieber Guy!
    “ … das Zusammenspiel der Vorhaut mit der Eichel, das auf und abstülpen der Vorhaut auf der Eichel, wie ein Socken, den man fast auszieht und wieder über den Fuß rollt …“
    Danke für dieses schöne Bild. Wenn ich auch oft damit „rumgespielt“ habe – mit Vorhaut und Eichel – kann ich es mir jetzt so gut wie nie zuvor vortsellen, warum es eigentlich so schön ist!
    Ein mann müsste man sein! ;-)
    Ann-Marlene

  3. Zu mir selbst kann ich zum Thema Empfindsamkeit der Vorhaut nichts sagen, weil man mir die Vorhaut als Kind leider abgeschnitten hat. Die Erfahrungen mit meinen männlichen Partnern sind aber eindeutig – die Partner mit Vorhaut waren verglichen zu denen ohne Vorhaut und auch mir selbst deutlich empfindsamer. Ich habe nur noch am Eichelrand bis zur Beschneidungsnaht eine ausreichende Sensibilität und die restlichen Stellen tragen kaum zum sexuellen Empfinden bei.

    In den Reaktionen meiner intakten Partner konnte ich keinen Unterschied der Empfindsamkeit zwischen Eichel und Vorhaut feststellen. Sie sind beide sehr empfindsam und scheinen sich dabei zu ergänzen. Das Empfinden ist für sie anscheinend deutlich größer, wenn ich beide Bereiche mit einbeziehe. Dann haben sie die intensivsten Orgasmen, aber sie genießen es auch sehr, wenn ich mich zeitweise nur mit der Vorhaut beschäftige.

    Da diese Erfahrungen für mich immer schon sehr deprimierend waren, habe ich vor etwas mehr als einem Jahr eine Vorhautrekonstruktion durch Dehnen der Schafthaut begonnen. Vor zwei Jahren (mit 28 Jahren) hatte ich noch größere Probleme zum Orgasmus zu kommen, aber mittlerweile klappt es wieder regelmäßig. Das liegt wohl daran, dass ich die Eichel rund um die Uhr vor Reibung und Austrocknung schütze und sie mit hornhautlösender Feuchtigkeitscreme pflege, so dass die dicke Hautschicht, die sich auf der Eichel gebildet hat, wieder geschmeidiger wird. Das sorgt zumindest für eine höhere Sensibilität der Eichel. Leider wurde mir die Vorhaut dagegen für immer genommen und ich werde nie die Empfindungen meiner intakten Partner bei sanften Berührungen der zurückgezogenen Vorhaut oder beim Gleiten der Vorhaut über die Eichel nachempfinden können.

  4. Wer Vorhaut sagt, sollte die Raffe auf der Unterseite (das Frenulum) nicht vergessen. Jede Frau, die sich bei Oralverkehr genau auf die Stelle konzentriert, merkt schnell, dass das wohl die empfindlichste Stelle sein muss. Und die geht als Teil der Vorhaut bei der Beschneidung i.d.R: verloren, oder wird zumindest beschädigt.
    Also…
    nach Priorität sortiert: Frenulum, Vorhaut und dann Eichel.

  5. „Die Eichel: ca. 10-12.000 (20.000 ist übertrieben und wird dauernd genannt).“

    Das war ein Verschreiber meinerseits. Hier sollte Vorhaut stehen und nicht Eichel.
    Die Eichel hat ca. 4.000,- Nervenendigungen. Du lagst mit 2.500 also nicht so weit weg,

  6. Hallo liebe Ann-Marlene!

    Irgendwie scheint das Abzählen von Nervenzellen jüngst in Mode gekommen zu sein. Dazu nur ganz kurz:

    Ja, nach neuesten Erkenntnissen ist wohl die Vorhaut, und zwar die sensible, feuchte Schleimhaut auf ihrer Innenseite, die erogenste Zone beim Mann – mit 20.000 Nervenzellen – oder 19.684 oder 22.877 – man nennt sie auch Meißnersche Tastkörperchen. Klitoris 8.000 mag stimmen, Eichel 10.000 – 12.000 – kann sein, hab sie nicht gezählt.

    ABER: Es geht hier um verschiedene Arten von Nervenendungen! Meißnersche Tastkörper reagieren auf schnelle, eher oberflächliche Berührungen, Merkel-Körperchen (haben nix mit unserer Bundes-Mutti zu tun) auf Druckveränderungen und Vater-Pacini-Körperchen sind extrem schmerzempfindlich und reagieren auf Vibration. Im Unterschied zur hohen Nervendichte der Vorhaut ist die Eichel weniger oberflächensensibel, auch bei nicht beschnittenen Männern. Dafür hat die eine deutlicher ausgeprägte Tiefensensibilität (Druck, Zupacken, langsame kraftvolle Stimulation), woraus sich möglicherweise erklärt, dass viele beschnittene Jungen und Männer auf „härtere“, intensivere Sexualtechniken stehen.

    Nicht vergessen sollte man auch, dass jeder Junge, jeder Mann individuell und anatomisch ein Unikat ist, sozusagen einzigartig, und dass er deshalb auch ganz individuell empfindet. Denke Dir einmal einen Menschen, der irgendwann einmal erblindet ist. Er kann trotzdem noch lesen – mit den Fingern! Was muss er dazu tun? Er muss die Sensibilität seiner Fingerspitzen trainieren! Möglicherweise ist etwas Ähnliches eine Hilfe für Jungen und Männer, die unter dem Verlust von Sensitivität durch die Vorhautamputation und die Keratinisierung der Eichel leiden – wie gesagt: möglicherweise.

    Felix‘ Einwurf, sein Kumpel, seines Zeichens toller Hecht im Bett, habe gar keine Probleme, empfinde die Beschneidung eher als Vorteil, ist völlig OK, nur darf man dies nicht verallgemeinern (siehe oben – Individualität). Angenommen, jemand lässt sich beschneiden, weil er beim Sex länger durchhalten möchte. Später stellt er fest, dass er nunmehr – wie zahlreiche Männer, die seit 2012 über ihre Beschneidung reden – viel zu wenig spürt, weil die sensible Vorhaut weg ist und die normalerweise feuchte, empfindliche Oberflächenschleimhaut der Eichel austrocknet und sich mit einer dünnen Hautschicht schützt. Ein Zurück gibt es nicht mehr!

    Wenn Du nun all das weißt – was sagst Du dazu, dass tausende Jungen auch in Deutschland oder Österreich wegen einer eigentlich gar nicht operationsbedürftigen Phimose beschnitten werden? Man greift in ihre spätere Sexualität ein, ohne zu wissen, welche Wirkungen individuell eintreten werden – und das alles ohne Not!

    Du sagst, bei einer Vorhautverengung müsse „es“ manchmal sein. Richtig, aber eben nur sehr, sehr selten!

    Frage mal auf der Straße jemanden (oder viele), was sie unter einer Phimose verstehen und wie die wohl behandelt wird. Ich vermute, die Standardantwort wird sein: Phimose ist eine Vorhautverengung. Wenn die Vorhaut zu eng ist, wird der Junge beschnitten. Und genau das ist falsch.

    Ein verantwortungsvoller (Kinder-) Arzt hat bei einer (sofern überhaupt nötigen) Behandlung der Phimose an erster Stelle das Wohl des Kindes jetzt und später im Blick und das heißt: Er vermeidet jeglichen substanzzerstörenden Eingriff, erst recht im Intimbereich, wenn dieser nicht wirklich absolut nötig ist. Bei Phimose muss man unterscheiden: Hat man es mit einer kindlichen, natürlichen, Phimose zu tun, die (ohne begleitende Entzündungen oder Schmerzen) völlig normal und sogar sinnvoll ist, oder liegt eine pathologische, z. B. durch Verletzung erworbene Phimose vor.

    Ist eine kindliche Vorhaut schmerz- und entzündungsfrei und gibt es auch kein Problem beim Pullern, braucht mindestens bis zur Pubertät gar nichts unternommen werden.

    Treten wiederholt Entzündungen oder Schmerzen auf, ist eine nichtoperative Behandlung mit speziellen Salben angezeigt (kortison- oder östrogenhaltig, es gibt noch weitere). In 60 – 90 % der Fälle hilft das bereits. Anderenfalls – oder wenn man wegen Schmerzen dem Jungen eine langwierige Salbenbehandlung nicht zumuten mag – gibt es (auch für erwachsene Männer!) plastische, komplett vorhauterhaltende OP-Verfahren (Welsh-Plastik, Triple-Inzision, Föderl-Plastik). Bei der immer häufiger empfohlenen Triple Inzision erfolgt die Vorhautweitung durch drei winzige Längsschnitte in die Vorhaut, welche geweitet und so vernäht werden. Das Ganze kann man mit einem zusammengerollten Blatt Papier verdeutlichen. Man ritzt einfach 3 parallele Schnitte in Längsrichtung ein und „staucht“ das Blatt dann auf. An der Stelle der Schnitte spreizt sich die Rolle auf, ihr Durchmesser wird weiter. Die Rolle wird dadurch minimal kürzer, wie auch die Vorhaut bei der OP. Allerdings ist diese Verkürzung so minimal, dass die Eichel bedeckt bleibt und außerdem KEIN erogenes Gewebe verlorengeht.

    Eine Beschneidung – jahrzehntelang die Standard-OP bei Vorhautverengung – ist nach heutigem Stand der Medizin nur in Ausnahmefällen noch gerechtfertigt, z. B. bei Diabetikern mit chronischen Hautveränderungen oder der seltenen Hautkrankheit Lichen sclerosus.

    Dass sich der Penis bei einer Phimose nicht richtig aufrichten kann, kann man so nicht sagen. Auch kleine Jungen haben bereits Erektionen und wenn man einer dänischen Studie Glauben schenkt, wonach das Durchschnittsalter, in dem Jungen einer vollständig zurückstreifbare Vorhaut haben, bei etwas über 10 Jahren liegt, dann müssten die alle Schmerzen haben. Nein, das von Dir beschriebene Problem tritt meist dann auf, wenn im Jugend- oder Erwachsenenalter eine narbige Phimose vorliegt und die Erektion dadurch behindert, dass sich das Glied in der engen Vorhaut nicht „strecken“ kann.

    So, das war viel.

    Eine allgemeine Frage:

    Gibt es eigentlich irgendwann eine Auswertung, Aufarbeitung (Video, Buch) der ganzen Infos, die Du über Kommentare und Mails bekommst?

    @Guy:

    Frenulum = Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel
    Raphe = Fortsetzung des Bändchens, Linie, „Naht“ an der Unterseite der Vorhaut (raphe praeputii), führt entlang der Unterseite des Penis über Hodensack und Damm zum Anus. > zwei getrennt zu betrachtende anatomische Strukturen.

    LG Matthias

  7. Ich fasse mich heute kurz.
    Durch die Entfernung der Vorhaut hat der erigierte Penis wenig bis keine frei verschiebbare Haut mehr. Das bedeutet für die Frau vermehrte vaginale Reibung, die Vaginalhaut und auch die inneren Labien sind auf Dauer damit überfordert. Der sogenannte Sehnsuchtstropfen des Mannes, der die Eichel befeuchtet kann auch nicht mehr wirken.
    Mein Mann spürt an der Eichel viel zu wenig, er weiß nie wo er gerade ist, er fühlt nicht ob er bereits eingedrungen ist oder nicht. Er beginnt mich zu fühlen wenn der Schaft in mir ist… vorher nicht.
    Lustvoller Sex … meistens Fehlanzeige… für mich. Immer muss ich gutes (und teures, aus den USA) Gleitmittel parat haben. Denn wenn bei mir die eigene Feuchtigkeit nicht ausreicht… tut es mir weh… es brennt. Die Gleitmittel sind zudem immer eine Gefahr für meine Vaginalflora.
    Beim Oralverkehr muss ich entweder wie „Eis in der Tüte“ seitlich lecken oder sehr viel Penis in der Mundhöhle unterbringen, denn er braucht die Stimulierung des verbliebenen inneren Vorhautblattes das sich nun tief am Schaft herunterzieht. Würgereize bei mir zu unterdrücken ist anstrengend und lusttötend.
    Genitalbeschneidung am Mann hat auch genitale Beschränkungen der Frau zur Folge. Meine Vulva ist sehr empfindlich… leider.
    Und wenn ich feucht genug bin, reichen wenige verkehrte Stöße um meine Lust abzuwürgen. Meine Vagina mag einfach keine Reibung. Verbleibt er dagegen innerhalb seiner Möglichkeiten, d.h. innerhalb der verschiebbaren Haut, fühlt es sich so gut an. Dummerweise gelingt ihm dies nicht immer.
    Mein Mann wurde Ende der sechziger Jahre schief teilbeschnitten, er war keine zwei Jahre alt. Ich mache ihm nie Vorwürfe, wie käme ich dazu ihm vorzuwerfen was er nicht frei entschieden hat. Aber wenn ich den Arzt vor mir stehen hätte… ich würde die Kontrolle über mich verlieren.
    Die vielen Tränen die ich weinte und die immer wieder in mir aufsteigen … nie werden wir beide je eine unbekümmerte Sexualität miteinander teilen.

  8. Liebe Ann-Marlene,

    nun muss / will ich mich auch zu Wort melden und zwar als Frau eines beschnittenen/ betroffenen Mannes.
    Gott sei Dank kann nicht glücklich schätzen rel. feucht zu sein und somit nicht die Selben Probleme wie Gabriele zu haben.
    Mein Mann ist Low und Tight beschnitten, quasi alles Wichtige weg, das erste Schamhaar kommt aus seiner Narbe, nach der Eichel kommt direkt die spannende Schafthaut, von der einschnürenden Narbe und der Hornhaut auf der Eichel möchte ich gar nicht reden… Was sie bei dieser Op alles gemacht haben möchte ich mir gar nicht vorstellen. Das schlimmste ist jedoch, dass mein Mann seit seiner Vorhautamputation keinen Orgasmus mehr hatte, er ist quasi völlig gefühllos da unten und es geht beim Sex schon mal härter zu Sache um wenigstens nur zu Ejakulation zu kommen, was jedoch nicht immer klappt.

    Was würde ich darum geben meinen Mann glücklich zu sehen. Wie frustrierend muss es sein, keinen Orgasmus mehr zu haben.
    Nach jeden Sex denke ich mir, wie gerne würde ich ihm meine Orgasmen abgeben um ihn endlich befriedigt zu sehen, dies ist für mich als seine Frau ziemlich/sehr unbefriedigend! Wie verwünsche ich den Tag seiner Beschneidung!

    Daher kann ich nur an alle Eltern /Männer appellieren, macht nicht den Fehler eures Lebens. Es gibt IMMER eine andere und mit Sicherheit bessere Lösung, außer bei Verbrennungen/ Traumen.
    Lasst nichts an eurem besten Stück machen, Gott hat schon gewusst warum er die Vorhaut erschaffen hat!

    Herzlichst
    maoam

  9. Jetzt schreibe ich Doch Noch einen Kommentar.
    Ich wurde kurz nach der Geburt beschnitten, aus medizinischen Gründen. Meine Mutter fand das damals, vor über 50 Jahren, nicht witzig, meinen drei Brüdern ist das erspart geblieben.
    Das zur Vorgeschichte.
    Als Einschränkung oder Bürde habe ich das nie empfunden, dem Spaß im Bett hat es auch nicht getrübt. Ein derartiger Eingriff sollte aber auch medizinisch sauber ausgeführt sein, Horrorgeschichten, wie in den Kommentaren zu lesen, dürften nie, nie vorkommen!
    Beschneidungen aus medizinischen Gründen sind OK, alle anderen Gründe können mit der Volljährigkeit entschieden werden. In jedem Fall darf nur ein qualifizierter Arzt dieses ausführen.

    Grüße,
    HB

  10. „Ein derartiger Eingriff sollte aber auch medizinisch sauber ausgeführt sein, Horrorgeschichten, wie in den Kommentaren zu lesen, dürften nie, nie vorkommen!“
    Beschnitten ist beschnitten.
    Was ist sauber? Wenn die Narbe direkt hinter der Eichel sitzt? Wie viel inneres Vorhautblatt darf bei „sauber“ beschnitten übrig bleiben?

    Die Probleme dürfen bei sauberem Schnitt nicht auftreten? Tun sie aber!

    Mein Mann hat es ebenfalls nie als Einschränkung oder Bürde betrachtet. Warum dann heute? Weil ich dazu gelernt habe. Und eine ganze Weile später habe ich nicht mehr geschwiegen. Ich war nicht mehr gewillt meine Sexualität zu begraben. Er hat sehr viel Zeit gebraucht um das Fachwissen zu verdauen, Praktiken abzuändern (Stoßtechnik nur noch im Rahmen der beweglichen Resthaut um meine Lust anwesend zu halten) und vieles mehr.

    Meine Frauenärztin war die einzige die praktische Tipps gab, die nicht schulterzuckend reagierte wie der Urologe oder der Hautarzt. Sie war es, die mir sagte „Die Folgen der männlichen Beschneidung sind eines der letzten Tabus“. Nach diesem Satz von ihr war mir klar dass es noch viel mehr Frauen gibt denen es wie mir ergeht.

    Ich bin hier durch eine emotionale Hölle gegangen, ich liebe meinen Mann, doch ich konnte einfach nicht mehr weiter schweigen. Ein Mann und Kritik an seinem Penis sind das Schlimmste was einem Mann geschehen kann. Und viele Frauen nehmen Rücksicht, oder wissen es nicht anders, weil sie nur beschnittene Partner hatten. Es waren die schwersten Gespräche meines gesamten Lebens!

    Das war bei mir anders, ich… und meine Vulva inklusive Vagina kennen beides, intakt und beschnitten.
    Inzwischen habe ich die 50 überschritten, alle anerzogenen Begrenzungen schüttle ich endlich ab, in diesem Leben möchte ich erfahren wie es sich anfühlt orgastisch zu agieren/reagieren. Daran arbeite ich, zusammen mir meinem Mann… er hat mit der Wiederherstellung begonnen. Wir schaffen es… zusammen, ohne Ärzte.

  11. Als Partnerin eines beschnittenen Mannes bin ich ebenso betroffen und was in den früheren Beiträgen schon beschrieben wurde, kann ich nur bestätigen: Geschlechtsverkehr mit Eindringen ist bei uns praktisch nicht möglich. Er spürt dabei nahezu nichts. Es geht alles nur über „Handbetrieb“. So müssen wir eben das Beste daraus machen, indem wir einen anderen Weg suchen um Befriedigung zu finden, auch ohne „normalen“ Geschlechtsverkehr. Wir bringen uns glücklicherweise trotzdem gegenseitig zum Orgasmus, auch ohne Penetration. Aber vermissen tue ich dieses Gefühl schon.

  12. Ich, zum Glück unbeschnitten, habe früher immer angenommen das die Beschneidung der Verbesserung der Hygiene dienen soll welches dann seinen Weg in den religiösen/ kulturellen Bereich gefunden hat.
    Aber je mehr ich hier darüber und die Folgen lese um so mehr bekomme ich den Eindruck, das es ein weiteres Mittel ist um den Menschen die Lust auf Sex zu nehmen und zu reglementieren.
    Wie ist eure Meinung?

  13. Etwas zur Einführung der Beschneidung in den USA.

    John Harvey Kellog hat dazu 1888 geschrieben, das Beschneidung ein fast immer erfolgreiches Mittel gegen Masturbation sei. Die OP sollte von einem Arzt ohne Betäubung durchgeführt werden, weil der kurze Schmerz einen heilsamen Effekt habe, besonders wenn er mit Gedanken an Strafe in Verbindung gebracht werde. Bei Mädchen habe er herausgefunden, sei die Behandlung der Klitoris mit unverdünnter Karbolsäure hervorragend geeignet um die unnatürliche Erregung zu mindern.

    Und einmal eingeführt ist sowas schwer wieder loszuwerden. Später war Hygiene ein Hauptargument oder haben Ärzte vieleicht entdeckt, das damit leicht Geld zu verdienen ist. Es gibt stark varierende Zahlen zwischen 1 – 2 Mrd. $ die in den USA aufgrund von Beschneidungen umgesetzt werden sollen (ob da die, aus gespendeten Babyvorhäuten hergestellten Kosmetikaumsätze schon eingerechnet sind?)

  14. Auf Urologenportalen im Internet ist immer wieder zu lesen, eine Vorhautamputation (VA) führe zu keinen Beeinträchtigungen. Ich fühle mich seit meiner VA mit Mitte 20 stark beeinträchtigt. Am besten erklärbar ist vielleicht noch meine mechanische Beeinträchtigung. Konnte ich früher allein durch hin- und herschieben meiner Vorhaut auf Schaft und Eichel problemlos zum Höhepunkt gelangen, ist dies heute ohne Gleitmittel bei Handbetrieb nicht mehr möglich, da nur noch die Eichel stimulierbar ist. Versuche, die verbliebene Schafthaut zu bewegen, bewirken nur Zug auf Eichel oder Bauchdecke. Das Handling und das Aussehen meines eregierten Gliedes ist am besten mit einem Dildo vergleichbar. Auch war früher „Schenkelverkehr“ (das festhalten des Gliedes und Vorhaut mit den Oberschenkeln) sehr reizvoll. Heute in der Form unmöglich.

    Dies sind nur meine mechanischen Beeinträchtigungen, mit denen ich noch gut leben könnte, und die vielleicht noch für viele nachvollzieh- und erklärbar sind , ebenso wie Unempfindlichkeit der Eichel, Narbenschmerzen sowie unangenehme Empfindungen der nackten Eichel bei Reibung an der Unterwäsche.

    Meine stärkste Beeinträchtigung und absolutes Hauptproblem ist jedoch meine Orgasmuslosigkeit seit meiner VA. Das Einzige, was ich erreichen kann, ist eine Ejakulation. Kam früher mit Einsetzen der Ejakulation ein Gefühl aufsteigender Wärme, ein Gefühl des Verschmelzens mit meiner Partnerin und meiner Umgebung, ein Gefühl, die Grenzen meines Körpers nicht mehr zu spüren, ein kurzer, nicht fassbarer Moment absoluten Glücks und Befriedigung, so spüre ich heute nichts mehr von alldem. Es ist am Besten mit einer Entladung vergleichbar: das sexuelle Verlangen ist zwar vorbei, aber nicht befriedigt. Und was bleibt nach einer Entladung? Nichts, Leere, ein Gefühl der Frustration.

    Was ist ein Orgasmus? Kann man ihn beweisen, nachmessen, greifen? Ist es nur ein Zusammenspiel verschiedener Regionen im Gehirn? Wie kann ich mein Gehirn zu diesem Zusammenspiel anregen/bewegen? Also doch nur Kopfsache, ich brauche gar keinen intakten Körper um körperliche Liebe/Sex zu haben, um sexuelle Empfindungen und Befriedigung zu erfahren? Ist es egal, das mir mehr sensibles/erogenes Gewebe genommen wurde, als was ich jetzt noch besitze? Die Zahlen sind ja unterschiedlich, aber oft hört man von 25 % verbleibender Nervenendigungen nach einer radikalen Zirkumzision. Und diese 25 % stumpfen dann noch durch ständige Reizung ab und verschwinden langsam hinter einer sich verhornenden Hautschicht.

    Manche sprechen ja von nächtlichen oder vorzeitigen Orgasmen. Auch ich hatte früher „feuchte Träume“, aber ein Orgasmus war das nie, nur eine Entladung. Das Gleiche galt früher bei mir auch, wenn ich „zu früh losging“ (naja, ich war jung, und eine halbe Stunde später klappte es dann ganz normal), kein Orgasmus, keine Befriedigung, nur eine Entladung. Für mich sind Ejakulation und Orgasmus grundlegend verschiedene Erscheinungen.

    Ich hatte früher eine relative Phimose, die Vorhaut konnte bei einer Erektion maximal bis zur Hälfte der Eichel gezogen werden. Ich hatte keine Schmerzen und eine Erektion wurde absolut nicht behindert. Nur durch hin- und herschieben der Vorhaut auf Schaft und Eichel gelangte ich problemlos zum Orgasmus (ich hatte nie eine direkte Stimulation der Eichel). Heute weiß ich, ich hätte besser zu diesem Anderssein gestanden und die etwas andere Handhabung Partnern erklärt, als den jetzigen Zustand sexueller Unbefriedigtheit und Frustration ertragen zu müssen. Ich habe durch diesen Eingriff nichts gewonnen, sondern fast alles verloren. Meine rel. Phimose war nicht schmerzhaft (nur wenn die Engstelle hinter den Eichelrand rutschte) oder entzündet. Ich wäre glücklich, sie wiederzuhaben samt Vorhaut.

    Mir war klar, dass meine Beschneidung eine körperliche Veränderung bringen würde. Aber dass dadurch mein sexuelles Empfinden und meine sexuelle Befriedigung auf der Strecke bleiben… .Das ist mein Hauptproblem mit meiner Beschneidung. Dieser massive Eingriff in das sexuelle Empfinden und die sexuelle Befriedigung. Ich fühle mich in einem Körper gefangen, dem dies nicht mehr möglich ist. Es ist wie Hunger, den ich nicht mehr sättigen, Durst denn ich nicht mehr stillen, ein Verlangen, das ich nicht mehr befriedigen kann. Ein Leben, das nie mehr so sein wird wie es sein sollte.

    Die Aussage „Ich bin beschnitten und absolut zufrieden“ glaube ich jedem, und ich wünschte mir, ich könnte sie auch so treffen. Vielleicht spielt aber dabei der angewandte Beschneidungsstil eine Rolle. Eine Low/tight Beschneidung, bei der manuelle Stimulation nur noch mithilfe von Gleitmittel an der Eichel bewerkstelligt werden kann, mit High/loose, bei der das von Guy Sinden beschriebene Spiel mit der Socke in gekürzter Fassung auf dem Schaft stattfinden kann (frei verschiebbare Narbe auf dem Schaft), nebeneinander zu stellen, ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Die Annahme eine Beschneidung wird immer nach dem Motto vorziehen, abschneiden , fertig durchgeführt, ist nicht ganz richtig, da so durchgeführt, Teile von Frenulum und innerer Vorhaut erhalten bleiben. Es gibt aber auch Techniken bzw. Beschneidungsstile, bei denen quasi die Kontur der Eichel (hinauf bis zur Harnröhrenöffnung) nachgeschnitten , und die verbliebene Schafthaut an den Eichelsaum angenäht wird.
    Die Aussage, „ich bin auch beschnitten“, ist wie „ich habe auch ein Auto“, es sagt nichts über das Modell aus. Ich glaube, es wirkt sich auf den Fahrspaß aus, ob Mercedes oder Trabi. Aber Probefahren ist nicht bei einer Beschneidung, einmal eingestiegen und du kommst nie wieder raus, ob du mit der Kiste klarkommst oder nicht.

  15. Besonders aus den USA kommen immer wieder Meldungen/Studien die belegen sollen gegen welche Krankheit die Beschneidung helfen soll. Es fing an mit Störung der Selbstbefriedigung um dann nach vielen Krankheiten neuerdings das Mittel gegen Prostatakrebs zu sein.

    In den USA gibt es aber auch die größte Bewegung gegen genitale Beschneidungen an Kindern. Warum? Da kann ich nur vermuten, denn es gibt keine Studien.

    Der Verbrauch von Gleitmitteln wie auch von Viagra (zur Verlängerung der Erektionsfähigkeit) sind ein Indiz.
    Die hohe Anzahl von Männern und Frauen die sich offen dagegen aussprechen, Infomaterial erstellen und auf Demonstrationen verteilen, sorgen dafür das die Debatte an Fahrt aufnimmt. Wie viele dieser Männer Orgasmusprobleme haben, unter schmerzhaften Erektionen leiden, wie viele der Partnerinnen wund gerieben nach dem Sex eine längere Ruhepause benötigen lässt sich in den diversen Gruppen nachlesen.

    Ebenso stammen alle „Restoration Devices“ Entwicklungen auch aus den USA, dem Land in der die extremste Beschneidungsvariante angewandt wird. Die betroffenen Männer versuchen mit Hilfe von Zug die Schafthaut zum Wachstum anzuregen.

    Das tragische bei Kindern ist nunmal dass keiner sagen kann wie sich der Penis entwickeln wird. Wird er ein Shower oder ein Grower? Wie viel Penishaut braucht er später für eine Erektion? Bis das Kind erwachsen ist, hat die Eichel schon eine Schutzschicht gebildet.

    Besonders die privat entwickelten Hilfsmittel um verschiebbare Haut zu züchten oder gar eine Abdeckung der Eichel damit zu erreichen zeigt wie heftig die Probleme dieser Männer sein müssen.

    Seit Jahrzehnten ist das Wissen über Aufbau und Funktion der Vorhaut bekannt. Doch nichts oder nur wenig geschieht.

    Ich bin sehr dankbar das Ann-Marlene diese heiße Eisen angefasst hat. Und gleichzeitig sehr traurig über dieses mantramäßige agieren der Befürworter der männlichen Beschneidung von Kindern.

    Drei junge Frauen aus meinem Umfeld haben keinerlei Erfahrung mit intakten Männern machen können… sie kennen nur beschnitten. Wie hoch ist die Beschneidungsrate tatsächlich? Sie muss sehr hoch sein.
    Eine davon wollte ihren eigenen Sohn beschneiden lassen weil „es sieht hübscher aus“. Ich bin so dankbar dass sie es nicht tun wird… sie wurde aufgeklärt, von mir und ihrem als 10 jährigem beschnittenen Vater.

    Wenn der Vater, wie er meint, glücklich beschnitten zu sein (als Kind durchgeführt kennt er nichts anderes) steigt das Risiko für den Sohn extrem an.

    Für meinen Mann ist es noch immer ein Tabu, mit mir kann er sprechen, doch mit anderen… das schafft er nicht. Schon gar nicht nach den Reinfällen bei Urologe und Hautarzt… bei denen er nur ein Schulterzucken bekam.

    Das allerschlimmste war für mich… Beschneidung dient dem Kindeswohl. Das ist die größte Lüge. Beschneidung dient der Störung der zu erlebenden Sexualität am/im Mann und an/in der Frau.

    Gabriele

    PS Danke an alle die den Mut haben offen darüber zu schreiben.

  16. @Susi
    Die Frage „Bin ich schon drin, oder was“ muss ich mir leider auch stellen. Ich kann dann zwar meine Frau befriedigen, bei mir klappt es auf die Weise nur selten überhaupt zu ejakulieren, und muss dann noch selbst handanlegen.

    @Gabriele
    Ich kann deinen Mann gut verstehen. Schulterzucken von Ärzten, Ratlosigkeit und absolutes Unverständniss, wenn du denen deine Probleme mitteilst, kenn ich inzwischen zugut. Und über diese Sache offen zu sprechen, macht keiner gern und fällt mir heute noch nicht leicht.
    Die Antworten waren echt vielseitig wie alles nur Kopfsache oder das größte Geschlechtsorgan des Menschen wäre sein Gehirn (vielleicht ein neuer Behandlungsanstz bei Erektionstörungen). Einer stellte sogar mal die Beziehung zu meiner Frau infrage „Wenn Sie mit Ihrer Frau nicht können, dann kann es nicht klappen mit der Befriedigung“ (auch interessant. Wäre die Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes an die psychische Bindung zu einer Frau gebunden, die Menschheit wär, glaub ich, wohl schon ausgestorben…) Ein anderer, der mir vorher zugab, dass bei einer Phimose es auch ausreichend wäre, die „Engstelle aus dem Schlauch“ herauszuschneiden (es muss nicht radikal gemacht werden) meinte: „Ach das sind immer nur die deutschen Mütter, die um jeden mm Vorhaut kämpfen. Bei Juden, Moslems und in den USA macht man das automatisch, und wenn Ihr Problem (Orgasmuslosigkeit) real wäre, das würde doch keiner mehr machen, die wollen doch auch alle…“ Nur ein kleiner Ausschnitt, hab es immer wieder versucht mir Hilfe zu holen (bin vielleicht Masochist :-) ).

    @Ann-Marlene
    Was für ein Mann müsste man sein. Ein normaler oder ein modifizierter, aus ärztlicher Sicht verbesserter? Eine Wahl hatten die wenigsten (ich schon, werde mir die Entscheidung glaub nie verzeihen können).

    Wie in anderen Beiträgen schon erwähnt, die Therapieform Beschneidung bei einer Phimose, ist, so denke ich inzwischen auch, wie Armamputation wenn selbiger gebrochen „Glauben Sie mir, Sie werden nie mehr ein Problem damit haben“.

    Und die Diagnose Phimose bei einem Kind ist, glaub ich, wie einem Säugling eine Legasthenie zu bescheinigen.

  17. @ Gabriele

    Du schreibst, dass dein Mann mit der Wiederherstellung begonnen hat. Kannst du mir etwas mehr darüber schreiben? Mich würde interessieren, weißt du, geht das bei jeder Beschneidungstechnik? Also auch bei Low und Tight? Es spannt alles ziemlich…
    Wie lange dauert das Ganze, legt man die Gerätschaft täglich an und wie lange, ich denke über Jahre? Ist es schmerzhaft? Was kommen für Kosten auf einen zu und woher bekomme ich das Gerät?
    Schon mal ganz vielen Dank!!!

    Herzliche Grüße und einen schönen Abend
    maoam

  18. Nun noch mal, (mein Beitrag wurde gelöscht…)

    @ Gabriele oder jemanden der sich damit auskennt. :-)

    Du schreibst, dass dein Mann mit der Wiederherstellung begonnen hat. Ist die Wiederherstellung bei jeder Beschneidngstechnik möglich, auch bei Low und Tight? Kannst du mehr darüber erzählen? Zum Beispiel über die Dauer, Schmerzen, die Gerätschaft, woher bekommt man das Gerät, und was für Kosten kommen auf einen zu?
    Ich wäre dir sehr dankbar über eine Antwort.

    Herzliche Grüße
    maoam

  19. @maoam

    Wo fange ich an?
    Vorab ganz kurz, wie bei Schwangeren kommt es beim Dehnen der Haut zur Zellvermehrung. Diese Möglichkeit wird auch bei der Wiederherstellung genutzt. Die verlorenen Nervenzellen wirst du nicht zurückbekommen, doch durch die dauerhafte Abdeckung der Eichel und der verbliebenen Struktur des einst inneren Vorhautblattes regenerieren sich die dortigen Zellen.

    1. Das Dehnen braucht Zeit.
    2. Es darf keine Schmerzen bereiten.
    3. Die Kosten übernimmst du selbst.
    4. Links, englischkenntnisse sind derzeit noch nötig. (Eine komplette Seite auf deutsch ist in Arbeit… soweit ich weiß, wann es soweit ist kann ich nicht sagen) In den Links findest du jede Menge Informationen.
    http://www.restoringtally.com , http://www.norm.org/devices , http://www.restoringforeskin.org , http://www.foreskin-restoration.net , http://www.wikihow.com/Re-Grow-a-Foreskin
    (Es gibt auch gute Youtube-Videos. Die Suchbegriffe sind foreskin, restore, Restoring, device , foreskin restoration … Die Amerikaner sind aufgrund der Spätfolgen der umfassenden Säuglingsbeschneidung schon viel weiter…. zwangsläufig, der Leidensdruck muss sehr hoch sein.)
    Es gibt noch viel mehr doch das würde den Rahmen sprengen.
    5. Diejenigen die low/tight beschnitten sind, so erscheint es mir, haben die meisten Hilfsmittel entwickelt.
    6. Zusätzlich gibt es Hüllen die die Eichel vor der Reibung an Kleidung und dem weiteren Austrocknen schützen. (Manhood und Senslip) Manhood kann man selber nähen. Senslip ist mehr für diejneigen die nicht dehnen wollen.

    Das Dehnen zu beschreiben ist gar nicht so einfach. ;-)

    Mein Mann nutzt derzeit die einfachen Methoden. Dazu brauchst du nur deine Hände, eine hält nah am Bauch, die zweite unterhalb der Narbe (Richtung Bauch), dann wird zug aufgebaut und gehalten. Siehe letzter Link. Da er auf der Vorderseite (von ober betrachtet) weniger Haut hat, liegt hier der Schwerpunkt der Hautdehnung. Manchmal nutzt er spezielles Pflaster (z.B. Durapore von 3M ) um leichten Zug über eine Stunde oder so aufrechtzuhalten. Dazu hat er sich die Bauchdecke rasiert und klebt seinen Penis dort an. Wenn du zu den obigen Suchbegriffen „tape“ oder taping“ dazu nimmst solltest du gute Treffer bekommen. Wir haben hier verschiedene Tapes getestet… und sind bei dem genannten Beispiel gelandet.
    Erst wenn die Haut auf der Vorderseite sich soweit gedehnt hat, dass auf allen Seiten gleich viel Haut zur Verfügung steht will mein Mann sich ggf. den TLC Tugger bestellen.

    Zeit, Geduld, Disziplin kombiniert mit Ausdauer sind nötig.

    Für die Frau dürfte Femidom interessant sein, es ist wie ein übergroßes Kondom und verhindert die direkte Reibung. (Eigene Erfahrung ;-) )
    Für den Mann gibt es noch Spezialkondome (reflex circum’size), die sind vorn sehr weit und stimulieren die Reste der inneren Blattes wie die Eichel. Auch für die Frau die vaginal auf Reibung negativ reagiert, wie ich, sehr angenehm.. die sind viel besser als normale Kondome.
    (Wer danach sucht braucht Ausdauer. Es gibt sie sogar bei Amazon, doch in der Suchmaschine google wird nichts angezeigt. Warum wohl nicht? ;-) )

    Wenn ich an meine Apothekenbesuche denke, immer auf der Suche nach Tapes, und die Reaktionen auf meine ehrliche Antwort zu den Nachfragen „Wozu brauchen Sie denn das Tape“… muss ich noch immer traurig schmunzeln. Apotheker und ihre Angestellten schienen irritiert bis interessiert. :/ Es ist eben ein Tabu.

    glg Gabriele

  20. @ Gabriele

    Vielen, vielen lieben Dank für deine Mühen!!!!
    Jetzt bin ich erst mal beschäftigt. :-)
    Aber sag mal, nur noch ganz kurz, dann lass ich dich in Ruhe, wachsen dann die Schamhaare quasi auch mit nach unten, durch den Zug? Aber dafür gibt es die Rasierer….

    Und ja, es ist ein riesen Tabu, leider!

    Nun wünsche ich dir einen schönen Abend und noch mal DANKE!!!
    maoam

  21. @maoam
    Gern geschehen :-)

    Mein Mann hat während der Erektion Haare am Penisschaft. Das ist so wenn die Vorhaut abgeschnitten wird. Bei einen mehr, bei anderen weniger. Was das an/in der Vagina bzw. der orgastischen Manschette macht kann sich wohl jede Frau gut vorstellen. Nach Rasur oder selbst nach dem kürzen der Haare wird es pieksiger. (Aua)

    Beim dehnen „muss“ die erste Hand die Haut an der Basis gut festhalten, gedehnt wird zwischen Basis und Narbe. Das verhindert das Wachstum der haarigen Hautpartien… und ist ganz wichtig!

    Überlege es dir gut… denn das rasieren hat auch Folgen… ;-)

    glg Gabriele

  22. @ Gabriele

    Mensch, du bist große Klasse!!!! Vielen, vielen lieben Dank!!!
    Leider ist mein Englisch nicht das Beste, aber ich kämpfe mich durch…

    Herzliche Grüße
    maoam

  23. Hier kann man lesen, mit welchen Methoden man die Vorhautwiederherstellung (das ist natürlich ein Euphemismus) betreiben kann:
    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Board&boardID=43
    Hier findet sich auch die eine oder andere Anregung, wie man gezielt Vorhaut züchtet und nicht die Schafthaut samt Behaarung verlängert. Die Luft-Methode ist in dieser Hinsicht ergiebig.
    Die verlorenen Nervenenden kommen nicht wieder. Lediglich wird die neuerlich bedeckte Eichel wieder etwas empfindlicher.
    Und damit ist schon einiges gewonnen.

  24. @Ann-Marlene
    Ist etwas in Planung was das Thema Frau und männliche Beschneidung beinhaltet. Was Frau tun kann wenn die Beschneidung ihr Probleme bereitet? Oder auch über Yin und Yang Frauen, die einen die vaginal, an den inneren Labien oder der Klitoris sehr empfindlich sind und die anderen die sehr robust sind und den härteren Sex bzw. die starke Reibung des beschnittenen Mannes bevorzugen.
    Ich z.B. habe mir selber helfen müssen. Das war nicht so einfach und ich weiß dass es noch mehr Frauen wie mich gibt. Aber ich weiß eben auch das es die anderen Frauen gibt.
    glg Gabriele

  25. Eine Partnerin in jungen Jahren erwartete von mir die Beschneidung, nachdem wir etwa zwei Jahre zusammen waren. Zum Glück habe ich ihrem Drängen nicht nachgegeben, sondern mich rechtzeitig von ihr getrennt. Wenn ich dies alles hier lese war es absolut die richtige Entscheidung. Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute.

  26. Liebe Leute,

    danke, daß ich hier mitlesen kann und so viele neue wertvolle Informationen erhalte. Ich habe Sex mit intakten als auch beschnittenen Männern gehabt… mir persönlich gefällt der Sex besser, wenn der Penis intakt ist. Frau hat einfach mehr zum Herumspielen. :-) Auch ist mehr Geschmeidigkeit durch den Liebenstropfen da und es ist einfach schön, wenn der Mann auf kleinste zarte Liebkosungen reagiert.
    Mein aktueller Lover ist beschnitten und hat (für sein Alter, er ist erst 40!) massive Errregungs- und Erektionsstörungen. Ich habe mal angesprochen, ob er einen Zusammenhang zur Beschneidung sieht – Antwort: nein. Erstmal hat sich das Thema für ihn erledigt und ich bohre vorerst nicht nach. Ich habe auch so super Orgasmen mit und durch ihn; am besten sind die durch Handbetrieb. :-)

    Insofern verwundert mich auch ein bißchen, daß einige Kommentare hier dem leider traurigen aber unabänderlichen Verlust der Vorhaut hinterherweinen anstatt die gemeinsame Sexualität anzupassen und zu verändern. Schwanz-in-Muschi-Sex ist ja nun wirklich nicht der Weisheit letzter Schluß. Es gibt sooooooooooo viel mehr! Solange man kein Kind zeugen will, braucht man diesen „procreative sex“ doch gar nicht. Spaß kann man als Paar auf 1000 andere Arten haben.

    Das ist einerseits meine Meinung, andererseits merke ich jedoch gerade beim Schreiben, daß ich mir als meinen nächsten festen Partner einen Mann wünsche, der einen unbeschnittenen Penis hat. Da der beschnittene aktuelle Mann eben „nur“ ein Affaire ist, tangiert es mich nicht so arg…

    Tja! Das Thema ist wirklich ein heißes Eisen. Umso besser, daß zum Beispiel hier offen und respektvoll darüber gesprochen wird.

    Liebe Grüße
    D

  27. @Cephir
    Falls du eigene Söhne oder Töchter hast, oder ggf. irgendwann… dann schütze und kläre beide gut auf.

  28. @Doreen
    Wir haben unsere Praktiken verändert und angepasst. Er hat noch Hautreserven. ;-)
    Penetration, also vaginaler Verkehr ist mir allerdings wichtig (weibliche Prostata). Vaginal mit seinem Finger ist nach wenigen Minuten unangenehm, ich reagiere extrem auf die Reibung trotz Gleitmittel. Wenn ich unangenehm schreibe ist dummerweise auch gleich die ganz Lust weg… leider.

  29. Es ist nicht der unabänderliche Verlust meiner Vorhaut dem ich hinterherweine, es ist der Verlust meines sexuellen Empfindens, die Möglichkeit sexuelle Befriedigung zu erfahren, die mich (und meine Frau) belastet. Sie hat zum Glück keine Probleme wie Gabriele, aber es zeigt doch, jeder
    reagiert auf ein und dasselbe vollkommen anders. Es gibt auch Frauen, die sich nur durch einen beschnittenen Mann richtig befriedigt sehen, sowie andere denen ein beschnittener Penis Schmerzen bereitet. Und es gibt Männer die mit ihrer Beschneidung absolut zufrieden und glücklich sind, sowie solche wie mich die behaupten, durch diesen Schnitt ihr sexuelles Empfinden verloren zu haben. Wer hat recht, wer lügt? Zu oft hab ich mir schon sagen lassen müssen wieviele Beschnitten auf diesem Planeten umherlaufen, die alle kein Problem damit haben, nur ich Stelle mich so an. Wäre Gabriele mit der Aussage geholfen, andere Frauen haben auch kein Problem damit? Kann/darf man Menschen miteinander vergleichen? Wie ist die Aussage von Frauen die sich nur durch ihre Beschneidung als vollwertige Frau fühlen, zu bewerten? (Soll es auch geben). Darf man dann denjenigen die über Probleme klagen vorhalten, sie sollen sich nicht so anstellen, andere finden es toll, bzw. könnte dieser Eingriff dann sogar gesetzlich auch erlaubt werden?

    Es gibt bestimmt unzählige Varianten Sex zu erleben. Aber meine sind leider eingeschränkt. Oralverkehr ist seit meiner VA alles andere als befriedigend, da sich alles nur auf meinen Penis bezieht, und schaff es dadurch nicht einmal mehr zur Ejakulation. Anfassen am Glied ohne Gleitmittel, manchmal so unangenehm, das Erektion und Lust weg sind. Die Variante Schwanz-in-Muschi ist die beste, da ich inzwischen gelernt habe bzw. es immer noch ausbaue mit meinem Körper zu fühlen. Und das geht am besten halt nur so. Ich spüre meine Beine meinen Bauch auf ihr, kann mit meinen Lippen, meinem Gesicht spüren, riechen, ihre Erregung fühlen/teilen. Das gibt mir mehr, als was ich am meinem Glied spüre.( ich spüre dort nicht einmal mehr den Orgasmus bzw. die Kontraktionen meiner Frau).

    Warum ich das alles hier schreibe, ist nicht das ich Mitleid oder Hilfe erwarte. (Es ist ein Teil meines Lebens auf den ich gern verzichten würde, aber ich komm damit klar). Ich möchte damit klar machen, was dieser kleine Eingriff für Folgen haben kann, nicht muss. Dies sollte allen Eltern, Männern und auch Ärzten,die diesen Eingriff oft leichtfertig anordnen und durchführen, klar sein. Ein zurück gibt es nicht. Nur lebenslanges Leid.

  30. @Ann-Marlene

    Ich hoffe nicht, dass von Seiten der Moderation am Donnerstag einfach zum nächsten Thema übergegangen wird. Es wäre schade, wenn die hier geposteten Beiträge (auch meiner) nicht in irgendeiner Weise in einer Sendung oder einer Publikation Verwendung finden würden.

    Es geht schließlich darum, über dieses Tabuthema aufzuklären und andere vor einem möglichen Leidensschicksal zu bewahren.

    VG Susi

  31. „Zu oft hab ich mir schon sagen lassen müssen wieviele Beschnitten auf diesem Planeten umherlaufen, die alle kein Problem damit haben, nur ich Stelle mich so an.“

    @ Hans
    Ich glaube nicht das du dich anstellst sondern nehme an das sehr viele das Tabu nicht brechen und schweigen.
    Die die es denoch versuchen treffen oft auf Unverständnis bei Ärzten und Co.

    Das Thema wird auf dieser Seite in mindestens 3 Blogs diskutiert und ist offensichtlich sehr vielen Personen sehr wichtig und die meisten die hier schreiben haben Probleme damit.

  32. Pit

    Ich lese mit Erstaunen aber auch mit Respekt vor den Schreibern, diesen Blog.
    Warum? Ich bin heute Mitte 50. In jungen Jahren stellte ich fest, dass meine Vorhaut am Penis zu eng war. Nach persönnlicher ärtzlicher Beratung mit +- 19 Jahren lies ich mich beschneiden. Ich wurde beschnitten nach dem high&tight Stil von einem Artz dem ich heute sehr dankbar bin. Bei mir wurde die Vorhaut +- 20-25 mm nach Hinten vernäht, was am Anfang weniger schön war aber mein Penis war dadurch in keiner Weise weniger reizbar oder für mich füllbar. Die Hygiene hat sich durch die Beschneidung sehr verbessert, wo ich sehr viel Wert drauf lege Nach einigen Jahren war die Narbe sehr gut verheilt.
    Weil ich im innersten meines Wesens ein Naturmensch war und bin, habe ich mir in meinem Leben nie Gedanken über das Aussehen eines Menschens gemacht, weder bei mir noch bei anderen Menschen, ich legte immer sehr viel Wert auf Fühlen und Gefühle. Später erkannte ich, dass ich eine recht grosse Peniseichel habe, die auch heute noch trotz der Beschneidung sehr viel Gefühle besitzt. Auch bei der Erregung des Penises sind die ersten +- 30-50 mm hinter der Eichel sehr reizbar. Meine jetztige Partnerin, hat eine engere Vagina, die ich zuerst immer mit Liebkosungen und sanftem Reizen öffnen muss, ansonsten ich ihr Schmerzen zufügen würde. Bei liebevoller Reizung der Vagina öffnet diese sich im Inneren ballonförmig und der Muttermund zieht sich zurück, so dass ich dann sanft eindringen kann. Ich fülle an der Eichel und am Schaft des Penises sehr viel und spiele dann mit dem Penis in der Vagina so wie sie mag oder nach belieben von uns beiden, bis meistens zuerst meine Partnerin ihren Orgasmus bekommt und dann suche ich meinen Orgasmus spielerisch mit dem Penis durch Bewegungen tief in der Vagina am Muttermund oder aber auch mit spielen mit der Eichel am Vaginaeingang. Bei allem habe ich zu jedem Zeitpunkt sehr gute Gefühle im Penis und an der Eichel unabhängig der Stellung oder Sexart.
    Zur Feuchtigkeit der Frau. Ich habe mit meiner Partnerin vieles ausprobiert was Gleitgells und soweiter betrifft und wir sind uns einig, dass im vaginalen Bereich es nicht besseres gibt wie meine Spucke, die ich ihr beim Vorspiel schon sehr liebe voll auf die Vagina auf- und eintrage und dann vor dem eindringen auch auf meinen Penis auftrage, wir kennen somit keine Feuchtigkeitsprobleme. Im Analbereich sind wir der Meinung dass Oele das beste sind. Alle diese Möglichkeiten geniesst auch mein Penis.
    Somit erstaunt es mich, dass es Männer gibt, die soviele Probleme haben. Hatte ich Glück? Zum besseren verstehen kann ich noch sagen, dass ich wirklich sexliebend lebe, aber in meinem Leben den Sex immer mit viel Zeit, Geduld und Gefühl gelebt habe und immer noch lebe. Sex ist immer der absolute Genuss für mich und für Genuss nimmt man sich Zeit.
    Ich weiss jetzt nicht was ich den mit Problemen betroffenen, beschnittenen Männer raten soll. Gebt nicht auf und macht euch auf die Suche nach der Lust mit Haut, Fingern, Zunge und allem was euch einfällt. Lest das Buch von David Schnarch – Intimität und Verlangen ? Ich kann nur sagen ich bin sehr, sehr zufrieden mit meiner Beschneidung.

  33. @Bernd1963
    Ich glaube, dass den meisten, da sie als Kind beschnitten wurden, ihrer Einschränkung gar nicht bewußt sind bzw. diese nicht wahrnehmen. Und jeder der zufrieden mit seiner Beschneidung ist, soll es auch bleiben. Und ich sage ja auch immer, was dieser Eingriff für Folgen haben kann, nicht muss.

    @Pit
    Sowie du deine Beschneidung beschreibst, gehe ich davon aus, das noch viel vom inneren Vorhautblatt und Frenulum erhalten sind, und diese Bereiche über eine große Sensibilität verfügen. Bei mir ist da leider nichts mehr. Vielleicht wäre ich auch zufrieden, hätte man mir diese Teile gelassen. Vielleicht hättest du diesselben Probleme wie ich jetzt, hätte man sie dir auch entfernt, wer weiß.

    Mir wurde damals nicht gesagt, das es verschiedene Varianten gibt, man sagte mir Beschneidung, und ich dachte das wäre immer dasselbe, erst viel später als ich dann Internet hatte konnte ich mich informieren und ärgern…
    Und heute noch kann ich mich über Internetseiten von Urologen ärgern, die beim Thema Beschneidung eher Werbezwecken dienen als aufzuklären. Es werden fast nur positive Aspekte erwähnt, z.B. manche Männer würden von verstärkten Orgasmen berichten. Wenn es jemand so empfindet, schön. Aber sollte dann nicht auch erwähnt werden, das es für manche ein Problem ist, nach einer VA zum Höhepunkt zu kommen bzw. orgasmuslos sind?
    Auch als Vorteil von Männern beschrieben, sei die bessere Kontrollierbarkeit/Steuerung des Höhepunktes nach einer VA. Wenn das jemand als Vorteil sieht, auch gut. Hat diese Männer der Kontrollverlust geänstigt?
    Für mich war dieser Kontrollverlust etwas wunderbares, sich fallen- und treibenlassen zu können. Ich musste nichts mehr bewußt steuern, es passierte einfach. Wenn ich heute nicht Kopfarbeit leiste bzw. versuche mich fallenzulassen, fällt noch was anderes…

  34. Pit: „Ich lese mit Erstaunen aber auch mit Respekt vor den Schreibern, diesen Blog.“

    Lieber Pit,

    das tut gut.
    Ich engagiere mich als intakter Mann gegen diese Schweinerei. Ich meine dabei nur die medizinisch nicht absolut notwendige Amputation der Vorhaut.
    Das bedeutet nicht, dass ich alle Beschnittene für reduzierte Männer halte, bei Weitem nicht. Leider wird das in der Debatte immer wieder von einigen – sagen wir mal – unreflektierte Beiträgen behauptet. Nach dem Motto, Beschnittene sind reduziert, auch wenn sie es nicht wissen, und wenn sie es denn wissen wollten, ginge es ihnen schlecht usw. usf.

    Es muss jeder mit sich ausmachen, ob er zufrieden ist. Jemandem einen Opferstatus einzureden geht m.E. gar nicht.

    Ich stelle nur fest, dass es bei vielen Beschnittenen zu einem Stockholm-Syndrom kommt und sie sich mit der ihnen liebevoll und aus lauter guten Absichten aufgezwungenen Maßnahme nicht unwohl fühlen können/dürfen. Viele verteidigen daher ihren Status mit Klauen und Zähnen und verwehren den unglücklich betroffenen jegliche Empathie, weil sie selbst sich in ihrem Status angegriffen fühlen.

    Und da tut es gut von deinem „Erstaunen und Respekt“ zu lesen.
    Du verfällst nicht der Neigung,
    1. den eigenen Zustand für alle verbindlich machen zu wollen und
    2. stempelst Du die negativ betroffenen nicht zu Psychopathen, wie es viele tun,
    sondern bleibst demütig im Glück

    Überhaupt ist das Niveau der Unterhaltung hier außergewöhnlich hoch und im Ton höflich…
    Danke an alle hierfür.

  35. Pit,

    Ich schliesse mich auch den Worten von Guy an und sage für das fachbezogene Schreiben – DANKE – und keiner sollte nichts, aber auch gar nichts Verallgemeineren. Wir Menschen sind alle verschieden.

    @ Hans on.
    Du hast recht mit deiner Annahme, nach der Beschneidung wurde mein inneres Vorhautblatt grösstmöglichst erhalten und zum Körper hin vernäht. Auch das Frenulum ist grösst möglichst erhalten.

    Blog – Ann-Marlene
    Was ist das sensibelste am Penis.

    Auf diese Frage was bei mir heute am sensibelsten ist, würde ich sagen, der hintere Eichelrand und der gerundete Uebergang zum Penis etwas +-10mm, danach die ganze Eichel selbst und das innere Vorhautblatt so +- 20-50mm zum Körper bei Erregung auf Grund meiner Beschneidung. Was aber auch manchmal sich unglaublich gut anfüllt ist bei Erregung der ganze Hinterebereich des Penises bis zum Körperübergang. Den Vaginaeingang beim tieferen Eindringen, mit diesem Bereich zuspüren ist ein sehr gutes und schöne Gefüll. Am Besten, das gesamte Zusammenspiel der einzelnen Zonen bei Erregung, was den Sex für mich spannend macht und jedesmal anders, somit würde ich auch nicht sagen, das ist Gut oder Schlecht. Es ist eben jedesmal anders und nicht berechenbar, abhängig von vielen Fakten, die ich meistens/öfters nicht beeinflussen kann. Ein anderer Punkt der für mich einen grossen Reiz darstellt, ist die innere Temperatur der Vagina. Das Heisse der Vagina bei Erregung der Frau und zusätzlich das Fleischliche der Vagina der Frau stellt für mich einen sehr grossen Reiz dar. Bekommt – man – von der Frau sagen wir mal “ lieb “ die Erlaubnis, mit all diesem Ganzen spielen zu dürfen, sollte/muss man das Ganze einfach benutzen.

    Ich schliesse mich den Worten von Ann-Marlene an – Männer und Frauen begebt euch egal in welchem Alter ihr seit, immer auf die Suche nach Neuem, denn wir entwickeln uns in das Alter rein oder auch nicht. Die Regeln für das Sexualleben stellt jeder Beziehungsbeteiligter selbst, was man brauch ist einfach Mut einfach Alles mit seinem Partner zubesprechen und dann wenn möglich einen respektvollen Weg zusammen finden, was man zusammen lebt oder nicht. Dann ist die Möglichkeit sich über Internet auzutauschen auch eine Möglichkeit, wo ich dem Leben, danke sage, dass ich das erleben darf.

    Was die Beschneidung betrifft, bin ich auch der Meinung, dass jeder das selbst, nach guter und reichlicher Beratung für sich selbst entscheiden sollte, das Gleiche zählt auch für eine Vasektomie für die ich mich mit +- 40 Jahren entschieden habe und die mich noch freier im Denken machte und mir noch mehr Platz für Genussdenken ohne den Risikofaktor einer unerwünschten Geburt gab, sich bitte aber trozdem seiner menschlichen Verantwortung bewusst bleiben.

    Themen, mit denen ich mich in der weiteren Zukunft noch beschäftigen werde sind:

    Sexualität bei kranken Mensch, auch diese Menschen brauchen Sexualität. Dieses Thema kenne ich aus eigener Erfahrung, weil ich jetzt +- 10 Jahre mit einer chronisch schmerzkranken Frau zusammen lebe und sehr gut die Wirkung von verschiedenen Medikamenten auf die Sexualität und auf die Gefühle erleben durfte, aber auch umgedreht was die Sexualität einem kranken Menschen gibt. Schon erstaunlich.

    Sexualität im Alter- weil ich Sexualität leben werde bis zu meinem Tode und Forschung an mir selbst leben werde, auch im Interrese meiner beiden Söhne.

    Nochmals an Alle – DANKE.

  36. Ich wollte mit meinen unreflektierten Beiträgen niemandem einen Opferstatus einreden, bzw. weise ich von mir, dass ich Beschnittene für reduzierte Männer halte. Falls dies so rübergekommen ist, bitte ich dies zu entschuldigen, das war nie meine Absicht. Ich sagte ja auch immer was dieser Schnitt für Folgen haben kann, nicht muss und will keinem einen Opferstatus einreden.

    Interessant ist für mich, das alle die sich bisher positiv zu ihrer Beschneidung geäussert haben, teilbeschnitten sind, nicht radikal (mein Dank an alle für ihre Beiträge). Macht das vielleicht den Unterschied, wenn bei einer Teilbeschneidung noch 1/4 der sensibelsten Stellen erhalten bleiben,diejenigen als evtl. noch doppelt soviel Nervenendigungen besitzen, wie ein radikal Beschnittener? (und wieder, ich will keinem was unterstellen, es gibt bestimmt radikal Beschnittene, die keine Probleme haben. Folgen haben kann, nicht muss)

    Ein anderes Beispiel zu Nervenverlust.
    Es gibt ja Augenerkrankungen, die eine langsame Schädigung des Sehnervs zur Folge haben, die von Betroffenen zunächst gar nicht wahrgenommen werden, und die sogar zur Erblindung führen können. Wäre diesen Menschen mit dem Rat ‚Sie haben doch Augen im Kopf, also sehen Sie‘ geholfen? Oder ‚Die Bilder werden im Kopf gemacht,das ist ihr größtes Sehorgan, nicht die Augen‘ ? Ein Buch lesen ‚Lernen fürs Auge? Bedarf es keiner intakten bzw. ausreichenden Peripherie um zu sehen, zu fühlen und zu empfinden? Alles nur Kopfsache?

    Wird einem Beschnittenen, der über Probleme klagt, die Diagnose Verlustängste bzw. Kastationsängste gerecht? Es ist nur die noch nicht verarbeitete Tatsache, das ein Stück überflüssiger Haut entfernt wurde.
    Ist die Vorhaut nur ein Fehler der Natur? Oder ist die Annahme man könne dieses Stück Haut ohne Folgen für Empfindungen und Sexualität entfernen, ein Irrtum der Medizin (und Politik)?

    Bisher habe ich noch keinen beschnittenen Urologen getroffe, was mich immer wieder verwundert, da sie immer die Vorzüge einer Beschneidung hervorheben. Sind das nur mercedesfahrende Trabiverkäufer? Wenn sie von ihrem Produkt so überzeugt sind, sind es nur die Kosten die sie so scheuen? Wenn ich für die Kosten aufkäme, würden sie es dann machen lassen? (natürlich nur für so kurz und radikal wie möglich, für halbe Sachen geb ich nichts aus).

    Hoffentlich nerv ich mit meinem unreflektiertem Mist nicht zusehr, denn es gibt noch ein paar Sachen die mich zu dem Thema beschäftigen, bzw. die ich gern loswerden würde.

  37. Hallo Ann-Marlene,

    erst mal ein Lob an deinen Blog! Echt Klasse, wie du die Themen aufbereitest.

    Gerne möchte ich mich aus der Sicht eines Beschnittenen an der geführten Diskussion beteiligen.
    Glücklicherweise kann ich die negativ Beispiele für mich nicht bestätigen. Ich musste mit 23 Jahren aufgrund einer Phimose beschnitten werden – kenne somit beide Seiten. Wie bei dieser Diagnose üblich, wurde ich radikal, also low&tight beschnitten.

    Mein Sexleben hat sich dadurch nicht zum Negativen verändert. Ich habe noch genauso viel Spaß wie vor dem Eingriff. Das die Eichel etwas unempfindlicher wurde, sehe ich eher als Vorteil, da ich mich nicht mehr so regulieren muss nicht gleich zum Orgasmus zu kommen. Dadurch kann ich den Sex wesentlich mehr genießen. Ferner ist das Empfinden nicht mehr nur auf die Eichel beschränkt, wie dies vor der Beschneidung der Fall war. Durch die straffe Haut im erigierten Zustand spüre ich die Reibung in der Vagina nun am ganzen Penis. Die Entfernung des Frenulums, die im Zuge der Beschneidung mitstattgefunden hat kann ich auch nicht als negativ bewerten. Hier stelle ich gar keinen Unterschied fest. Die Stelle wo das Frenulum war ist noch genauso empfindlich.

    Meine Partnerin kennt mich auch unbeschnitten wie beschnitten. Laut ihrer Aussage macht es keinen Unterschied beim Verkehr für sie. Lediglich Handjobs sind nun ohne Gleitgel tabu, was für uns aber kein Hindernis darstellt, da wir schon immer welches im Haus hatten. Optisch gefällt ihr mein Penis beschnitten besser. Diesen Punkt sehe ich genauso. Somit noch ein Plus für die Ästhetik.

    Generell sollte man die Beschneidung also nicht verteufeln. Allerdings sollte man sie auch nicht durchführen, wenn keine medizinische Indikation dafür besteht.

    Grüße Martin

  38. @Martin
    Danke für deine ehrliche Meinung und deinen Erfahrungen. Alle Erfahrungen sind hier wichtig.
    Aber wie du es geschafft hast, mit einer Phimose vor deiner Beschneidung sexuelles empfinden an deiner Eichel zu haben, bzw. du nur dort welches hattest, stellt mich vor ein Rätsel. Ich hatte eine rel. Phimose, und mein ganzes empfinden war auf das hin und herschieben meiner Vorhaut beschränkt, an meine Eichel kam ich bei einer Erektion gar nicht ran, bzw. wenn meine Engstelle über den Eichelkranz rutschte, war es sehr schmerzhaft, und ich hatte Arbeit, dies wieder rückgängig zu machen. Aber dieses hin und herschieben reichte mir aus, um einen Orgasmus und sexuelle Befriedigung zu erreichen. Wie das mit deiner Phimose war, würde mich brennend interessieren.

    Wurden dir auch Alternativen angeboten? Es gibt ja auch vorhauterhaltende OP-Methoden. Das Frenulum und die komplette innere Vorhaut müssen nicht entfernt werden, hattest du die Wahl? Oder spielten auch andere Gründe (Ästhetik, Hygiene, länger Können) eine Rolle, wie du deine Phimose loswerden wolltest?

    Das du nur positives von deiner Beschneidung berichten kannst, freut mich für dich, und es zeigt wieder, das jeder auf ein und dasselbe völlig unterschiedlich reagiert. Das die Reibung an der straff sitzenden Schafthaut erregend ist, kann ich für mich nicht behaupten, eher das Gegenteil. Auch haben hier schon Frauen davon berichtet, das dies für sie sogar unangenehm bis schmerzhaft für sie sei.
    (Wie sich das anfühlt kann ja jeder mal selber ausprobieren, ob unbeschnitten oder teilbeschnitten, Schafthaut stramm ziehen, bis Zug auf Haaransatz und Bauchdecke ausgeübt wird, und dann dran reiben, nicht hin und her bewegen. Eure Meinung dazu würde mich wahnsinnig interessieren)

    Wenn ich auch so positiv über meine Erfahrungen erzählen könnte, wäre ich überglücklich, nur ist es leider nicht so. Nur, deine Erfahrungen werden von Schulmedizinern erhört und hervorgehoben, neg. Betroffene werden leider ignoriert bzw. ihre Probleme werden auf die Psyche geschoben.

    Ich verteufele die Beschneidung nicht. Ich kritisiere die leichtfertigen Phimosediagnosen. Ich kritisiere die mangelhafte Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten einer Phimose. Ich kritisiere, dass jeden Tag wieder Eltern und betroffenen Männern eingeredet wird, eine Phimose könne nur durch eine Beschneidung „geheilt“ werden. Ich kritisiere auch, dass jeden Tag aufs neue, Jungen diesen Eingriff ohne irgendeine Indikation über sich ergehen lassen müssen, und es ein Gesetz gibt, dass diesen Eingriff ausdrücklich erlaubt. Ich kritisiere auch die Weigerung von Medizin und Politik, die Erkenntnisse zu Funktion und Wichtigkeit der Vorhaut, in Lehrmeinung und Gesetzgebung einzubeziehen. Ich mache mir jeden Tag aufs Neue Vorwürfe, seit mir bewusst wurde, dass ich einem Eingriff zustimmte, in dem ich nicht nur ein Stück Haut verlor, sondern auch die Möglichkeit sexuelle Befriedigung zu erfahren, und weil ich zu naiv und unerfahren diesen Ärzten mein Vertrauen gab, in der Hoffnung, dass diese meine Phimose beseitigen. Und ich frage mich immer wieder, ob mangelnde Aufklärung und Ausmaß dieses Eingriffes etwas damit zu tun hatten, da ich Übungsobjekt in einer Anfänger-OP war.

    Ich kritisiere vieles, aber nicht die Beschneidung generell. Sollte dies so rübergekommen sein, bitte ich dies zu entschuldigen.

    Jeder volljährige, vollständig über alle mögliche Folgen aufgeklärte Mann, kann sich von mir aus, aus was für Gründen auch immer, so vielen Eingriffen unterziehen wie er will, und auf alle Körperteile verzichten, die er für entbehrlich hält (soll von mir aus den Skopzen beitreten). Aber Kinder einem nicht notwendigen, irreversiblen, mit nicht absehbaren Folgen fürs spätere Leben, Eingriff zu unterziehen, gehört verboten. Ebenso die Zirkumzision als sofortige und einzige Therapie bei einer Phimose.

    P.S. Ich beschwere mich hier oft über Ärzte, insbesondere Urologen. Ich möchte aber hervorheben, dass es durchaus Verantwortungsbewusste gibt, die ihrer Tätigkeit nicht nur zum Bestreiten ihres Lebensunterhaltes nachgehen, sondern in ihrem Beruf eine Berufung sehen. Es gibt Urologen, die sich weigern einem gesunden Kind die Vorhaut zu amputieren, die alles erdenkliche probieren um eine Phimose anderweitig, ohne Gewebeverlust in den Griff zu bekommen, die eine Zirkumzision nur vornehmen wenn Krankheiten, Entzündungen oder Verletzungen vorliegen, und dann nur ungern. Solche gibt es auch. Leider zu selten.

  39. Sehr geehrte Frau Henning,

    es muss doch endlich mal festgestellt werden, dass die Natur uns Menschen ueber Jahrmillionen in der Evolution optimiert hat. Unsere Fortpflanzungsorgane funktionieren so perfekt, dass inzwischen mehr als 7 Milliarden unserer Spezies auf diesem Planeten rumlaufen. Es besteht also kein Optimierungsbedarf seitens des Menschen, ausser medizinischen Indikationen bei Missbildungen, die aber eher Ausnahmen und nicht die Regel sind.

    Ausser religioesen Eiferern bezweifelt das niemand. Deren Motive sind doch mehr als durchsichtig. Sie wollen Sex nicht als Lust- und Kulturgut, sondern reduziert auf die reine Fortpflanzung – rein raus, Besamung und Ende – wie wir es bei Huehnern, Schweinen und Kuehen sehen.

    Mir tun Menschen nur leid, die versuchen ihre Beschneidung schoen zu reden. Es ist wie wenn der Blinde von der Farbe redet.

    Soviel von einem der mit 68 Jahren noch soviel Spass am Sex hat wie mit 25 – uneingeschraenkt – dank meiner gesunden und religioes nicht deformierten Grundeinstellung, die ich mir seit meinem 16. Lebensjahr bewahrt habe. Weil ich damals rechtzeitig gemerkt habe, dass man mir etwas wunderbares, sehr sehr schoenes wegnehmen wollte und das habe ich wohlweislich nicht zugelassen.

    Henry

  40. Sehr geehrte Frau Henning,
    ich bin sehr dankbar, dass Sie dieses Thema aufgreifen, denn gerade die neue Gesetzeslage in Deutschland offenbart bei vielen Entscheidungsträgern eine sehr bedenkliche Wissenslücke und zugleich ein riesigen gesellschaftliches Tabu. Und dass man jetzt in Deutschland ungestraft Säuglingen ohne Betäubung Teile ihrer Genitalien abschneiden darf, zeugt von einer Empathielosigkeit und Grausamkeit, die ich noch nie erlebt habe!

    Ich kenne auch beides: beschnittene und unbeschnittene Männer und muss ganz klar sagen: intakt ist in jedem Fall vorzuziehen. Das hat verschiedene Gründe:

    1. Ich konnte (leider) sehr deutlich merken, dass die beschnittenen Männer viel weniger fühlen und dass ich ihnen daher leider (!) beim Sex weniger zurückgeben kann als sie mir geben können. Sie haben einfach weniger davon, sind nicht so selig, außer sich etc. wie die intakten, sondern vermitteln immer zugleich auch den Eindruck, dass es „anstrengend“ und „mühsam“ ist zum Höhepunkt zu kommen. Dabei sollte es doch leicht und genießerisch sein! Ich kann mir noch so viel Mühe geben, es bleibt bei mir immer ein Gefühl bestehen, dass ich sie nicht voll befriedigen kann, weil das eben nicht mehr geht – auch wenn sie selbst jederzeit beteuern würden, dass bei ihnen „alles ok“ ist. Sie kennen es ja auch nicht anders – woher sollten sie wissen, was alles möglich wäre wenn ihre Eltern nicht damals leichtfertig …

    2. Durch die Beschneidung ist über die Hälfte des Penisschaftes behaart, was nicht besonders angenehm ist – auch nicht wenn man es abrasiert, weil die Stoppeln dann ja trotzdem pieksen.

    3. Bei Beschnittenen ist der Penis ja völlig trocken, deswegen brauchen wir immer Gleitgel, wenn es nicht für mich schmerzhaft oder mindestens unangenehm sein soll. Dazu nur am Rande: was mich sehr ärgert sind die Beschriftungen von diesen Gleitgels „Falls die Frau zu trocken ist“ steht da immer sinngemäß drauf. Als ob die Frau ein Defizit hätte und sich am besten noch Schuldgefühle deswegen macht! Dabei ist – zumindest bei beschnittenen Männern – der Mann das Problem, weil sein Penis a) ausgetrocknet ist und b) viel mehr Rein-Raus zur Befriedigung benötigt als frau lieb ist. Dieses Maß an unnatürlicher Sex-Erschwerung kann mann (!) dann eben oft nur noch mit Gel ausgleichen.

    4. Zumindest bei den Beschnittenen, die ich kenne, ist das ästhetische Ergebnis wirklich nicht schön, sondern man sieht deutlich, dass die Beschneidung immer noch DIE Anfänger-Übe-Operation schlechthin ist, bei der angehende Ärzte mal ein bisschen lustig herumschnippel dürfen (vielleicht sind die Ärzte auch deswegen so scharf darauf möglichst viele Übungsobjekte aufzutreiben…). Und die Kinder, denen das meist aufgrund einer zweifelhaften Phimose-Diagnose aufgedrängt wird, können sich ja nicht wehren und die Eltern schauen auch nicht so genau hin und dann wird eben einfach mal irgendwas abgesäbelt, krumm zusammengenäht und verwächst sich irgendwie. Und genau diese „Es ist uns egal, wie es nachher aussieht“-Haltung sieht man eben auch beim Ergebnis. Total lieblos – und das obwohl dieses Körperteil gerade besonders viel Liebe verdient hat!

    5. Der Oralsex ist sehr mühsam und langwierig, weil eben weniger Gefühl da ist. Oft ermüde ich bevor mann zu einem Ergebnis gekommen ist. Und der Analsex ist quasi nicht möglich, wegen der zu starken und daher für mich schmerzhaften Reibung. Es ist auch vaginal nicht angenehm immer mit möglichst viel Reibung arbeiten zu müssen. Es schränkt die Möglichkeiten einfach ein und verliert den spielerischen Charakter.

    Ich hoffe, Sie können mit Ihrem Blog dazu beitragen, dass das Tabu „Beschneidung“ endlich gebrochen wird und Ärzte, Eltern und Betroffene darüber aufgeklärt werden, welche Folgen die Beschneidung hat. Viele Probleme beim Sex sind meiner Meinung nach auf die Beschneidung zurückzuführen und wenn man dieses Problem erst einmal erkannt hat, kann man auch gezielt etwas dagegen tun (z.B. Wiederherstellung oder offenes Gespräch über verbleibende Sextechnicken). Man sollte immer zuerst schauen ob der Mann beschnitten ist und ob das Problem nicht vielleicht daher rührt. Doch solange man stattdessen Viagra verschreibt, oder dem Mann erklärt er würde seine Frau eben nicht „richtig lieben“, oder der Frau vorwirft, sie wäre „zu trocken“ betreibt man Alibilösungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sandra

  41. Hallo Hans,

    gerne beantworte ich die von dir gestellten Fragen.

    Ich hatte keine wirklich „krasse“ Phimose. Die Vorhaut ging mit etwas Zug hinter die Eichel. Beim Verkehr verursachte die sich bewegende Vorhaut allerdings dann Schmerzen, weswegen ich dann nach langem Hin und Her zum Arzt bin. Dort war die Beschneidung zunächst kein Thema. Eher im Gegenteil. Mein Urologe hat mir vier verschiedene Cremes verschrieben, die ich je vier Wochen angewendet hatte. Die Problematik wurde dadurch nicht besser. Erst nach den ganzen Cremes empfahl er mir die Beschneidung. Auf die Art und Weise hatte ich keinen Einfluss. Er sprach nur immer von einer radikalen Beschneidung. Diese sei bei meiner Problemstellung gängig. Dementsprechend wurde das auch so umgesetzt. Mir ging es dabei nur darum endlich beschwerdefrei zu werden. Die Ästhetik war dann im Nachhinein Zufall. Insgesamt sind meine Freundin und ich wie beschrieben sehr zufrieden und wollten es nicht mehr anders haben.

    Allerdings bin ich auch bei dir, dass die OP wie jede andere OP nur dann durchgeführt werden sollte, wenn es nicht anders geht. Dann allerdings auch von Ärzten, die ihr Fach verstehen. Die Beschreibung von Sandra klingt ja unheimlich! Bei mir sind die Haare geblieben wo sie waren und die Narbe ist praktisch unsichtbar direkt hinter der Eichel. Wie gesagt meine Freundin und ich finden es sehr ästhetisch.

    Grüße Martin

  42. “Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to “see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.” (Gary Harryman)

  43. Ich danke euch alle herzlich für diese ganzen Erfahrungsberichte, durch die ich sehr sehr viel Neues gelernt habe.
    Mittlerweile hat sich meine Einstellung zum Thema Beschneidung auch weiter differenziert:
    Meiner Meinung nach sollte keiner Jungen oder Mädchen beschneiden dürfen, egal welchen Alters.
    Nur Erwachsene sollten sich nach reiflicher Überlegung dazu entschließen können, wenn eine Phimose oder andere medizinische Gründe vorliegen.
    Die Vorhauterhaltende OP sollte unbedingt häufiger angeboten werden, kaum ein Urologe zieht diese Operation überhaupt mit in Betracht, oft weil er sie gar nicht ausführen kann, weil nie gelernt.
    Ich glaube, dass ein UMDENKEN beim Thema Beschneidung sehr wichtig ist!
    Es ist ein großes Thema und ich werde mich nicht jetzt schon zu weit aus dem Fenster lehnen mit meiner Meinung, sondern weiterhin die Thematik studieren und die hervorragenden Links und Beschreibungen von Euch nach und nach durchlesen.

    Danke!

    Ann-Marlene Henning

  44. Zu dem LINK: Warum einfach, wenn man es auch kompliziert ausdruecken kann. Beim Lesen wird mir schwindelig.

    Beschneidungen sind Mittel zum religioesen Machterhalt. Entmuendigung, Erniedrigung, Einschuechterung. Nicht mehr und nicht weniger. Und nur darueber sollten wir diskutieren. Phimose, Hygiene usw. sind Nebelkerzen die vom eigentlichen Thema ablenken sollen.

    Ich habe die Diskussion in Deutshland vor etwa 2 Jahren verfolgt, wie die religioesen Verfechter es ‚brilliant‘ verstehen ihre Gegenueber besoffen zu reden, um die Beschneidung zu rechtfertigen. Fakt ist: Es handelt sich um eine religioes motivierte Koerperverletzung an Minderjaehrigen im Sinne unseres Strafrechts. Irreparable Koerperverletzung an Koerper, Geist und Seele. Sowas nennt man in unserem Sprachgebrauch Verbrechen. Und wenn unsere Gerichte sowas dulden, dann ist das Rechtbeugung.

    Henry

  45. Also, ich habe mich mit 21 beschneiden lassen, weil ich Probleme hatte. Jetzt bin ich 47 und ich finde nicht dass das mein Sexleben irgendwie beeinträchtigt hat. Ich habe keine Hornhaut auf der Eichel, sie ist aber auch nicht überempfindlich geworden. Der Orgasmus kommt wegen der intensiveren Stimulation auch nicht früher. Ich kann also keinen Unterschied zwischen vorher und nachher feststellen. Ich finde das ganze ist eine Kopfsache. Wenn ich mit meiner Frau schlafe, komme ich erst nach geraumer Zeit zum Orgasmus. Als ich früher bei Prostituierten war, kam ich schneller zum Orgasmus. Ich war einfach geiler, egal ob mit oder ohne Vorhaut. Aber beschnitten sieht für mich einfach geiler aus.

  46. Henry,

    das Thema Beschneidung von Jungen ist unglaublich vielschichtig und nicht mit einfachem Schwarz-Weiß-Denken zu erklären. Ich habe mich schon sehr lange und intensiv mit dem Thema befasst und mit den Christopher-Hitchens-Gedächtnis-Floskeln kommt man da nicht sonderlich weit.

    Liebe Ann-Marlene,

    ich habe mich gerade wirklich total über Deinen Post gefreut! *freu* *freu* *freu*. Danke für Deine klare Stellungnahme. In den USA gibt es ein geflügeltes Wort, wenn es um die Vorhautamputation (verharmlosend „Beschneidung“ genannt) geht. Es lautet: „Je mehr du weißt, desto mehr bist du dagegen.“

    LG Narwal

  47. …ich meinte in meinem obigen Posting natürlich: Vorhautamputation von Kindern. Erwachsene sollen und dürfen mit ihrem Körper machen, was sie wollen, sollten aber umfassend aufgeklärt werden. Schön, wie respektvoll und vielseitig hier die einzelnen Beiträge sind!

    Hier noch ein Bericht von einem Nils Juel, der seine Beschneidung im Alter von 18 Jahren in der TAZ beschrieb: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wi&dig=2012%2F09%2F15%2Fa0021&cHash=02144a15759b23ea7f6826fe96ab15c9

  48. Hallo Narwal,

    ist mir schon klar, dass Ihr die Religionen in der Diskussion aussen vorlassen wollt. Es koennte ja Euer Weltbild kippen. Aber sie sind es, die dieses ganze Unheil ueber die Menschheit bringen. Mit pseudo-wissenschaftlichen Erklaerungen geht man der Wahrheit nicht auf den Grund.

    Henry

  49. Wer ist „ihr“? und welches Weltbild könnte gekippt werden?
    Und was bitte sind „pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen“?
    Welche „Wahrheit“ möchtest du hier kundtun?

  50. Hallo Guy;

    Mit ‚ihr‘ meine ich all‘ diejenigen, welche versuchen das Thema Beschneidung zu verwaessern, bzw. auf ‚Nebenkriegsschauplaetze‘ zu heben (Phimose, Hygiene, Ausdauer, Schoenheit). Dabei handelt es sich ganz klar um ein religioeses Ritual aus der Vorzeit.

    Das Weltbild ist jenes von religioesen Fundamentalisten, die auch noch im 21. Jahrhundert glauben, dass Opfergaben ihre Goetter gnaedig stimmen. Man hat sich zwar inzwischen auf nur noch einen Gott geeinigt, aber die Opfergabe bleibt. Solche Kulte moegen noch bei Naturvoelkern verbreitet sein – sie gehoeren aber nicht mehr in die aufgeklaerte moderne Industriegesellschaft des 21. Jahrhunderts. Die Inkas haben im 15. Jahrhundert den Goettern noch 10jaehrige Maedchen komplett geopfert, indem sie diese lebendig begruben oder in eiseskaelte der Berge erfrieren liessen.

    Pseudi-wissenschaftliche Erklaerungen sind jene, die angeblich beweisen wollen, dass Beschneidungen an Saeuglingen keine bleibenden Schaeden anrichten. Psychologen und Wissenschaftler sind da ganz anderer Auffassung und man sieht das auch hier im Blog teilweise an den Reaktionen der Betroffenen selbst.

    Und all dies ist die reine Wahrheit – alles andere nur Sand in die Augen derer, die gerne vollumfaenglich informiert werden moechten.

    Henry

  51. Gut, ich dachte schon ich soll mich angesprochen fühlen, fand mich darin jetzt aber nicht wieder. Soweit OK, deine Ausführungen, bis auf einen Schwerpunkt, der keiner ist.
    Die religiöse Beschneidung spielt in Deutschland eine vernachlässigbare Größe. Denn sieht man vom Judentum ab (sehr geringer Bevölkerungsanteil mit geringer Beschneidungsquote, ist die Beschneidung in der türkischen Bevölkerung ein kultureller Brauch, der im Koran übrigens KEINE Erwähnung findet.

    http://edoc.rki.de/oa/articles/reuPv4KL2czE/PDF/298lR3zQoURE.pdf

    Hier findet man interessante Zahlen mit 95% Konfidenzintervall. In Kurzform:

    10,9 % aller 0- bis 17-jährigen Jungen wurden beschnitten.
    Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Lebensalter nicht stetig an, sondern zeigt ein Maximum bei den 7-bis 10-Jährigen von 14,7 %.
    Der beobachtete Rückgang der Prävalenz in den höheren Altersgruppen ist zwar nicht statistisch signifikant, bedarf aber der weiteren Analyse.
    Jungen mit Migrationshintergrund sind signifikant häufiger beschnitten als Jungen ohne Migrationshintergrund (15,3 % vs. 9,9 %).
    Die Prävalenz der Beschneidung bei Jungen mit türkischem Migrationshintergrund beträgt insgesamt 27,5 % bzw. bei den 14- bis 17-jährigen türkischstämmigen männlichen Jugendlichen
    33,8 % (95 %-KI: 23,9–45,3 %).

    Aus der letzten Zeile kann man herauslesen, dass die Tradition sich in der türlischen Bevölkerung mit der Zeit verwässert.

    Die überwiegende Anzahl der Beschneidungen werden von unwissenden Eltern beauftragt, aus anderen Gründen als religiöse. Aufklärung der breiten Bevölkerung tut also Not und nicht ein Frontalangriff auf Religionen.

    Nur meine Meinung. Jeder tue außerdem was er für richtig hält.

  52. Mir geht es nicht darum wer und wieviele in Deutschland beschnitten werden – ich selbst lebe dort nicht mehr. Mir geht es um dieses ruecksichtslose, barbarische, religioese Ritual als solches, das nicht nur aus dieser Zeit gefallen ist, sondern schon immer nur ein Machtfaktor war: Power over people.

    Henry

  53. Und das wird nicht durch ein Verbot aufhören, sondern durch die Weigerung einzelner Familien, diesen Willkommensgruß weiter zu praktizieren. Und die werden sich weigern, wenn sie sich damit nicht mehr wohlfühlen. Und je größer die gesellschaftliche Ächtung ist, desto weniger wird man sich damit wohlfühlen, es weiter auszuführen.
    So wird ein Schuh draus, wenn man Geduld hat.

  54. D’accord – da wird noch ein langer Weg zu gehen sein. Einige Religionen haben ja die Reformation noch vor sich. Sie sind nach ihrem Kalender gerade mal im Mittelalter angekommen.

    Henry

  55. Beschneidung w. Phimose mit 19. Nicht ganz so radikal wie bei mehreren Posts hier, aber die Eichel reagiert kaum noch auf etwas. Da durch den Empfindungsverlust meist härtere Gangart nötig ist, reibt sich der innere Vorhautrest schnell wund – es sei denn Gleitmittel bremst die Reibung, was meiner Frau zig Jahre nicht zu vermitteln war (der Igitt-Faktor). Was an Empfindung blieb ist das Frenulum und der innere Rest des Praeputiums. Da die ganze Angelegenheit nicht mehr so sensibel ist, hängt mit mittlerweile 60 auch die Lust durch und zieht damit die Versteifung herunter ~~~. Was bei den bisherigen Schilderungen noch fehlt, die dauerhaft freigelegte Eichel hat mangels Vorhaut auch weniger Kälteschutz und sucht deswegen ab und zu Schenkel oder Leiste zum aufwärmen, was auch ziemlich nervig sein kann.
    Fazit: wenn’s nicht unbedingt sein muss bleiben lassen.

  56. Hallo Martin,

    Naja, bei jedem sind die Probleme anders. Ich hatte auch keine krasse Phimose, auch meine Vorhaut ging mit sanfter Gewalt bei einer Erektion hinter die Eichel. Bewegt hat sich bei mir dann nichts mehr bzw. hatte ich dann so starke Schmerzen durch den Schnürring, das ich kein Verlangen nach Verkehr mehr hatte, sondern Arbeit, meine Engstelle wieder über den Eichelrand zu bekommen…

    Da du anscheinend fast 4 Monate versuchtest, deine Vorhaut mittels einer zeitaufwendigen Dehntherapie zu erhalten, wundert es mich, wie locker Du den Verlust selbiger siehst, bzw. die nur unzureichende Aufklärung Deines Arztes zu den Behandlungsmöglichkeiten einer Phimose. Eine radikale Beschneidung ist eigentlich bei einer Phimose nie nötig.

    Deinem Urologen kann ich nur in dem Punkt recht geben, dass eine radikale Beschneidung die gängige Behandlungsmethode bei einer Phimose ist. Leider. Dass es verschiedene Arten der Beschneidung gibt, wird meist verschwiegen. Ein Urologe erklärte mir mal auf Nachfrage, dass es durchaus möglich ist, Teile der inneren Vorhaut und des Frenulums zu erhalten. Es sei aber schwieriger, da die innere Vorhaut so dünn und empfindlich ist. Wirke sich aber nicht auf das Empfinden aus, nur auf die Optik.
    Urologen, die etwas von ihrem Fach verstehen, empfehlen nach einer erfolglosen Dehntherapie eine Erweiterungsplastik. Dabei werden – je nach Schweregrad der Verengung – 1-3 Längsschnitte gemacht, diese dann zusammengestaucht und abschließend quer vernäht. Die Vorhaut wird dabei optisch etwas kürzer, aber entfernt wird dabei nichts.

    Es gibt sehr viele Urologen, die behaupten, diese Technik funktioniere nicht zuverlässig, man habe schlechte Erfahrungen damit. Heißt übersetzt, ich kann das nicht, ich hab nur abschneiden gelernt. Es gibt auch welche, die die Existenz von Erweiterungsplastiken ganz abstreiten…
    Überall in der Medizin werden heute minimalinvasive Eingriffe propagiert. Nur beim Thema Vorhaut soll die maximalinvasive Variante die beste sein. Wie Sandra richtig bemerkte, es ist die OP, mit der Anfänger üben. Praktisch bei Kindern, denn bis die sehen, was angerichtet wurde, was ihnen genommen wurde, das evtl. sogar rumgemurkst wurde, ist alles schon verjährt.

    Da Du anscheinend nur unzureichend über die Behandlungsmöglichkeiten einer Phimose und den möglichen Folgen einer Beschneidung von Deinem Arzt aufgeklärt wurdest, wäre es sogar ein Leichtes, ihn zu verklagen (falls noch nicht verjährt). Vielleicht würden Urologen dann nicht mehr so leichtfertig beschneiden bzw. ihre Patienten endlich besser aufklären. Und Hilfesuchenden eine Amputation ihrer Vorhaut nicht mehr als gängige Problemlösung bei jeglichen Vorhautproblemen verkaufen. Falls du klagen möchtest, ich kenn ein paar Leute, die Dir dabei liebend gern helfen würden.

    Diese OP sollte wirklich nur durchgeführt werden, wenn es nicht anders geht. Das betrifft schwere Entzündungen und Verletzungen, sowie Krankheiten, wie z.B. LS. Keinesfalls sollte sie erste Wahl zur Behandlung einer Phimose sein, schon gar nicht bei Kindern. Bei Kindern, so haben Studien gezeigt, können durch Salben und Dehnen ca. 90% der Phimosefälle behoben werden.

    Auch sollten die möglichen Auswirkungen einer Beschneidung in alle Patientenaufklärungsbögen. Und zwar alle, mit aller Deutlichkeit, und nicht nur als lapidare Anmerkung „kann zu verändertem sexuellen Empfinden führen“. Fragt man Urologen, wie es sich denn verändert, kommt „das wird besser“.

    „Keine Komplikation, sondern die notwendige Folge einer kompletten Beschneidung ist die bleibende Beeinträchtigung der Gefühlsempfindung beim Geschlechtsverkehr, die jedoch selten als wirklich störend empfunden wird“ (Zitat aus einem Aufklärungsbogen zur Beschneidung). Erklärt wahrscheinlich, warum keiner der Urologen, die ich bisher danach gefragt habe, selber beschnitten war….

    Entschuldige bitte meine späte Antwort, aber es hat mir einfach keine Ruhe gelassen…

  57. Sehr geehrte Frau Henning,
    in der Talkshow im NDR am 25.10.14 habe ich Sie kennengelernt. Das war sehr informativ für mich. Deshalb besuchte ich Sie auch auf Ihrer Homepage.
    Zur Beschneidung im Judentum, weiß ich, dass sie innerhalb der ersten 8 Tage ge-schehen muß, weil da noch kein Schmerz-
    empfinden vorhanden ist. Das weiß ich durch persönliche Gespräche. Zerstümmelung der Klitoris gehört verboten.

  58. https://www.youtube.com/watch?v=TkDr51___Jc Interview mit Betroffenen und Aktivisten gegen Genitalmanipulation.
    Meine Frau hat der Beitrag von Milena beeindruckt. Ähnlichen Erfahrungen wie Sandra sie hier schon eindrucksvoll geschildert hat (Danke).
    Sie meinte daraufhin, ich sollte doch die Möglichkeit die Hannes schildert ausprobieren. Ich persönlich denke da aber eher wie Georg…

  59. @ Ellisabeth Kinzler-Lieb

    Sehr geehrte Frau Kinzler-Lieb

    Ich persönlich weiß nicht wie es anderen geht und kann deshalb nur für mich sprechen.
    Für mich ist es wichtig Religion und Beschneidung zu trennen. Mit meinen Schilderungen möchte ich nur auf die möglichen massiven Einschränkungen der männlichen Sexualität, die durch eine Vorhautamputation einhergehen können, hinweisen.

    Wenn Eltern den massiven Drang haben ihrem Kind dies anzutun, aus welchen Gründen auch immer, so wird dies durch nichts und niemandem zu verhindern sein. Auch nicht durch Gesetze. Aber diesen Eltern sollte klar gemacht werden, was sie ihrem Kind damit nehmen.
    Bald soll ein Buch erscheinen, in dem zahlreiche Männer die aus den verschiedensten Gründen beschnitten wurden, über ihre Probleme berichten. Probleme wie sie auf dieser Kommentarseite zahlreich geschildert wurden, ähnlich den meinen. Auch Frauen, die Erfahrungen wie Sandra gemacht haben, sollen zu Wort kommen.
    So ein Buch sollte Pflichtlektüre für Eltern sein, die ihren Sohn beschneiden lassen wollen.

    Ich weiß nicht mit wem Sie gesprochen haben, aber die Annahme ein 8 Tage alter Säugling habe noch kein schmerzempfinden, werde ich nicht weiter kommentieren.

  60. Ich habe mich sehr lange mit dem Gedanken beschäftigt, mich beschneiden zu lassen. Als Jugentlicher konnte ich es mir überhaut nicht vorstellen, an meinem Penis herumschnippeln zu lassen. Schon das Zurückziehen der Vorhaut gab mir grosse Lustgefühle und der Anblick der sich entblössenden Eichel war sehr erotisch und masturbieren war einfach phantastisch. Jungs, die in der Schule beschnitten waren, fand ich eher arme Schlucker.
    Als ich aber später den ersten Sex hatte, war mir die Vorhaut erheblich im Weg. Zwar waren Handjobs oder das Festhalten der Schafthaut mit den Füßen sehr erregend, aber direct nach dem Eindringen in die Vagina bedeckte die Vorhaut die Eichel . Einen echten Orgasmus bekam ich erst, wenn meine Partnerinnen die Vorhaut straff zurückhielten, wobei ihre Hand aber beim Stossen immer Weg war. Auch beim Oralverkehr spürte ich wenig.
    Spontaner Sex war leider nur selten möglich, da sich trotzt täglicher intensiver Reinigung schnell wieder ein strenger Geruch unter der Vorhaut einstellte. Ich spielte dann mit 20 Jahren zum ertsen Mal mit dem Gedanken einer Beschneidung und habe mich intensive mit dem Thema beschäftigt.

    Meine jetzige Frau fand den Geruch in zunehmendem Maße abturnend.
    Nach zahlreichen Diskussionen mit meiner Frau, die einer Beschneidung anfangs sehr kritisch gegenüberstand, habe ich mich im Alter von 43 Jahren den Entschluss gefasst, mich beschneiden zu lassen. Ich habe extra viel vom empfindlichen inneren Vorhautblatt stehen lassen, da diese viel Empfindlicher ist als die Schafthaut.
    Ich hatte zuvor auch grosse Bedenken, ob sich hierdurch mein Sexualempfinden drastisch verringern würde.

    Im Endeffekt überwiegen jetzt die Vorteile: oral und vaginal verspüre ich jetzt viel mehr, und der unangenehme Geruch ist weg. Optisch gefällt er uns viel besser als mit Vorhaut. Beim Masturbieren gibt es jedoch allein mit Gleitmittel noch ein feines Gefühl. Obwohl der Schaft sich noch gut hin und her bewegen lässt, führt dies kaum noch zum Orgasmus,

    Fazit: Ich habe einen sehr langen Prozess von über 20 Jahren durchlaufen, in dem ich immer wieder meinen Entschluss, mir die Vorhaut entfernen zu lassen, revidert habe, aber später wieder darauf zurückkam. Ich habe es letztendlich aus derÜberzeugung heraus getan, dass des die richtige Entscheidung ist.

    Ich spreche jedoch nur für mich. Ich verspüre mehr Vor- als Nachteile, kann mir aber gut vorstellen, dass andere Männer schlechte Erfahrungen hiermit gemacht haben. Auch bin ich sehr froh, den Vergleich mit und ohne zu haben.

  61. Mit 13 oder 14 Jahren hab ich mir die Vorhaut immer wieder zurückgezogen, weil ich das Gefühl mochte, wenn meine Eichel an der Unterhose reibt. Selbstverständlich rutschte sie wieder über die Eichel nach vorne, aber ich war ausdauernd und zog sie bei jeder Gelegenheit zurück. Mit ca. 15 Jahren blieb meine Vorhaut immer hinter der Eichel. Selbst im unerigierten Zustand, Das ist bis so geblieben. Ich bin heute 50 und damals wusste ich noch nichts von Beschneidung oder Ähnlichem.
    Ich glaube, ich war fünf Jahre alt, als mir die Vorhaut im Krankenhaus mit Gewalt zurückgerissen wurde, weil ich an einer leichten Phimose litt. Das war schmerzhaft, aber heute bin ich froh, dass mir nichts weggeschnitten wurde. Obwohl meine Vorhaut dauerhaft hinter der Eichel zurückgerollt ist, beschert sie mir beim Liebesspiel zu zweit und auch alleine jede Menge Vergnügen. Ich möchte nicht auf sie verzichten und genieße trotzdem die Vorzüge eines beschnittenen Penisses, da meine Eichel trocken bleibt und sich keine Urinreste in irgendwelchen Falten ablagern können.

  62. Hallo Hans,

    ich denke, ich gehe damit so „locker“ um, weil es mir jetzt einfach besser geht. Ich finde es einfach super beim Sex keine Schmerzen mehr zu haben und empfinde die Beschneidung dadurch als etwas positives für mich. Insofern möchte ich meinen Arzt nicht verklagen, auch wenn er mir die von dir genannten Alternativen nicht ausgeführt hat.

    Ferner konnte ich wie schon beschrieben noch keine nachteilige Auswirkung der Beschneidung feststellen. Trotzdem bleibe ich dabei, dass sie das letzte Mittel sein sollte, weil es sich um eine OP mit entsprechenden Risiken handelt.

    Grüße Martin

  63. Ich kann mich dem Bericht von Niel Juhl nur anschliessen. Seit meiner Beschneidung ist das berauschende sprudelnde Gefühl beim Sex und beim Onanieren unwiederbringlich abhanden gekommen. Kleine Berührungen an der Vorhaut waren vorher stimmulierend und Onanie gab mir die nötige Entspannung. Die Vorhaut war ein elementarer Bestandteil des Vorspiels umd beim Orgasmus durchzuckte es meinen ganzen Körper bis un die Zehenspitzen. Ich fühlte mich tiefenentspannt. Jetzt ohne Vorhaut fühlt es sichbeim Hin- und Herschieben der Schafthaut so an, als ob ich eine Socke über einen Besenstiel schiebe. Nur im Bereich der Narbe verspühre ich noch etwas Gefühl. Die Eichel ist nicht so empfindlich, wie der beschneidende Arzt mir versuchte einzureden. Seiner Meinung nach, ist nur die Eichel wirlich empfindlich. Er empfahl mir, die komplette Vorhaut aus ästhetischen Gründen zu entfernen, so dass die Narbe direkt in der Eichelfurche verborgen bleibt. Heute bin ich froh, dass ich darauf bestanden habe, zumindest etwas von der inneren Vorhaut stehen zu lassen. Das Onanieren ist zu einer Zwangshandlung verkommen, in der Hoffnung vielleicht doch noch einmal ein für immer verloren gegangenes Gefühl herauf zu beschwören.

  64. Hallo Martin,
    Danke für Deine Antwort. Aber Hier ein kleines Beispiel. Eine Mutter die verzweifelt Hilfe sucht auf
    http://www.phimose-info.de/phimose-forum/viewtopic.php?f=3&t=2803
    Zitat
    „Ich habe versucht, Informationen zu Erweiterungsplastiken und der Triple Inzision zu finden, aber das scheint hier im Umfeld einfach nirgendwo Thema zu sein. Auch scheinen die Ärzte auf Nachfragen diesbezüglich sehr genervt zu reagieren. Niemand ist überhaupt daran interessiert, auf diese Option einzugehen und man behandelt mich sehr von oben herab. Ein Arzt sagte, es sei anstrengend, mit medizinischen Laien zu diskutieren, die meinen das Internet würde ein Medizinstudium ersetzen. Eine andere Ärztin sagte, das sei doch nicht mein Ernst – eine komplette Beschneidung sei doch viel hygienischer und vor allen Dingen ästhetischer. Mein Sohn sei später bestimmt enttäuscht..“

    Die gängige Beratungspraxis bei deutschen Urologen. Manche sind mit einer Beschneidung glücklich,so wie Du. Der Rest …

    Und niemand gebietet diesen Murksern Einhalt. Die kommen damit durch. Es macht mich so wütend und traurig…

  65. Ich bin aus Überzeugung beschnitten.
    Habe seit der Pubertät meine Vorhaut immer zurückgezogen getragen.
    Als sie so mitte 30 immer weiter wurde und über die Eichel gerutscht ist habe ich mich zur Beschneidung entschlossen und es nie bereut.

  66. Hallo Ann-Marlene,

    ich habe meinen Sohn in den USA geboren und musste schriftlich festlegen, dass er nicht beschnitten werden darf. In unserem Krankenhaus war das ein ungewöhnliche Bitte. Mein gesunder Menschenverstand hat mich einfach nicht davon überzeugen wollen, meinem Kind etwas zu entfernen, was doch eigentliche eine gute Funktion am gesunden Körper hat.

  67. Aufgrund einer Hautkrakheit (Psoriasis) welche auch oft die Vorhaut in Mitleidenschaft zog (es gab immer wieder Entzündungen / Probleme mit der Hygiene etc.) entschloss ich micht zur Entfernung der Vorhaut. Der Urologe riet zur low/tight Methode. Da ich zu der Zeit unter großen Leidensdruck stand stimmte ich zu. Das Resumee nach zwei Jahren: keine Psoriasis an der Vorhaut mehr; ist ja alles weg. Erleichterte Hygiene, Hautpflege etc.. Sexuelles empfinden ist allerdings sehr schlecht geworden, das sensationelle Gefühl z. B. beim hineingleiten in die Vagina ist weg!!! Der Penis fühlt sich immer ein bischen taub an. Aber weg ist weg, da hilft kein Jammern u. Wehklagen. Für guten Sex brauche ich jetzt immer viel Stimulation: vor Ort, im Kopf und gelegentlich auch etwas Chemie. Also macht euch die Entscheidung nicht leicht. Ich wüde es nur noch aus DRINGENDEN medizinischen Gründen nochmal machen lassen.

  68. Es ist eine Katastrophe, wieviel Schindluder Menschen mit Menschen treiben, ich meine jegliche Beschneidungen.

    Ich habe das Glück nicht betroffen zu sein, habe aber folgende Frage, die ich mir zum ersten mal gestellt habe, als ich jemanden kannte, der beschnitten war: Aus meiner Sicht schützt die Vorhaut die Sensibilität der Eichel, ohne wird sie ja ständig berührt. Würde ein anderer Schutz der Eichel vor Brührung mit der Hose, Schlüpfer etc. helfen, das feinere für Sex erforderliche Gespür zu verbessern?
    Hat das jemand getestet?

  69. @Tom
    Im https://www.beschneidungsforum.de gibt es solche Tipps. Es gibt sogar eigens dafür entwickelte Produkte, wie Senslip oder Manhood. Viele versuchen auch durch Restoring (ein jahrelanger Dehnprozess der verbliebenen Hautreste) eine Verbesserung ihres sexuellen Empfindens zu erreichen. Wie gesagt, alles dazu,sowie die Erfahrungen zahlreicher Männer, nachzulesen im Beschneidugsforum.

  70. Der Däne Morten Frisch hält vor dem dänischen Parlament eine Rede.
    https://www.youtube.com/watch?v=EgvMAVPF6Fs
    Dänisch kann ich gar nicht, und soweit meine überaus mangelhaften Englischkenntnisse es zulassen, verstehe ich soviel, das er die Parlamentarier vom Nutzen der Vorhaut zu überzeugen versucht. Auch einen Vergleich der männlichen Beschneidung mit der Verstümmelung weiblicher Genitalien, scheint er nicht zu scheuen…

  71. Ein Berliner Psychologe bietet Hilfe bei Beschneidung und Genitalverstümmelung an
    http://www.w-a-praxis.de/beschneidung-genitalverstummme/beschneidung-genitalverstummmelung-psychotherapie-in-berlin.html
    Interessant finde ich folgenden Auszug aus seiner Website

    „Die Gründe werden teilweise religiös ummäntelt, fussen aber in der Regel auf Traditionen aus vorhistorischer Zeit und haben zum Ziel, die sexuelle Erregbarkeit, die Ausbildung von erotischen Phantasien zu hemmen oder ganz zu unterdrücken. Die psychosexuelle Entwicklung wird auf diese Weise nicht nur gestört sondern teilweise ganz unterbunden, sodass eine Autonomieentwicklung der Betroffenen nur eingeschränkt oder kaum möglich ist.

    Die Beschneidung bzw. Genitalverstümmelung stammt also aus vorhistorischer Zeit und hatte zum Ziel, mit steinzeitlichen Methoden, die Unterwerfung der einzelnen Mitglieder einer Ethnie unter den Zwang des Kollektivs zu erleichtern.“

    Ich denke, dieser Mann hat einen anderen Therapieansatz, als „das sind doch nur Verlust- und Kastrationsängste“, was man mir bisher immer vorgehalten hat…

  72. Um den ganzen Schwachsinn der Beschneidungen zu verstehen, muss man beim System ansetzen.

    Die Symbiose von Staat und Kirche funktioniert so: Religionen schalten die Menschen gleich, machen sie gefuegig und formbar. Der Staat ist daran interessiert eine gefuegige, formbare Gesellschaft zu haben – dann kann er sie leichter regieren.

    Religionen benutzen die Sexualitaet als Mittel zur Machtausuebung. Viele Missbrauchsopfer von kriminellen Priestern haben in Talkshows berichtet, dass es dabei gar nicht um Sex ging, sondern um reine Machtausuebung.

    So ist auch das Beschneidungs-, neben anderen Ritualen eine reine Demonstration von Macht. Kinder sollen von Anfang an ihres Lebens gefuegig gemacht werden. Erst nimmt man ihnen etwas weg, dann gibt man es scheibchenweise wieder zurueck. Was man aber bei der Beschneidung verliert, kommt nie mehr zurueck.

    Ich kann nur hoffen, dass die Mehrheit der Menschen dieses miese Spiel mit der Macht eines Tages durchschaut und dem ein Ende setzt.

  73. @Hans und Henry
    Euren Beiträgen kann ich nur zustimmen. Treffender kann man das nicht ausdrücken. Ich hoffe sehr, dass vielen Betroffenen rechtzeitig die Einsicht kommt, sich gegen eine Beschneidung zu entscheiden, also ihren eigenen bzw. den Körper ihrer Kinder vor solchen Verstümmelungen zu bewahren.
    Aufklären über die negativen Folgen dieses „Beschneidungswahnsinns“ ist das Wichtigste. Deshalb auch mein Dank an alle, die sich im Beschneidungsforum aktiv dafür einsetzen.

  74. Es ging mir nicht um das Thema „Religion und Beschneidung“, das ist eine ganz andere Nummer, sondern um die möglichen Folgen für den einzelnen Betroffenen.
    Eltern, die ihre Jungen aus rituellen Gründen beschneiden lassen, wollen ihrem Kind nicht Schaden, sie meinen, sie tun ihm etwas Gutes.
    Und solange unsere Mediziner bereitwillig solche Eingriffe, sowie leichtfertig fadenscheinig med. begründete Beschneidungen vornehmen, und nicht einsehen wollen, das eine Beschneidung einen irreversiblen Schaden anrichtet, werde ich über solche Rituale nicht urteilen.

  75. @Hans
    DIR geht es nicht um Religion und Beschneidung. Religionen haben sie aber als Ritual und ‚Brandzeichen‘ eingefuehrt und praktizieren sie seit mehr als tausend Jahren.

    Eltern die ihre Kinder beschneiden lassen sind religioes indoktriniert und nicht mehr frei in ihren Entscheidungen. Vaeter die selbst im Kindesalter beschnitten wurden kennen es ja nicht anders, und wenn man ein Gefuehl nie hatte, fehlt einem ja auch subjektiv nichts.

    Dann davon zu sprechen, dass Eltern nur das Beste fuer ihre Kinder wollen, ist zynisch angesichts der Opfer und ihre Leiden (hier im Blog von den Betroffenen geschildert).

    Als vor ca. 2 Jahren ein Koelner Gericht die Beschneidung als Koerperverletzung verurteilte, ging ein Aufschrei der Entruestung durch Deutsche Talkshows und der Bundestag verabschiedete in Eile ein Gesetz, das die Beschneidung kuenftig nicht mehr unter Strafe stellt. Der Franzose nennt das ‚corrige la fortune‘. Man kann auch sagen die Wahrheit manipulieren.

    Man kann es drehen und wenden wie man will – es ist und bleibt Koerperverletzung an Minderjaehrigen und die Justiz betreibt Rechtsbeugung, wenn sie hier die Augen verschliesst. Uebrigens auch Demokratie-feindlich, wenn man Organisationen erlaubt Parallelgesellschaften zu bilden in denen eine eigene Rechtsprechung stattfindet und das Grundgesetz des Staates konterkariert.

  76. Also langsam reicht’s. Dieser Blog began mit der harmlosen Frage, ob Sex bei und mit Beschnitten anders als mit Vorhaut. Inzwischen haben sich die Beschneidungsgegner hier gegenseitig aufgestachelt und die Beiträge handeln nur noch von Verstümmelung, mittelalterlichen Riten, Parallelgesellschaften und Machtausübung.
    Ich bin ein deutscher, Atheist und habe mir im Alter von 40 Jahren freiwillig den Penis beschneiden lassen. Ich verspüre keinerlei sensorsche Nachteile oder Einschränkungen. Auch komme ich nicht später erst zum Höhepunkt. Auch meine Partnerin fühlt keine negative Auswirkungen durch die direkt Reibung des Penisschafts in der Vagina.
    Lassen wir doch bitte das Thema Kinderbeschneidung aussen vor. Davon bin ich auch kein Befürworter.

  77. Dieser Blog ist nicht dazu da irgendetwas ‚aussen vor‘ zu lassen. Jeder sagt das was ihr/ihm am Herzen liegt.

  78. @Albrecht Nach welchen Stil hast du dich beschneiden lassen, wie viel vom inneren Vorhautblatt und wie viel vom Frenulum blieben erhalten, wie viel bewegliche Schafthaut hat du noch? Das geht aus deinem Kommentar nicht hervor.

    Nur weil du glücklich bist, heißt das nicht das alle anderen genauso empfinden!
    Ich bin eine der Frauen die erfahren durften das ich bin nicht allein mit dem Reibungsproblem des beschnittenen Penis in der Vagina bin. Und das ist auch der Grund warum ich hier schreibe. Damit Frauen mit diesem Problem nicht immer bei sich selbst den Kern, die Ursache der Schmerzen suchen. Sondern auch mal auf den Partner schauen, der durchaus glücklich beschnitten sein kann. Zudem gehöre ich zu den Frauen die auch intakte Partner hatten bei denen diese Probleme nie auftauchten! Dazu kommt auch die Aussage des Gynäkologen die öfter Frauen in der Praxis hat, mit exakt dem gleichen Problem.

    Von einem glücklich beschnittenen und einer Partnerin ohne diese Probleme (mag sein sie mag es härter) lasse ich mir nie wieder etwas vormachen.

    Ich fände es gut beim Thema zu bleiben. Dein kurzer Einwurf ohne Erläuterung der Realitäten zu deiner Beschneidung trägt wenig bis nichts zur Problematik bei. Außer das jene mit Problemen mal wieder mundtod gemacht werden sollen. So kommt das zumindest bei mir an.

  79. Zuerst möchte ich mich entschuldigen. Ich glaube mein Beitrag mit dem Zitat aus der Seite des Berliner Psychologen ist missverstanden worden. Ich wollte nicht auf Religion hinweisen. Sondern auf die Worte:

    „die sexuelle Erregbarkeit, die Ausbildung von erotischen Phantasien zu hemmen oder ganz zu unterdrücken. Die psychosexuelle Entwicklung wird auf diese Weise nicht nur gestört sondern teilweise ganz unterbunden, sodass eine Autonomieentwicklung der Betroffenen nur eingeschränkt oder kaum möglich ist.“

    Diese Worte haben mich geschockt. Was für Folgen eine Beschneidung für die Entwicklung zum Menschsein hat. Man sieht es nur nicht, kann es nicht beweisen…

    Ich möchte noch einmal betonen, was Menschen glauben, ist mir heilig. Aber ich verurteile JEDEN Übergriff, der im Namen des Glaubens oder einer Religion auf andere gemacht wird, auch und besonders, auf Kinder. Denn Glaube soll sich meiner Meinung nach auf eine geistige Ebene beschränken.

    Denn einzigen Glauben, den ich bekämpfen will, ist der Irrglaube, das die männliche Vorhaut nur ein Stück Haut ist, ohne Sinn und ohne Funktion. Denn Irrglauben, denn nahezu alle unsere Schulmediziner immer noch predigen. Sie wollen nicht hören und sehen, dass es Männer (und indirekt betroffene Frauen) gibt, die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden.

  80. http://www.onmeda.de/forum/m%C3%A4nnergesundheit/2004819-nach-beschneidung-erektionsprobleme
    Ein 27jähriger sucht Hilfe, da er nach seiner ca. 1 Jahr zurückliegender Beschneidung zunehmend Erektionsprobleme hat. Daraufhin antwortet Ihm ein ARZT

    „Eine Schädigung der Penisfunktion im Rahmen einer Beschneidung ist so gut wie ausgeschlossen. Die Zeit bis zur Ejakulation nimmt typischerweise nach einer Circumcision zu.
    Eine Erektionsstörungen hingegen durch eine Beschneidung ist sehr unwahrscheinlich.“

    Sicher, wenn die Funktion des Penis mit Miktion, Erektion, Penetration und Ejakulation definiert ist, das geht noch alles bei mir. Und Fühlen und Empfinden, das passiert ja ausschließlich im Kopf, da braucht es keiner Peripherie. Alles nur unnötige Anhängsel…

    Und wie so oft, Ärzte relativieren, andere sind doch auch beschnitten, und die haben auch keine Probleme:
    „Man kann aus allem eine Philosophie machen…. ich bin nicht für eine Beschneidung…. aber man muss auch nicht so tun als ob Millionen von Juden und Moslems sexuelle Krüppel seien…“

    Wie oft mir das schon so oder ähnlich gesagt wurde, „Alle machen das, und SIE wollen mir erzählen das SIE dadurch Probleme haben…“

  81. 2.1 Innervation

    Die Vorhaut ist reich an spezialisierten Nervenendigungen und spezialisiertem erogenem Gewebe.[1][2][3] Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen), die bereits leichteste Berührungs- und Temperaturreize detektieren können.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt die Glans penis fast ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (sogenannte Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperatureize detektieren können, die vom Gehirn als Schmerzen wahrgenommenen werden.

    Cold und Taylor, welche die Innervation des Präputiums des Penis ausführlich untersuchten, erklärten:

    „Die Glans penis ist vorwiegend durch freie Nervenendigungen innerviert und besitzt hauptsächlich nur protopathische Sensibilität. Protopathische Sensibiltät bezieht sich auf gröberen, schlecht lokalisierten Empfindungen (einschließlich Schmerz, einige Temperaturempfindungen und bestimmte Wahrnehmungen von mechanischem Kontakt). In der Glans penis sind nur wenig [spezialisierte Nervenendigungen] vorhanden, und diese finden sich hauptsächlich entlang der Eichelkranzes und des Frenulums. Im Gegensatz dazu hat das gefurchte Band der männlichen Vorhaut an der mukokutanen Grenze eine hohe Konzentration an [spezialisierte Nervenendigungen].“[4]

    http://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4putium

  82. Aus eigener Erfahrung berichtet Niel Juel (Im Bett mit und ohne) in der taz vom 14.09.2012

    „Die gute Nachricht zuerst: Mit der reduzierten Empfindlichkeit dauerten die Spiele oft länger. Aber das war es dann auch schon. Mit meiner Vorhaut war auch das überschäumende, sprudelnde Gefühl beim Orgasmus verschwunden.

    Die physischen Wahrnehmungen beim Sex wandelten sich, sie wurden lokaler. Es ist schwer zu erklären – als ob nicht mehr mein ganzer Körper im Spiel, eine große Freude verschwunden war. Leitungswasser statt Springbrunnen. Aber das ist noch nicht alles. Weil die Eichel nun ungeschützt war und ich weniger reizbar, war der sanfte, langsame Sex von da an Geschichte.

    Vor der Operation konnten meine Partnerin und ich ganz still liegen. Ich konnte sie, in ihr, fühlen – wir konnten uns küssen und gegenseitig streicheln und ganz langsam einen Orgasmus erreichen, der dann wirklich überall war. Das war vorbei.

    Kürzlich entdeckte ich, dass es auf Deutsch das Wort „Stoßtechnik“ gibt – und es war genau das, was ich jetzt lernen musste. Härteres und schnelleres Stoßen war erforderlich, wenn ich etwas davon haben wollte.

    Aber am größten war der Unterschied, wenn Miriam auf eine Reise südlich des Äquators ging. Da fehlten plötzlich einige – viele – Empfindungen. Die sensible Leichtigkeit war verschwunden – und kam nie zurück. Schlimmer wurde es, als mit Aids die Kondome kamen. Ein Utensil, das die Empfindlichkeit weiter reduziert. Noch ein Grund, warum ich die 1980er Jahre nicht vermisse.“

    http://www.taz.de/!101655/

  83. @Gabriele,
    ich will niemanden mundtot machen. Mich irritiert nur das Gerede von Machtausübung und Mittelalter. Ich kann mir gut vorstellen, dass andere weniger Gefühl haben, wenn se low tight beschnitten sind und das dies bei einigen Frauen zu zuviel Reibung führen kann. Ich bin medium high beschnitten (3 cm inneres Vorhautblatt habe ich stehen lassen) und der Schaft hat noch viel Spiel. Selbst bei Erektion kann ich Schafthaut noch über den Eichelrand ziehen. Da ich ein sehr kurzes Frenulum hatte, habe ich mir dies bereits früher entfernen lassen.

  84. @Albrecht
    Danke für die Beschreibung wie Du Dich beschneiden ließt. Auch das Du glaubst, das low tight beschnittene nicht mehr soviel an Empfindungen haben wie Du. Es wird ja eigentlich nie differenziert zwischen Beschnittenen, WIE sie beschnitten sind. Zu mir wird ja auch nur gesagt, stell Dich nicht so an, andere finden das toll. Ist es vielleicht das was Gabriele mit mundtot meinte?
    Ich bin KEIN Beschneidungsgegner. Wenn ein Erwachsener wie Du, sich nach seinen Vorstellungen da unten modifizieren lässt, bitte. Ich würde mich als Aufklärungsbefürworter sehen. Ich möchte, das unsere Schulmediziner endlich aufhören, ihre Patienten, egal ob groß oder klein, zu belügen. Das Sie aufhören zu behaupten das männliche Präputium sei nur HAUT, nichts hochinnerviertes sensibles, kein Teil des männlichen Erregungssystems. Auch bei den Behandlungsmöglichkeiten bei Vorhautproblemen sollen sie endlich ALLE Möglichkeiten anbieten und nicht nur die radikale Beschneidung. Denn es sind doch ÄRZTE. Eigentlich hätten SIE Verantwortung…

  85. „Die Glans ist wesentlich für die Perzeption und Fortleitung sensibler Afferenzen beim Geschlechtsakt.“
    Nur die Glans ist wichtig für das Empfinden, die Vorhaut nur Verpackung, nur HAUT???

    So auf jeden Fall die (theoretische) Meinung der Ärzte. Aber wie so, oft, Theorie und Praxis… Beispiele und Erfahrungen aus einer Diskussion unter homosexuellen Männer:

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=22287&antwort_zeigen=ja#c47

    „Es gibt einen einfachen Versuch um zu testen wie viel ein Beschnittener Mann empfindet.
    Man umfasst beim Partner wenn er schläft den Penis, mit Vorhaut wird er durch die Berührung steif, beim radikal beschnittenen Mann tut sich nichts, da ist Sex reine Kopfsache.“

    Und in Kommentar Nr. 58:
    „Wenn man mal zu dem Genuss gekommen ist, mit Sex jemand zu wecken, ist es ziemlich endtäuschend wenn dies nicht mehr geht.
    Ich hatte einige beschnittene Männer, bei keinem hat es funktioniert, man muss sie anders wecken und alle waren mürrisch beim schlafen gestört zu werden.
    Auch die Höhepunkte waren bei diesen Beschnittenen nicht so intensiv, es fehlt einfach an der Vielfälltigkeit die man mit Vorhaut hat.
    Ich bevorzuge auf jeden Fall Männer mit Vorhaut, wenn es riecht, kann man Waschen aber eine Vorhaut kann man nicht ersetzen, weg ist weg, gut für den der damit keine Probleme hat aber die mit Komplikationen tun mir echt leid, sie müssen damit Leben und reden sie über ihre Probleme, werden sie oft noch verspottet.“

  86. Noch eine Bemerkung eines ebenfalls seit Kindheit Beschnittenen: Man verliert bei der Beschneidung ja nicht nur die Nervenendungen in der Vorhaut, sondern auch der Schutz der Eichel geht verloren. DIese hat zwar weniger bzw anderen Nervenendungen als die Vorhaut, aber auch diese verbleibende Empfindlichkeit nimmt nohcmal deutlich ab, dadurch dass die Eichel abstumpft und dicker wird. In den ersten Monaten nach der Beschneidung hatte ich ständig unerwünschte Erektionen (teilweise nur vom Reiben der Eichel in der Hose) oder mich gar wund gerieben. Mittelweile ist meine Eichel sogar deutlich unempfindlicher als normale Haut, selbst am Penisschaft kann ich mehr Berührungen wahrnehmen als auf der Eichel

  87. Hallo,

    vor einem Jahr entstanden unter einem Video der “Peniswochen“ die ersten Auseinandersetzungen über das Thema Beschneidung.
    Ich wurde sehr verunsichert durch die vielen negativen Erfahrungen von denen berichtet wurden.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte sich mein jugendlicher Sohn für eine Beschneidung entschieden und ich war in Sorge durch das Gelesene.
    Zuvor hatte ich nie von Problemen danach gehört und auch mein Mann kennt diese nicht.
    Nun habe ich meinen Sohn fragen können, den einzigen Mann, der mir “vorhernachher“ Erfahrungen mitteilen kann.
    Seine Antwort:
    “Ich denke, es kommt auf einen guten Arzt an,“ und weiter mit einem breiten Grinsen im Gesicht, “und ich würde keinem davon abraten“.
    Das Grinsen machte sich auch auf meinen Lippen breit ; )

    Liebe Grüße,
    Piri

  88. Hallo Piri,
    dass Dein Sohn mit seiner Beschneidung glücklich ist, freut mich. Was er jedoch mit dem guten Arzt meint, einen der auch Beschneidungen mit Erhalt von innerer Vorhaut und Frenulum kann?

    Und es haben hier ja nicht nur neg. Betroffene wie ich geschrieben, nein auch viele Männer, die nichts negatives, ja sogar Vorteile in Ihrem beschnittensein sehen. Wenn ich hier schreibe, dass ich NICHTS an meiner Beschneidung als positiv ansehen kann, so ist dies MEIN Empfinden, und wie Menschen ein und dasselbe empfinden kann man nicht vergleichen…

    Vor kurzem habe ich an anderer Stelle in diesem Blog dies hier verlinkt http://www.blickamabend.ch/news/schnipp-schnapp-schnaebi-ab-8-wahrheiten-ueber-die-beschneidung-id3969580.html
    Gibt es eine Wahrheit über Beschneidung? Oder gibt es da so viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt, die davon in irgendeiner Weise betroffen sind?

    Ich ließ mich als junger Mann beschneiden, da mir gesagt wurde es sei die einzige Möglichkeit, die leichte Engstelle in meiner Vorhaut zu beseitigen, innere Vorhaut, Frenulum, alles raus, muss und wird IMMER so gemacht, bei jeder Beschneidung. Aber durch diesen Eingriff wurde nichts verbessert, im Gegenteil. Seither habe ich Schmerzen an meiner Narbe, die Stärke, wetterabhängig, ausgelöst wahrscheinlich durch Neurome, die sich immer bilden können, wenn Nerven durchtrennt werden. Schlimmer aber ist für mich, dass seither meine sexuelle Befriedigung, mein Orgasmusgefühl weg ist. Ich leide deswegen, seit über 15 Jahren, jeden Tag. Das ist meine Wahrheit.
    Vor kurzem ist ein Buch erschienen „Ent-hüllt“ , unter dem Pseudonym Clemens Bergner. In dem Buch die Geschichten von direkt und indirekt Betroffenen einer Vorhautbeschneidung. Das ist deren Wahrheit.

    Und dann gibt es noch die unzähligen Männer, die stolz und glücklich damit sind, beschnitten zu sein, es viel besser so finden. Das ist auch die Wahrheit.

    Aber geht das gut, einem anderen SEINE Wahrheit „aufzudrücken, überzuziehen“? Egal wo ich hinschaue, in der Vergangenheit oder aktuell, dieses „aufdrücken“, ist das jemals gutgegangen? Oder ist es das was uns Menschen am meisten Leid einbrachte und immer noch einbringt?

    Darf man das, dem Körper eines Kindes etwas aufdrücken, manipulieren, wo niemand sagen kann, schon gar nicht das Kind selbst, wie es diese Manipulation in seinem späteren Leben einmal empfinden wird?
    Und dürfen Ärzte weiterhin behaupten, die Vorhaut ist nur ein stinkender, nutzloser Hautlappen, der keinerlei Einfluss auf das sexuelle Empfinden und die sexuelle Funktion hat, es sei egal was und wie viel man von der Vorhaut entfernt, man sich die Mühe ruhig sparen könne die Vorhaut zu erhalten und zu heilen?

    Was ist die Wahrheit über Beschneidungen, wer hat Recht? Alle? Oder Keiner?

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